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Wer steigt ab? Trainer-Ikone Funkel macht den Check

Analyse Bundesliga-Endspurt

Wer steigt aus der Bundesliga ab? Trainer-Ikone Friedhelm Funkel macht den Abstiegs-Check

Aktualisiert am 23.04.2026, 14:41 Uhr Friedhelm Funkel gibt seine Einschätzungen für die kommenden Abstiege in der Bundesliga preis. © IMAGO/Christoph Reichwein Lesedauer:4 Min.

Der Abstiegskampf geht in die entscheidende Phase. Vier Spieltage stehen in der Fußball-Bundesliga noch aus. Der langjährige Trainer Friedhelm Funkel analysiert die Vereine im Abstiegskampf.

Eine Analyse von Oliver Jensen Dieser Text enthält eine Einordnung aktueller Ereignisse, in die neben Daten und Fakten auch die Einschätzungen von Oliver Jensen sowie ggf. von Expertinnen oder Experten einfließen. Informieren Sie sich über die verschiedenen journalistischen Textarten.

Friedhelm Funkel blickt auf mehr als 35 Jahre Trainer-Erfahrung zurück. Er ist der einzige Trainer im deutschen Fußball, der mit seinen Vereinen siebenmal in die Bundesliga aufgestiegen ist. Zuletzt gelang ihm dies mit dem 1. FC Köln, den er vergangene Saison zwei Spieltage vor Saisonende übernahm. Danach räumte er wieder seinen Posten.

Nun befindet sich Köln im Abstiegskampf, genauso wie viele andere Vereine. Im Gespräch mit unserer Redaktion analysiert Funkel die Abstiegs-Kandidaten.

Tabellenplatz 10: 1. FSV Mainz 05 (33 Punkte)

Restprogramm: Bayern München (Heim), FC St. Pauli (Auswärts), 1. FC Union Berlin (Heim), 1. FC Heidenheim (Auswärts).

Der Trend: Mainz hat nur eines der vergangenen acht Spiele verloren. Sechs der vergangenen zwölf Partien wurden gewonnen.

Einschätzung von Funkel: "Mainz hat wirklich eine sehr konstante Form und auch eine beeindruckende Rückrunde bisher gespielt. Deswegen glaube ich nicht, dass Mainz noch irgendetwas mit dem Abstieg zu tun haben wird."

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Tabellenplatz 11: 1. FC Union Berlin (32 Punkte)

Restprogramm: RB Leipzig (A), 1. FC Köln (H), 1. FSV Mainz 05 (A), FC Augsburg (H).

Der Trend: Union gewann nur eines der vergangenen sieben Spiele, zuletzt gab es zwei Niederlagen. Trainer Steffen Baumgart wurde entlassen und durch Marie-Louise Eta ersetzt. Ihr Debüt endete mit einem 1:2 gegen Wolfsburg.

Einschätzung von Funkel: "Union braucht noch ein oder zwei Punkte. Die neue Trainerin hat letzte Woche einen richtig guten Eindruck gemacht, auch wenn sie das Spiel gegen Wolfsburg unglücklich verloren haben. Ich glaube nicht, dass Union Berlin noch etwas mit dem Abstieg zu tun haben wird. Bei den Gegnern bin ich davon überzeugt, dass sie noch Spiele gewinnen werden."

Tabellenplatz 12: 1. FC Köln (31 Punkte)

Restprogramm: Bayer Leverkusen (H), 1. FC Union Berlin (A), 1. FC Heidenheim (H), Bayern München (A)

Der Trend: Köln hat keines der vergangenen fünf Spiele verloren, es gab einen Sieg und vier Unentschieden. Trainer René Wagner steht seit drei Spielen in der Verantwortung.

Einschätzung von Funkel: "Köln spielt eine ordentliche Saison. Sie haben noch kein Spiel hoch verloren, vielleicht das eine oder andere zu wenig gewonnen. Aber mit René Wagner haben sie eine kleine gute Serie hingelegt. Er ist drei Spiele im Amt, sie haben einmal gewonnen und zweimal auswärts nach Rückstand unentschieden gespielt. Die Mannschaft ist gefestigt genug, dass sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird."

Tabellenplatz 13: Borussia Mönchengladbach (31 Punkte)

Restprogramm: VfL Wolfsburg (A), Borussia Dortmund (H), FC Augsburg (A), TSG Hoffenheim (H)

Der Trend: In den vergangenen vier Spielen gab es drei Unentschieden und eine Niederlage. Nur zwei der vergangenen 14 Spiele wurden gewonnen.

Einschätzung von Funkel: "Borussia Mönchengladbach muss aufpassen. Sie haben zuletzt unnötig Punkte abgegeben, gerade erst mit dem Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Mainz. Diese zwei Punkte können noch wehtun. Das nächste Spiel wird ganz entscheidend sein. Wenn sie in Wolfsburg verlieren und Wolfsburg dadurch noch einmal Hoffnung schöpfen kann, dann ist es nicht auszuschließen, dass Gladbach runterrutscht."

Tabellenplatz 14: Hamburger SV (31 Punkte)

Restprogramm: TSG Hoffenheim (H), Eintracht Frankfurt (A), SC Freiburg (H), Bayer Leverkusen (A)

Der Trend: Nur ein Sieg aus den vergangenen neun Spielen, zuletzt gab es zwei Niederlagen hintereinander.

Einschätzung von Funkel: "Der HSV muss sehr aufpassen. Der Trend ist schlecht und das Restprogramm schwierig. Alle Gegner spielen noch um die Qualifikation für den europäischen Fußball. Sie haben es bisher ausgezeichnet gemacht, aber in den letzten Wochen zu wenig Spiele gewonnen. Jetzt kommen die Verletzungen hinzu: Luka Vušković ist trotz seines jungen Alters ein Stabilisator und Führungsspieler, Muheim auf der linken Seite genauso. Diese Spieler lassen sich nicht ersetzen. Deswegen besteht die Gefahr, dass der HSV noch ernsthaft in Schwierigkeiten gerät."

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Tabellenplatz 15: SV Werder Bremen (31 Punkte)

Restprogramm: VfB Stuttgart (A), FC Augsburg (H), TSG Hoffenheim (A), Borussia Dortmund (H)

Der Trend: Nach zwei Niederlagen hintereinander gewann Bremen am vergangenen Samstag das Nord-Derby gegen den HSV. Aus den vergangenen zehn Spielen gab es vier Siege und sechs Unentschieden.

Einschätzung von Funkel: "Der Derbysieg gegen den HSV hilft der Mannschaft mental. Aber sie brauchen noch einen Sieg. Mit 31 Punkten bleiben sie tief im Abstiegskampf. Ich glaube aber, dass Trainer Daniel Thioune das hinbekommt. Das Heimspiel gegen Augsburg ist ein ganz entscheidender Faktor. Das müssen sie gewinnen, sonst wird es schwer. Wenn sie das gewinnen, schaffen sie den Klassenerhalt. Wenn nicht, geht der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag."

Tabellenplatz 16: FC St. Pauli (26 Punkte)

Restprogramm: 1. FC Heidenheim (A), 1. FSV Mainz 05 (H), RB Leipzig (A), VfL Wolfsburg (H)

Der Trend: Der FC St. Pauli ist seit sechs Spielen sieglos, drei Spiele davon endeten mit einem Unentschieden.

Einschätzung von Funkel: "Ich bin ein kleiner Sympathisant des FC St. Pauli und wünsche ihnen den Klassenerhalt. Dafür müssen sie aber zwei Spiele gewinnen. Am besten jetzt in Heidenheim. Am 34. Spieltag kann das Spiel gegen Wolfsburg tatsächlich Endspielcharakter haben. St. Pauli wird bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Vermutlich geht es für sie um Platz 16 oder 17. Ich glaube, dass sie in die Relegation gelangen, weil sie am 34. Spieltag gegen Wolfsburg den Heimvorteil haben."

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Tabellenplatz 17: VfL Wolfsburg (24 Punkte)

Restprogramm: Borussia Mönchengladbach (H), SC Freiburg (A), Bayern München (H), FC St. Pauli (A)

Der Trend: Nach zwölf sieglosen Spielen hintereinander gelang am vergangenen Samstag ein 2:1 bei Union Berlin. Dies war der erste Sieg unter Trainer Dieter Hecking in seinem fünften Spiel.

Einschätzung von Funkel: "Wolfsburg hat die schwierigste Ausgangsposition, aber es ist nicht aussichtslos. Der Sieg gegen Union muss ihnen Selbstvertrauen geben, vor allem für das bevorstehende Heimspiel gegen Gladbach. Dieses Spiel müssen sie gewinnen, um sich die Chance auf ein Entscheidungsspiel am letzten Spieltag in St. Pauli zumindest offenzuhalten. Ein Problem ist, am vorletzten Spieltag noch gegen Bayern spielen zu müssen. Auch wenn Bayern Meister ist, gibt diese Mannschaft immer Vollgas. Ich denke, am Ende wird Wolfsburg absteigen."

Tabellenplatz 18: 1. FC Heidenheim (19 Punkte)

Restprogramm: FC St. Pauli (H), FC Bayern München (A), 1. FC Köln (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

Der Trend: Heidenheim gelangen ein Sieg und zwei Unentschieden aus den vergangenen vier Spielen, steckt aber in einer schwierigen Ausgangssituation. Bei einer Niederlage gegen St. Pauli am Samstag wäre der Abstieg fix.

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Einschätzung von Funkel: "Es fällt mir schwer, das zu sagen, weil ich den Verein sympathisch finde, aber Heidenheim steigt ab. Das Programm ist sehr schwierig, der Rückstand zu groß. Sie planen auch bereits für die zweite Liga. Trotzdem ist es bemerkenswert, wie sie kämpferisch und läuferisch auftreten. Das verdient großen Respekt."

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