Verzögert sich die Rettung erneut?
Finanzier Walter Gunz: Liegen bei Wal einen Tag im Plan zurück
Aktualisiert am 17.04.2026, 12:10 Uhr Lesedauer:4 Min. Ein Live-Blog von Tanja Ransom- 12:09 Uhr: Tierärztin sieht "reelle Chance" für Wal
- 11:33 Uhr: ➤ Finanzier Walter Gunz: Liegen bei Wal einen Tag im Plan zurück
- 10:24 Uhr: Wal bewegt sich - heftige Schläge mit Schwanzflosse
- 10:21 Uhr: Umweltminister Backhaus: Rettungsversuch geht in die heiße Phase
- 08:58 Uhr: Helfer beim Wal
- 06:40 Uhr: Tag 2 der Walrettung: Was heute geschehen soll
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➤ Finanzier Walter Gunz: Liegen bei Wal einen Tag im Plan zurück
- 11:33 Uhr
Der private Rettungsversuch für den gestrandeten Wal vor der Ostsee-Insel Poel nahe Wismar verzögert sich. "Wir sind einen Tag hinten dran", sagt der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion.
Man habe am Donnerstag, dem ersten Tag des Rettungsversuchs, einen Teil des Programms nicht durchführen können, sagte Gunz.
An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.Umweltminister Till Backhaus hatte bei der Bekanntgabe der privaten Aktion am Mittwoch gesagt, die Initiative plane das Freispülen des Wals am Donnerstag. Am Freitag könne das Tier dann auf seine Reise in den Atlantik gehen. Dieser Plan ist offensichtlich nicht mehr zu halten.
Das Tier soll auf einer Plane zwischen zwei Pontons transportiert werden. Die Plane muss zuvor unter das Tier gebracht werden. Dazu soll das Tier mit Luftkissen angehoben werden, wofür wiederum zuvor Schlick weggespült werden muss. Die Pontons sollen von einem Schlepper an langer Leine gezogen werden. Ob das überhaupt so klappen kann, ist offen. (dpa)
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Rettungsaktion für den Wal in der Ostsee
- Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs. Im Laufe des heutigen Tages soll versucht werden, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Das Tier solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
- Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte MediaMarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet." Hinter dem Konzept steht neben Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist.
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Weitere News zur Wal-Rettung vom 17. April:
Tierärztin sieht "reelle Chance" für Wal
- 12:09 Uhr
Eine Tierärztin hat sich dazu geäußert, wie es dem in Wismar gestrandeten Wal aktuell geht. Janine Bahr van Gemmert selbst war mehrfach vor Ort und sagt: "Der Wal hat eine reelle Chance, dort wegzukommen". Sie betont in einem Pressestatement auf 5NewsLive, dass das Wohl des Tieres im Vordergrund stehe: Man habe "mit bestem Gewissen und Wissen für das Tier" gehandelt. (tar)
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Wal bewegt sich - heftige Schläge mit Schwanzflosse
- 10:24 Uhr
Der gestrandete Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel hat mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug heftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad. Die Helfer zogen sich daraufhin vom Tier zurück. Nach wenigen Minuten beruhigte sich das Tier wieder und lag erneut still im Wasser.
Umweltminister Backhaus: Rettungsversuch geht in die heiße Phase
- 10:21 Uhr
Die Vorbereitungen für den neuen Versuch zur Rettung des vor der Insel Poel liegenden Buckelwals laufen weiter auf Hochtouren. "Der Bergungsversuch geht jetzt in die heiße Phase über", sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am Hafen von Kirchdorf, wo die Einsatzkräfte der privaten Rettungsinitiative am Morgen ein kleines Boot neben einem Arbeitsponton zu Wasser ließen. Der Wal bekomme jetzt eine weitere Chance, aber er müsse dabei auch mitmachen.
Backhaus betonte, er sei überzeugt, dass das vorliegende Rettungskonzept, für das sein Ministerium die Duldung ausgesprochen habe, gut sei. Es sehe minimalinvasive Maßnahmen vor. Das Ministerium begleite den Versuch rund um die Uhr und stehe mit dem Organisationsteam in engem Austausch. "Wir sind sehr kooperativ untereinander hier vor Ort." (dpa)
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Helfer beim Wal
- 08:58 Uhr
Bei der privaten Rettungsaktion für den vor der Insel Poel liegenden Buckelwal hat Tag 2 begonnen. Sechs Helfer fuhren kurz nach 8:00 Uhr auf Booten im Morgennebel zu dem Tier und überprüften seinen Zustand, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Sie erneuerten ein nasses Tuch auf dem Rücken des Wals.
Im Laufe des Tages soll versucht werden, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Weil der Buckelwal aber seit mehr als zwei Wochen auf dem Grund festliegt, muss zunächst Meeresboden unter ihm weggespült werden. (dpa)
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Tag 2 der Walrettung: Was heute geschehen soll
- 06:40 Uhr
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel läuft weiter. Der Ausgang der aufwendigen Aktion ist ungewiss. Ein Konvoi aus mehreren Lastwagen hatte am Donnerstag Material in den kleinen Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel gebracht. Darunter befinden sich zwei Pontons, die eine wichtige Rolle bei dem Vorhaben spielen sollen. Details der Aktion sind nicht bekannt. Klar ist aber, dass die Helfer versuchen wollen, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Weil der Buckelwal aber seit mehr als zwei Wochen auf dem Grund festliegt, muss zunächst Meeresboden unter ihm weggespült werden.
Interview Gestrandeter Buckelwal Greenpeace: "Tragödie, die sich nicht hätte abspielen müssen" vor 7 Tagen von Thomas Krumenacker (RiffReporter)Der Wal soll dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Wenn alles gut geht, kann ein Schlepper damit beginnen, den Wal in die tiefere Ostsee und dann durch Kattegat und Skagerrak in die Nordsee und dann in den Atlantik zu ziehen. Dort könnte das Tier im besten Fall in die Freiheit entlassen werden.
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Alle Experten gehen davon aus, dass der Wal stark geschwächt und schwer krank ist. Ein Walexperte und zwei Tiermedizinerinnen nahmen am Donnerstag vorsichtig Kontakt zu ihm auf und stellten fest, dass er auf Ansprache reagiert, wie die Sprecherin der Rettungsaktion sagte. Sein Blasrohr sei intakt, an ihm seien keine Entzündungszeichen zu erkennen. Aufregung zeige der Meeressäuger nicht.
Alle Experten gehen davon aus, dass der Wal stark geschwächt und schwer krank ist. Ein Walexperte und zwei Tiermedizinerinnen nahmen am Donnerstag vorsichtig Kontakt zu ihm auf und stellten fest, dass er auf Ansprache reagiert, wie die Sprecherin der Rettungsaktion sagte. (dpa)
Hier lesen Sie, was am Donnerstag bei der Walrettung geschah:
- Tag 1 der Walrettung
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Mit Material von dpa
Teaserbild: © dpa/Jens Büttner/dpa Feedback an die Redaktion