Warum der Chihuahua eigentlich kein Handtaschenhund ist
Warum der Chihuahua eigentlich kein Handtaschenhund ist
Aktualisiert am 13.05.2026, 18:50 Uhr Kleiner Hund mit großer Persönlichkeit: Der Chihuaha. © Getty Images/iStockphoto/Evgeniya Shihaleeva Lesedauer:3 Min.Der Chihuahua gilt als die kleinste Hunderasse der Welt, doch seine Persönlichkeit ist alles andere als winzig. Trotz seiner handlichen Größe, die ihn oft als modisches Accessoire in Handtaschen landen lässt, steckt in diesem Hund ein echtes Energiebündel.
Chihuahuas sind lebhafte, mutige Tiere, die die Welt lieber auf eigenen Pfoten erkunden, als sich herumtragen zu lassen. Bereits die Tolteken, eine mittelamerikanische Hochkultur, die zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte, sollen sehr kleine Hunde gezüchtet haben – angeblich als Opfer- oder Nutztiere.
Laut des Portals "Edogs" stammt der Chihuahua aus Mexiko, wo er seit dem 19. Jahrhundert gezielt vermehrt wurde. Damals verkauften Einheimische die winzigen Hunde gerne als "Souvenir" an ausländische Besucher. Auf diesem Weg gelangte die Rasse in die USA, wo der Chihuahua rasch an Beliebtheit gewann und 1905 offiziell als eigenständige Hunderasse anerkannt wurde. Heute unterscheidet man zwei Typen: den zierlichen, langbeinigen Derry und den kompakter gebauten Cobby. Beide Varianten gibt es jeweils als Lang- und Kurzhaarform.
Chihuahuas haben einzigartige Augen und große Ohren, die nicht zu übersehen sind. Der Vierbeiner wiegt normalerweise zwischen 1,5 und 3 Kilogramm bei einer Körpergröße von durchschnittlich 20 Zentimetern. Alle Hunde, die kleiner sind und weniger als 1,5 Kilogramm wiegen, fallen unter die Qualzucht. Die Vierbeiner erreichen im Durchschnitt ein Alter von rund 16 Jahren – größere Exemplare dieser Rasse leben dabei meist etwas länger als kleinere.
Tiere Das sind die kleinsten Hunderassen der Welt 08. März 2026Chihuahas gelten als intelligente Hunderasse
Der Chihuahua besitzt einige Charaktereigenschaften, die ihn zu einem beliebten Haustier machen. So gelten die Tiere als intelligent, lebhaft und verspielt, sollen zudem die Nähe zu Menschen suchen und gerne kuscheln. Wie "Fressnapf" berichtet, möchte der kleine Hund am liebsten immer im Mittelpunkt stehen – bekommt er zu wenig Aufmerksamkeit, reagiert er schnell empfindlich. Trotz seiner kleinen Größe zeigt der Chihuahua ein mutiges und selbstbewusstes Wesen. Eine frühzeitige und konsequente Erziehung ist daher unerlässlich, um ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten.
Charakterlich zeigen Chihuahuas durchaus Unterschiede: Langhaarige Tiere gelten oft als etwas sanfter und ausgeglichener, während Kurzhaar-Chihuahuas tendenziell temperamentvoller auftreten und gerne die Führung übernehmen. Dennoch lässt sich der Charakter nicht allein an der Felllänge festmachen. Jeder Chihuahua entwickelt eine eigene Persönlichkeit und wie sich diese entfaltet, hängt maßgeblich von der Erziehung und dem Umgang durch den Halter ab.
Disziplin bei der Erziehung
Aufgrund ihres Temperaments benötigen Chihuahuas eine sorgfältige und konsequente Erziehung. Diese sollte bereits im Welpenalter beginnen und mit Geduld fortgeführt werden. Als Anfängerhund eignet sich die Rasse nur bedingt, denn ihre Intelligenz macht sie nicht nur lernfähig, sondern auch ein wenig trickreich. Chihuahuas neigen zudem zum Bellen – ein Mittel, das sie gerne nutzen, um ihren Willen durchzusetzen. Da sie mitunter ungeduldig reagieren, sollten Kinder im Haushalt dem kleinen Vierbeiner regelmäßig Ruhepausen ermöglichen. Wird der Chihuahua früh an andere Tiere gewöhnt, versteht er sich in der Regel gut mit ihnen.
Hund mit Kultstatus Dackel: Kleiner Hund mit großem Ego 09. März 2026Statt eines Halsbandes empfiehlt sich beim Chihuahua ein Brustgeschirr, um Verletzungen vorzubeugen. Sein Temperament macht den kleinen Vierbeiner zu einem idealen Begleiter, vorausgesetzt, er bekommt genügend Bewegung. Dabei spielt die Größe der Wohnung kaum eine Rolle. Entscheidend ist vielmehr, dass der Chihuahua regelmäßig draußen unterwegs ist und viele Spaziergänge genießen kann. Und: Chihuahuas sollten nicht zu oft mit Leckerlis belohnt werden.
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Das sind typische Krankheitenvon Chihuahas
Chihuahuas gelten grundsätzlich als gesunde Hunde, aber ihre Gesundheit hängt stark von Haltung und Lebensumständen ab. Gelegentlich treten typische Kleinhunde-Erkrankungen wie eine herausrutschende Kniescheibe oder Grauer Star auf. Bestimmte Züchtungen zeigen zudem eine erhöhte Anfälligkeit für Herzprobleme oder Diabetes. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind also empfehlenswert, damit der Chihuahua ein langes und erfülltes Leben genießen kann. (des)
Verwendete Quellen
- fressnapf.de: Chihuahua – kleiner Hund mit großem Ego
- edogs.de: Chihuahua: Winzig, aber mit großem Charakter – passt er zu Ihnen?
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