Weltkriegsbombe: 6.000 Hamelner müssen Wohnungen verlassen
Weltkriegsbombe: 6.000 Hamelner müssen Wohnungen verlassen
Aktualisiert am 16.04.2026, 13:38 Uhr Die Zünder der Bomber könnten die Entschärfungsexperten vor Herausforderungen stellen. (Symbolbild) © dpa / Moritz Frankenberg/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Es wird wohl die größte Evakuierung in Hameln seit dem Zweiten Weltkrieg. Und bereits vor ihrer Beseitigung sorgt die Fliegerbombe für Überraschungen.
Hameln - Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen rund 6.000 Menschen in Hameln in anderthalb Wochen ihre Wohnungen verlassen. In einem Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort soll am 26. April evakuiert werden, um die Bombe unschädlich zu machen, wie die Stadt mitteilte. Die Bombe wurde demnach bei Bauarbeiten unter dem Parkplatz einer Bausparkasse gefunden. Für Hameln wird es die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg, wie die Stadt mitteilte.
"Die Bombe ist um einiges größer als erwartet", sagte Sprengmeister Thorsten Lüdeke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen. Statt einer vermuteten Zehn-Zentner- handele es sich wohl um eine Zwanzig-Zentner-Bombe. Lüdeke schätzt, dass sich noch 450 Kilogramm Sprengstoff in der Bombe befinden.
Weil einer der beiden Zünder abgebrochen ist und der andere im felsigen Gestein steckt, rechnen die Fachleute mit einer komplizierten Bergung. Bis zur Entschärfung oder kontrollierten Sprengung werde der Fundort abgesperrt und überwacht.
Empfehlungen der Redaktion
- Flammen vernichten Unterkunft für Geflüchtete und Obdachlose
- Kleinflugzeug-Absturz in Hamm: So geht es den Piloten
- Das nächste WM-Problem für die USA
Notunterkünfte, gesperrte Straßen und Bahnstrecken
Für betroffene Bürgerinnen und Bürger werden am Tag der Evakuierung Notunterkünfte in der Rattenfängerhalle und der Rüdiger-Butte-Schule eingerichtet. Die Bundesstraßen 1 und 217 sowie die Bahnstrecken Hannover-Paderborn und Hildesheim-Löhne werden im Stadtgebiet gesperrt. Der Nahverkehr wird umgeleitet. Die Stadt will unter anderem über ihre Website und Kanäle in den sozialen Medien sowie über ein Bürgertelefon weiter über die Entwicklungen informieren. © Deutsche Presse-Agentur
Nachrichten aus anderen Regionen Emden Protest mit Autokonvoi gegen gestiegene Spritpreise geplant vor 2 Minuten Kalefeld Mann stirbt bei Unfall mit drei Autos auf Bundesstraße vor 54 Minuten Feedback an die Redaktion