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Urteil erwartet im Prozess um Bandendiebstahl bei Ikea

Freiburg

Urteil erwartet im Prozess um Bandendiebstahl bei Ikea

Aktualisiert am 27.04.2026, 04:04 Uhr Die Taten in der Freiburger Ikea-Filiale sollen über vier Jahre stattgefunden haben. © dpa / Silas Stein/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Waren in einem sechsstelligen Betrag verschwinden über Jahre hinweg aus dem Ikea in Freiburg. Gegen die mutmaßliche Bande dahinter soll vor Gericht nun ein Urteil fallen.

Freiburg - Im Prozess um schweren Bandendiebstahl bei der Möbelhauskette Ikea in Freiburg startet heute (9.00 Uhr) der voraussichtlich letzte Verhandlungstag vor dem Amtsgericht Freiburg. Ursprünglich gab es sieben Angeklagte in dem Prozess – das Verfahren gegen die jüngste Angeklagte im Alter von 23 Jahren wurde einem Gerichtssprecher zufolge jedoch abgetrennt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den verbliebenen sechs Angeklagten zwischen 26 und 50 Jahren unter anderem schweren Bandendiebstahl vor. Sie sollen zwischen 2019 und 2023 Waren im Wert von rund 130.000 Euro aus der Ikea-Filiale in Freiburg gestohlen haben. Im Mittelpunkt des Falls steht eine damalige Kassiererin des Einrichtungshauses. Die 50-Jährige soll Bekannte, Freunde und Verwandte mit Waren an ihrer Kasse vorbeigelassen haben, ohne diese einzuscannen oder abzukassieren.

Bereits mehrere Geständnisse

Die entwendeten Waren sollen die Angeklagten größtenteils behalten oder online an gutgläubige Käufer weiterverkauft haben. In einigen Fällen soll die Kassiererin zudem Belege regulär zahlender Kunden einbehalten haben, damit Komplizen die darauf verzeichneten Artikel mitnehmen und anschließend gegen Erstattung zurückgeben konnten.

Der Großteil der Angeklagten hat im Rahmen einer sogenannten Verständigung bereits Geständnisse abgelegt. Eine Verständigung ist ein Verfahren, bei dem sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Strafrahmen einigen, wenn die Angeklagten ein Geständnis ablegen. Der zweite Fortsetzungstermin vor Gericht war infolgedessen aufgehoben worden.

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Ikea hatte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall geäußert. Für die meisten Angeklagten sind Bewährungsstrafen vorgesehen, wie der Gerichtssprecher sagte. Für die 50-Jährige als mutmaßliche Drahtzieherin sei die Strafe nicht mehr bewährungsfähig. Ihr drohen mehrere Jahre Haft.  © Deutsche Presse-Agentur

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