"Weitere Folgen des 'Tatorts' aus Köln sind angekündigt – leider"
Das sagen unsere Leser: "Weitere Folgen des 'Tatorts' aus Köln sind angekündigt – leider"
Aktualisiert am 15.04.2026, 08:22 Uhr Ballauf (Klaus J. Behrendt, r.) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln diesmal bei einer TV-Produktion, bei der vieles nicht so ist, wie es scheint. © WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valen/ Lesedauer:6 Min.Comedian Max Giermann zeigt in seiner Episodenrolle beim Kölner "Tatort: Showtime" sein schauspielerisches Talent. Wie hat unseren Leserinnen und Lesern der neue Fall von Ballauf und Schenk gefallen?
Leserstimmen zusammengestellt von Jakob Rondthaler Patricia Kämpf Dieser Artikel basiert auf Zuschriften unserer Leserinnen und Leser und gibt ihre Meinungen, Einschätzungen und Fragen wieder, die sie unserer Redaktion geschickt haben. Informieren Sie sich über die verschiedenen journalistischen Textarten."Showtime" hieß der neueste "Tatort" aus Köln. "The Show must go on" wäre hier auch ein passender Titel gewesen: Bei einer Kinderfernsehsendung passiert ein Mord - und alle Kolleginnen und Kollegen gehen beinahe sofort wieder zur Tagesordnung über und drehen weiter neue Folgen. Bis noch ein Mord passiert ...
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Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) müssen diesmal hinter den Kulissen einer TV-Produktion ermitteln. Comedian Max Giermann erinnert dabei in seiner Rolle als Frank Anders an seine berühmte Klaus-Kinski-Parodie - und das ist durchaus so gewollt. Unsere Leserinnen und Leser sind sich uneins, wie ihnen "Showtime" aus Köln gefallen hat.
- "Die Handlung unterdurchschnittlich, um nicht zu sagen: an den Haaren herbeigezogen. Was machen denn die Herren Kommissare eigentlich die ganze Zeit – außer Vermutungen zu äußern und von der mühsamen Zuarbeit anderer Mitarbeiter zu profitieren? Im Vergleich zu den Münchener Kommissaren – und deren würdigem und niveauvollem Abgang – eine sehr schwache Folge. Hätte man sich schenken können. Weitere Folgen des 'Tatorts' aus Köln sind angekündigt – leider. Bei dem Kölner 'Tatort' wartet man darauf, dass die Herren Kommissare irgendwann mit den Rollatoren übers Bild flattern." (Jola, 66 Jahre, Monheim)
- "Max Giermann ist hervorragend als Comedian. Im heutigen 'Tatort' wirkte seine Rolle aufgesetzt. Zu sehr auf ihn zugeschnitten." (Susanne, 45 Jahre, Berlin)
- "Schade. Der Kölner 'Tatort' war einer der wenigen, die ich mir noch regelmäßig angesehen habe. Schenk und Ballauf gehören zu meinen Lieblingsermittlern. Bereits nach fünf Minuten war der Spaß für mich vorbei, nämlich als die ersten Splitscreens auf dem Bildschirm erschienen, eine technische Spielerei, die ich schon immer für störend und überflüssig gehalten habe. Wie so oft in letzter Zeit, habe ich ausgeschaltet." (Petra, 68 Jahre, Bochum)
"Das Experiment ist krachend gescheitert"
- "Wieder mal so ein krampfhaft konstruierter 'Tatort', leider mit wenig Sinn und Substanz. Ein kleines Rätselratespiel für die Zuseher, mit ein paar falschen Fährten und einem unerwarteten Ende, dazwischen zeigt Herr Giermann, dass er leider tatsächlich nichts anderes kann, als sich selbst zu spielen. Kann man sich ansehen, man verpasst aber auch nichts, wenn nicht." (Horst, 62 Jahre, Klagenfurt a. W.)
- "Mir hat der 'Tatort: Showtime' gar nicht gefallen. Max Giermann ist da eine Fehlbesetzung. Wirkt total gestellt, da man ihn immer als Comedian vor Augen hat. Die Kulissen zur Kindersendung wirkten billig, wie aus den 60er-/70er-Jahren, furchtbar. Der erste Mord ging auch irgendwie unter, wer hat den und warum getötet? Das kleine Mädchen, das immer wieder eingeblendet wurde, konnte man bis fast zum Schluss nicht einordnen, hier hätte viel stärker der Fokus liegen müssen. Ein enttäuschender 'Tatort', schrecklich gemacht, wird den Kölner Kommissaren absolut nicht gerecht. Schade um die Sendezeit und um die meinige!" (Nelly, 58 Jahre, Bonn)
- "Das Experiment der Kombination von 'Tatort' und Comedy ist krachend gescheitert und bleibt hoffentlich ein einmaliges. Max Giermann war schlichtweg unerträglich und ich war sehr geneigt, diesen 'Tatort' schon nach kurzer Zeit auszuschalten. Leider passten sich Freddy Schenk und Max Ballauf auch an das schwache Niveau dieser Folge an – lediglich Tinka Fürst als Natalie Förster wusste zu überzeugen in diesem sehr schwachen 'Tatort'. 1 von 10 Punkten." (Sascha, 54 Jahre)
"Selten so einen schlechten 'Tatort' gesehen!"
- "Ich sehe das Kölner Duo sehr gerne, aber diese Folge hat mir nicht gefallen. Die Geschichte war einfach zu oberflächlich erzählt und den Figuren fehlte es an Tiefe, um glaubhaft zu wirken. Eine Ehefrau, die ein falsches Alibi gibt, obwohl ihr Mann sie im Ensemble mit einer Kollegin betrügt? Unglaublich. Ein Kollege, der den Chef verklagt, und der Chef arbeitet trotzdem mit ihm zusammen? Unglaublich. Eine Praktikantin, die alles Filmmaterial schneidet, ganz allein, von vier Kameraeinstellungen – wer hat diese Arbeit eigentlich die Jahre zuvor gemacht und wo ist diese Person jetzt? Dass die Praktikantin auch zufällig das kleine Mädchen war, habe ich schon früh erkannt und leider ist die Rolle sehr emotionslos verfilmt worden. Da hätte ich mir mehr Gefühle erwartet. Immerhin war ja der Held ihrer fürchterlichen Kindheit plötzlich im realen Leben präsent und sie hat mit ihm zusammengearbeitet – und dann ist er tot." (Caroline, Neumarkt)
- "Nur drei Worte: 'So ein Schrott!' Jeder weitere Kommentar wäre zu viel!" (Günter, 65 Jahre, Wissen)
- "Selten so einen schlechten 'Tatort' gesehen!" (Iris, 65 Jahre, Bad Münder)
"Giermann hat genau die Rolle bekommen, für die er gemacht ist"
- "Max Giermann von einer anderen Seite zu sehen, fand ich genial. Wünsche mir mehr davon. Besonders interessant auch die ungewöhnlichen Kameraeinstellungen. Sehr spannend." (Regina, 65 Jahre, Pfaffenhofen)
- "'Tatort' war recht gut! Überraschendes Ende und sehr guter Max Giermann. Tolle Story." (Herbert, 62 Jahre, Westerham)
- "War echt cool. Mal wieder was ganz anderes. Und Max Giermann hat genau die Rolle bekommen, für die er gemacht ist. Es war großartige Unterhaltung mit ihm als Bösewicht. Ich mag es auch, wenn der Schluss traurig ist und zum Nachdenken anregt. Weiter so." (Jacqueline, 58 Jahre, Heisdorf)
- "Ein sensibles Thema! Was Kinder fürs Leben prägt und dann doch irgendwann in einer bitteren Enttäuschung endet. Erwachsene, die sich nicht bewusst sind, was sie damit anrichten – und es geht immer wieder nur um egoistisches, nicht empathisches Verhalten vermeintlich reifer und voll entwickelter Menschen. Der 'Tatort' hat Spaß gemacht! Selbstironie und diverse Seitenhiebe an die Politik, die Showbranche und das Fernsehen durch die beiden Kommissare Ballauf und Schenk. Zu Max Giermann: Nach anfänglicher Skepsis für mich dann doch die beste Besetzung für diese Rolle in diesem 'Tatort'. Niemand hätte diesen unsensiblen Widerling mit den zwei Gesichtern besser darstellen können. Der Epilog, der in einem Kinski-Wutausbruch endet: Besser hätte man das nicht hinbekommen können. Geschichte, Darsteller, Schnitt, Unterhaltungswert und ein sensibles Thema, für mich 5 von 5 Punkten." (Michael, 62 Jahre, Kaarst)
"Da könnte man glatt wieder zum Fernsehgucker werden"
- "Eine Prise mehr Spannung hätte es sein dürfen, aber auch so wusste dieser Kölner 'Tatort' zu gefallen. Die Inszenierung war recht flott, die Charaktere angemessen ausgebaut, die kleinen Gags gelungen und die Freude am Spiel war den Akteuren anzumerken. Auch die Täter wollten erarbeitet werden und waren nicht vorhersehbar, der moralische Zeigefinger blieb unten und die Sozialkritik draußen. Der arme Jütte könnte gelegentlich mal ein Lob erhalten, das war zwar bei den Vorgänger:innen auch spärlich, kam aber vor. Max Giermann war mir allerdings noch zu sehr er selbst, um als Frank Anders zu überzeugen, da ist noch viel Luft nach oben. Daumen hoch für diesen 'Tatort', so kann es weitergehen, nur Klaus J. Behrendt sollte man die Pudelmütze ersparen." (Jens, 61 Jahre)
- "Das Einzige, was an diesem 'Tatort' unnötig war, war die Kinski-angehauchte Attitüde des von Max Giermann im Übrigen grandios verkörperten Charakters. Dass der 'Komiker' mehr draufhat als nur Klamauk, war schon lange klar. Man kann nur hoffen, dass der deutsche Medien- und Kinopool endlich versteht, was für ein Juwel in diesem Schauspieler steckt. Hella von Sinnen hat ihn einst als deutschen Jim Carrey gehypt – und das kann man durchaus so unterschreiben, hat Letzterer doch ebenso erst spät bewiesen, dass er auch ernste Rollen mit Bravour be- und versteht. Bitte mehr davon und am besten richtig deep. Zu Drehbuch, Regie und Schnitt dieses freshen 'Tatorts' muss man ebenfalls gratulieren. Da könnte man glatt wieder zum Fernsehgucker werden." (Andrew Anthony, Hamburg)
"Mutiger, fesselnder und vor allem unterhaltender Krimiabend"
- "Also, für mich war der 'Tatort' super, gerade mit der Methode des Spielens im Spiel … Und das war so gut gemacht, dass ich zu Anfang kurzzeitig das Gefühl hatte, beim falschen Sender gelandet zu sein: Ich habe allen Ernstes nach der Senderleiste geschaut! Besonders gut auch, dass versucht wurde, diesen Spiel-Gedanken weitgehend über den gesamten 'Tatort' durchzuhalten (Splitscreens, Kostüme, Spielweise et cetera). Großes Lob damit auch für den Mut des Senders zu diesem Format. Ich habe gefesselt bis zum Ende, bis zur Auflösung sozusagen, vor dem Bildschirm gesessen … Eine kritische Anmerkung dazu allerdings: Die Rolle des gebeutelten Kindes, des Opfers und der Täterin zugleich, war sehr stereotypisch besetzt worden, was der Schauspielerin kaum Möglichkeiten bot, ihr wahres Können zu zeigen. Mein Fazit: ein mutiger, fesselnder und vor allem unterhaltender Krimiabend … Super!" (Conrad Herbert, 74 Jahre, Schönberg)
- "Ein unglaublich guter 'Tatort' – nach meiner Meinung bisher der beste mit Ballauf und Schenk –, die ganze Verlogenheit und Überheblichkeit der Kinderserien-Produzenten wurde dargestellt: cholerische Zyniker, Selbstdarsteller, Spielsüchtige – die Wahrheit über die heile Welt vom Showbiz, Geld und Selbstsucht der Protagonisten, die der Meinung sind, dass sie im Gegensatz zu normal arbeitenden Menschen Außergewöhnliches leisten. Spannender Krimi über die Auswüchse von Abhängigkeiten – ausnahmslos grandios gespielt, vor allem vom Schauspieler Max Giermann." (Peter, 59 Jahre, Bernau)
