Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Wal-Flüsterer soll Kommunikation mit Tier gelungen sein

Live-Blog Rettungsaktion für Wal

Wal-Flüsterer soll Kommunikation mit Tier gelungen sein

Aktualisiert am 19.04.2026, 12:28 Uhr Lesedauer:5 Min. Ein Live-Blog von Malina Köhn
  • 12:06 Uhr: Taucher nun in der Nähe des Wals
  • 11:05 Uhr: Wal-Flüsterer soll Kommunikation mit Tier gelungen sein
  • 10:48 Uhr: Rettungsmaßnahmen verzögern sich
  • 10:29 Uhr: Helfer haben Wal dick eingecremt
  • 09:10 Uhr: Tierärztin vor Ort beschreibt das Wal-Dilemma
  • 07:18 Uhr: Tag Vier der Walrettung: Was heute geschehen soll

Live-Blog zur Walrettung hier aktualisieren

➤ Wal-Flüsterer soll Kommunikation mit Tier gelungen sein

  • 11:05 Uhr

Der Media-Markt-Gründer und Initiator der privaten Rettungsaktion Walter Gunz (79) sagte am Sonntagmorgen gegenüber der "Bild", dass es heute endlich losgehen würde. "Nach noch notwendigen Untersuchungen beginnt die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen. Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen." Weiter sagte er, dass der Wal-Flüsterer Sergio Bamberen, der Teil des Rettungsteams ist, schon "tollen Kontakt" zu dem Tier aufgebaut habe. "Der Wal antwortet ihm. Jetzt brauchen wir halt noch Glück für den gesamten Ablauf."

Reporter des "NDR" berichten vor Ort, dass der Wal weitgehend ruhig im Wasser liegen würde. Nur selten würde er buckeln und stoß lediglich eine Wasserfontäne aus, als ein Fahrgastschiff an ihm vorbeifuhr. (mak)

+++

Rettungsaktion für den Wal in der Ostsee

  • Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs. Im Laufe des heutigen Tages soll versucht werden, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Das Tier solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
  • Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte MediaMarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet." Hinter dem Konzept steht neben Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist.
© dpa/dpa-infografik GmbH

+++

Weitere News zur Wal-Rettung vom 19. April:

Taucher nun in der Nähe des Wals

  • 12:06 Uhr

Die Taucher sind jetzt im Wasser. Sie befinden sich an der Stelle, an der gestern das Transportnetz für den Wal im Wasser ausgebreitet wurde. Wie NDR-Reporter beobachten konnten, haben sie vor dem Wal Plane und Netz ausgerichtet. Wie die "Bild" berichtet, werde das aufgeblasene "Reisebett" im nächsten Schritt in Sichtweite des Wals gebracht, damit er sich daran gewöhnen kann. Wenn alles nach Plan läuft, soll er darauf Hunderte Kilometer weit bis mindestens in die Nordsee gezogen werden.

In der Nähe des Buckelwals und der schwimmenden Rettungsinsel sind mehrere Boote der Deutschen Lebensrettergesellschaft (DLRG) im Einsatz, rund 20 Einsatzkräfte sollen die Helfer bei der Rettung des Wals unterstützen. Oliver Bartel von der DLRG sagt im Gespräch mit dem NDR, dass die Zusammenarbeit mit dem Bergungsteam gut laufe. Die Einsatzkräfte würden so lange auf Poel bleiben, wie die Aktion dauere. (mak)

+++

Rettungsmaßnahmen verzögern sich

  • 10:48 Uhr

Wie in Livestreams diverser Medien zu erkennen ist, ist der Bagger auf der schwimmenden Rettungsinsel, der den Tauchern und Helfern auch als Zentrale dient, in Betrieb. Die Schaufel des Baggers schippt Schlamm aus der Fahrrinne, die bereits bis ins tiefere Gewässer freigelegt wurde.

Nach Informationen der "Bild" planten die Helfer ab 9 Uhr die Pontons-Konstruktion für die Rettung des Wals zusammenzusetzen oder das Netz in Position zu bringen. Die Pontons liegen im Hafen von Kirchdorf auf Poel bereit, doch das Netz wurde bislang noch nicht an die Konstruktion montiert. Das liegt wohl daran, dass der Grund unter dem Schlick härter ist als angenommen. Das Netz soll daher erst später zum Einsatz kommen. (mak)

+++

Helfer haben Wal dick eingecremt

  • 10:29 Uhr

Reporter des NDR vor Ort berichten, dass sie zuerst dachten, bei der weißen Schicht auf dem Wal würde es sich um Tücher handeln. Da die Helfer das Tier gestern schon mit weißen Tüchern bedeckt haben, um die Haut des Wals unter anderem vor der Sonne zu schützen, ist das ein naheliegender Gedanke.

Doch tatsächlich handelt es sich bei der weißen Schicht um Zinksalbe, die in einer dicken Schicht auf die Haut des Wals aufgetragen wurde. Auch gestern wurde die Salbe bereits auf die stark angegriffene Haut des Meeressäugers aufgetragen, wie die Tierärztin, die dem privaten Team angehört, bestätigte. Allerdings befand sich die Salbe am Samstag unter den Tüchern, wodurch die Dicke der Schicht nicht einsehbar war. Experten gehen davon aus, dass die Ursache für den schlechten Zustand der Walhaut auch am niedrigen Salzgehalt des Ostseewassers liegt. (mak)

Der gestrandeten Wal vor der Ostseeinsel Poel wurde mit Salbe eingecremt. © picture alliance/dpa/Bernd Wüstneck

+++

Tierärztin vor Ort beschreibt das Wal-Dilemma

  • 09:10 Uhr

Die an dem Rettungsversuch beteiligte Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), wie schwierig die Situation sei. Die Veterinärin, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, sagt: "Wir machen das Beste für den Wal." Zu sehen, wie der Wal versuche, sich aus seiner Lage "rauszukämpfen", sei für sie kein Tierschutz. "Und ihn in Ruhe sterben lassen ist es auch nicht, weil es keine Ruhe ist", beschreibt sie das Wal-Dilemma.

Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies sie zurück: "Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen." Sie betonte erneut, dass der Wal eine "reelle Chance" habe. Diesbezüglich würden ihr Expertinnen und Experten, die aktuell vor Ort waren, zustimmen. (dpa/bearbeitet von mak)

+++

Kolumne Walstrandungen Was hinter dem großen "ungelösten Rätsel der Meeresbiologie" steckt vor 2 Tagen von Lisbeth Schröder (RiffReporter)

Tag Vier der Walrettung: Was heute geschehen soll

  • 07:18 Uhr

Die private Rettungsinitiative für den vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal soll am Sonntag fortgesetzt werden. Am Samstag waren Helfer den gesamten Tag wieder in der Nähe des Wals und eine schwimmende Arbeitsplattform war näher an den Meeressäuger gebracht worden.

Ein Transport ins offene Meer war nach Angaben der an dem Rettungsversuch beteiligten Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert jedoch auch am dritten Tag der Aktion nicht möglich.

Empfehlungen der Redaktion

  • Schafft es der Wal zurück ins Meer?
  • Wird der Wal heute aus seiner misslichen Lage befreit?
  • Rettungsversuch zieht sich - Sprecherin weist Behördenkritik zurück

Seit Donnerstag laufen die Arbeiten der privaten Initiative, die das Tier lebend zurück in die Nordsee bringen möchte. Ursprünglich war für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs des Rettungsplans für Freitag der Start des Transports geplant gewesen. Am Samstag hatten die Helfer nach eigenen Angaben unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. "Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist", sagte Bahr-van Gemmert. Das sei jedoch nicht gelungen.

Geplant ist nach früheren Angaben der privaten Rettungsinitiative, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. (dpa/bearbeitet von mak)

+++

Hier lesen Sie, was zwischen Donnerstag und Samstag bei der Walrettung geschah:

  • Tag 1 der Walrettung
  • Tag 2 der Walrettung
  • Tag 3 der Walrettung

+++

Mit Material von dpa und afp

Teaserbild: © picture alliance/dpa/Bernd Wüstneck Feedback an die Redaktion