Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin
Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin
Aktualisiert am 24.04.2026, 10:55 Uhr Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte einen guten Draht zu Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos), die nun um Entlassung gebeten hat. (Archivbild) © dpa / Bernd von Jutrczenka/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Nach dem Rücktrittsgesuch von Kultursenatorin Wedl-Wilson meldet sich Berlins Regierender Bürgermeister zu Wort. Das sagt er zur weiteren Förderung von Projekten gegen Antisemitismus.
Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat das Rücktrittsgesuch von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson angenommen und der parteilosen Politikerin für ihre Arbeit gedankt. "Sarah Wedl-Wilson übernimmt politisch und persönlich Verantwortung – dafür gebührt ihr Respekt", erklärte Wegner, der nun fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus noch einmal seine schwarz-rote Regierung umbilden muss.
Wedl-Wilson sei es als Kulturstaatssekretärin und seit 2025 als Senatorin gelungen, auch in herausfordernden Zeiten die Qualität der Berliner Kunst und Kultur zu fördern und zu stärken, so Wegner. Und sie habe alles dafür getan, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken und gleichzeitig Antisemitismus zu bekämpfen.
Rücktritt wegen Fördermitteln
Am Morgen hatte Wedl-Wilson im Zusammenhang mit der laut Rechnungshof rechtswidrigen Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus um ihre Entlassung gebeten. Sie habe sich dazu entschlossen, um Schaden von dem so wichtigen Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Berlin abzuwenden, sagte sie.
Empfehlungen der Redaktion
- Ein Jahr nach Verschwinden: Polizei taucht wieder im Tiergarten
- Unternehmer erklärt neuen Rettungsplan – doch es gibt einen Haken
- Kubicki lehnt Brandmauer zur AfD ab – und nennt den Kanzler "Eierarsch"
"Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wird durch den von Sarah Wedl-Wilson gestarteten Prozess nun sicherstellen, dass es eine rechtssichere Förderkulisse bei Projekten gegen Antisemitismus geben wird", kündigte Wegner an. "Denn auch das ist sicher: Wir werden im Kampf gegen Antisemitismus in Berlin nicht nachlassen." © Deutsche Presse-Agentur
Nachrichten aus anderen Regionen Berlin Füchse-Trainer lobt Abwehrarbeit: "Ein Wahnsinnsfight" vor 52 Minuten Berlin Volleys brauchen Emotionen: "Nicht am Schachbrett gewinnen" vor 1 Stunde Feedback an die Redaktion