Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben

Live-Blog Iran-Krieg

USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben

Aktualisiert am 14.04.2026, 09:41 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:4 Min. Ein Live-Blog von Merja Bogner
  • 09:25 Uhr: ➤ USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben
  • 06:26 Uhr: Vance: Haben in Iran-Gesprächen große Fortschritte gemacht
  • 05:03 Uhr: Börsen in Ostasien starten optimistisch in den Handelstag
  • 04:21 Uhr: Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren

➤ USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben

  • 09:25 Uhr
In Isfahan liegt das größte atomare Forschungszentrum des Iran. © AFP/-

Medienberichten zufolge haben die USA bei den Verhandlungen vom Iran gefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Das berichten das Nachrichtenportal Axios und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Quellen. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen: US-Präsident Donald Trump hatte erst jüngst betont, es werde gar keine Urananreicherung seitens des Iran mehr geben.

Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. "Axios" sprach von einem Zeitraum im einstelligen Bereich, das "Wall Street Journal" von wenigen Jahren.

Der Iran hatte zuvor eine Einschränkung seines Atomprogramms abgelehnt und auf seinem Recht beharrt, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Der Westen wirft dem Iran vor, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran weist ein derartiges Vorhaben zurück. (dpa/afp/bearbeitet von mbo) +++

Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

+++

Interview Politologe ordnet ein  "Am Ende war dieser Krieg für die USA umsonst"  vor 3 Tagen von Anne-Kathrin Hamilton

Weitere News zum Iran-Krieg vom 14. April

Vance: Haben in Iran-Gesprächen große Fortschritte gemacht

  • 06:26 Uhr

Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander.

US-Präsident Donald Trump verschärft derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran und verwehrt Schiffen in der Straße von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.

Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - dem Atomprogramm.

Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ er auf Nachfrage offen. (dpa)

Trotz Differenzen lief laut Vance bei den Verhandlungen vieles in die richtige Richtung. © Jacquelyn Martin/AP Pool/AP/dpa

Börsen in Ostasien starten optimistisch in den Handelstag

  • 05:03 Uhr

Die Börsen in Ostasien sind nach Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der US-iranischen Friedensgespräche mit deutlichen Kursanstiegen in den Handelstag gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg bis zum Vormittag (Ortszeit) um 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag zum selben Zeitpunkt knapp 3,3 Prozent im Plus.

Der Hongkonger Hang Seng Index stieg unmittelbar nach Handelsstart um 1,1 Prozent. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 0,5 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag knapp 0,7 Prozent.

Damit scheinen die Märkte auf einen baldigen Deal zwischen Washington und Teheran zu setzen. Nach bisher unbestätigten US-Medienberichten soll Präsident Donald Trump zu einer Fortsetzung der vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereit sein. (dpa)

+++

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

  • 04:21 Uhr

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. (dpa)

+++

Empfehlungen der Redaktion

  • Iran bezeichnet US-Taktik als "Akt der Piraterie"
  • US-Seeblockade der Straße von Hormus – was haben die USA vor?
  • Israel und Libanon verhandeln

Mit Material von AFP und dpa

  • Die Entwicklungen vom 13. April in der Nachlese
  • Die Entwicklungen vom 12. April in der Nachlese
  • Die Entwicklungen vom 11. April in der Nachlese
  • Die Entwicklungen vom 10. April in der Nachlese
  • Die Entwicklungen vom 9. April in der Nachlese
Teaserbild: © AFP/- Feedback an die Redaktion