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Venezuelas Ex-Staatschef muss Zelle angeblich mit 18 Häftlingen teilen

Anklage "Drogenterrorismus"

Venezuelas Ex-Staatschef muss Zelle angeblich mit 18 Häftlingen teilen

Aktualisiert am 14.05.2026, 09:44 Uhr Umgeben von schwer bewaffneten Sicherheitskräften treffen der gefangen genommene venezolanische Präsident Nicolas Maduro (2.v.r) und seine Frau Cilia Flores (2.v.l) am Wall Street Heliport im New Yorker Stadtbezirk Manhattan ein. © dpa/Kyle Mazza-Cnp/Zuma Press Lesedauer:1 Min.

Nicolás Maduro wurde von US-Truppen festgenommen und wegen "Drogenterrorismus" angeklagt. Sein Sohn spricht von einem "politischen Prozess" und verrät, wie die Familie den Sturm auf Caracas erlebte.

Der in den USA inhaftierte frühere Machthaber Venezuelas, Nicolás Maduro, muss sich nach Aussagen seines Sohnes eine Gefängniszelle mit 18 weiteren Häftlingen teilen. In der Gemeinschaftszelle in einem New Yorker Gefängnis sei auch der US-Rapper Tekashi 6ix9ine nach Bewährungsverstößen kurzzeitig untergebracht gewesen, sagte Nicolás Maduro Guerra, der einzige Sohn Maduros, in einem "Spiegel"-Interview.

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Der venezolanische Staatschef und seine Ehefrau waren Anfang Januar von US-Truppen in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen worden. Dort sind sie unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt. Maduro bestreitet, sein Amt dazu genutzt zu haben, den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. "Meine Familie hat mit Drogen oder Terroristen nichts zu tun. Das alles ist ein politischer Prozess", sagte auch sein 35-jähriger Sohn, der als "Nicolasito" bekannt ist.

"Nicht damit gerechnet, dass sie Caracas angreifen"

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Trotz der zunehmenden Spannungen mit der Regierung von Präsident Donald Trump, die es vor dem US-Angriff am 3. Januar gegeben hatte, sei der Militäreinsatz für die Maduro-Familie und für die venezolanische Regierung unerwartet gewesen. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie Caracas angreifen würden", sagte der Sohn des entmachteten Präsidenten. Zugleich habe Venezuela seine eigenen Stärken überschätzt und nicht genug getan, um seinen Vater zu beschützen.

Maduros Sohn wies Trumps Darstellung zurück, wonach die USA nach der Gefangennahme Maduros faktisch die Regierungsgeschäfte in Venezuela übernommen hätten. "Alles, was zurzeit passiert, ist unsere eigene Initiative: das Amnestiegesetz, die Öffnung des Ölsektors", sagte Maduro Guerra.

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Venezuela habe weiterhin ein sozialistisches Staatsmodell, müsse aber nun Zugeständnisse machen. Derzeit führt die ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Regierungsgeschäfte in Caracas. (dpa/bearbeitet von nap)

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