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Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal "unwahrscheinlich"

Live-Blog Iran-Krieg

Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal "unwahrscheinlich"

Aktualisiert am 20.04.2026, 19:08 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:8 Min. Ein Live-Blog von M. Bogner T. Sedlak N. Grassinger
  • 19:08 Uhr: ➤ Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal "unwahrscheinlich"
  • 17:20 Uhr: Bericht: Iran erwägt doch neue Verhandlungsrunde
  • 14:29 Uhr: Irans Außenministerium: Aktuell keine Verhandlungen geplant
  • 12:47 Uhr: China nach US-Vorgehen gegen iranischen Frachter besorgt
  • 10:12 Uhr: Mediziner nennt Zahl der Kriegstoten
  • 09:48 Uhr: Irans Präsident fordert Diplomatie trotz Misstrauens
  • 08:32 Uhr: Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab
  • 05:25 Uhr: Iranische Armee: Werden nach US-Angriff auf iranischen Frachter "zurückschlagen"

Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren

➤ Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal "unwahrscheinlich"

  • 19:08 Uhr

US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für "sehr unwahrscheinlich", sollte es vor deren Ablauf keine Vereinbarung mit Teheran geben. Die aktuell geltende Feuerpause laufe am Mittwochabend (Ortszeit Washington) aus, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Bloomberg nach einem Telefoninterview.

Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht (MESZ) am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Vielfach war das Ende der Waffenruhe für diese Woche daher mit der Nacht zu Mittwoch angegeben worden.

Es ist weiterhin offen, ob und wenn ja, wann es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran geben wird. Die US-Delegation soll laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle "bald" in die pakistanische Hauptstadt Islamabad aufbrechen. Der Iran hat einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell allerdings noch nicht zugestimmt.

Vor gut einer Woche fand in Islambad bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Delegationen aus Washington und Teheran statt - sie endete ohne Ergebnis.(dpa)

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Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

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Teheran hatte weitere Verhandlungen unter anderem wegen der fortgesetzten US-Seeblockade abgelehnt. (Archivbild) © Asghar Besharati/AP/dpa

Weitere News zum Iran-Krieg vom 20. April:

Bericht: Iran erwägt doch neue Verhandlungsrunde

  • 17:20 Uhr

Der Iran erwägt nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters nun doch eine erneute Teilnahme an Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan.

Die Regierung stehe einer Beteiligung "positiv" gegenüber, sagte ein hochrangiger iranischer Beamter gegenüber Reuters. Es sei jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Hintergrund seien die Bemühungen Islamabads, die US-Blockade von iranischen Häfen zu beenden, die bisher als Hindernis für eine Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch galt. Der iranische Vertreter sagte laut Reuters, Pakistan unternehme als Vermittler positive Anstrengungen, um die US-Blockade zu beenden und die Teilnahme des Iran sicherzustellen. (ng)

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Irans Außenministerium: Aktuell keine Verhandlungen geplant

  • 14:29 Uhr

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. "In dieser Hinsicht wurde keine Entscheidung getroffen", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte der Sprecher.

Rettungsaktion für US-Pilot Berater hielten Trump offenbar von Krisensitzung fern vor 22 Stunden

Baghai wies darauf hin, dass Pakistans Armeechef Asim Munir vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Teheran einen neuen US-Vorschlag überbracht habe. "Dieser wird derzeit geprüft", sagte der Sprecher.

Die USA meinten es "nicht ernst mit der Diplomatie", fügte Baghai hinzu. Er verwies auf angebliche Verstöße gegen die am Freitag vereinbarte Feuerpause. Konkret nannte er einen US-Angriff auf ein Frachtschiff, die Seeblockade iranischer Häfen und die Lage im Libanon. All dies seien "eindeutige Verstöße gegen die Waffenruhe". (dpa/AFP/bearbeitet von tas/ng)

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Pakistans Innenminister empfängt Diplomaten aus USA und Iran

  • 13:51 Uhr

Pakistans Innenminister hat bei zwei verschiedenen Treffen diplomatische Vertreter aus dem Iran und den USA empfangen. Dabei sei unter anderem über die Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde gesprochen worden, hieß es in einer Mitteilung.

"Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad", sagte Minister Mohsin Naqvi demnach bei einem Treffen mit der Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie A. Baker. Bei einem Gespräch mit dem iranischen Botschafter Resa Amiri Moghadam betonte der Minister die "Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung auf diplomatischem und verhandlungstechnischem Wege", wie es in der Mitteilung weiter hieß. (dpa/bearbeitet von ng)

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Deutscher Außenhandel mit dem Iran geht zurück

  • 13:37 Uhr

Der Außenhandel Deutschlands mit dem Iran ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die Exporte sanken vom Vorjahr um ein knappes Viertel auf 961,6 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Ausgeführt wurden vor allem Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Erzeugnisse.

Umgekehrt kamen aus dem Iran Importe im Wert von 234,5 Millionen Euro, eine leichte Steigerung um 1,7 Prozent zum Vorjahr.

Damit liegt der Iran auf der Liste der wichtigsten Handelspartner auf Rang 72. Vor dem Inkrafttreten umfassender US-Sanktionen im Jahr 2018 war es noch der 51. Platz gewesen. (dpa/bearbeitet von ng)

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China nach US-Vorgehen gegen iranischen Frachter besorgt

  • 12:47 Uhr
Ismail Baghai erklärte, dass ein US-Vorschlag aktuell geprüft wird. © Shadati/XinHua/dpa

China kritisiert das Vorgehen der USA in der Straße von Hormus. "Wir sind besorgt über das gewaltsame Eingreifen der USA gegenüber betreffenden Schiffen", sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. China hoffe, dass sich die jeweiligen Seiten verantwortungsvoll verhalten und an die Vereinbarung zur Waffenruhe halten würden, sagte er.

Das US-Militär hatte zuvor einen iranischen Frachter angegriffen. Das Vorgehen der US-Marine fiel in die Zeit vor der am Mittwoch endenden Waffenruhe. Trump hatte jüngst wieder Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna sah keine Perspektive für Verhandlungen.

China fordert, dass das "Fenster für Frieden" genutzt werden sollte. Zudem sollten Bedingungen für ein frühes Ende des Krieges geschaffen werden, sagte Sprecher Guo. (dpa)

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Mediziner nennt Zahl der Kriegstoten

  • 10:12 Uhr

Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners 3.375 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals "Jamaran".

Chinas Außenamtssprecher Guo Jiakun fordert, dass das "Fenster für Frieden" genutzt werden sollte. (Archivbild) © picture alliance/dpa/Johannes Neudecker

Der Rechtsmedizin zufolge waren unter den Toten 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Die meisten Opfer gab es demnach in der Hauptstadt Teheran, Isfahan im Zentrum des Landes sowie der Küstenprovinz Hormusgan.

Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3.000 Tote gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete jüngst, dass mindestens 7.650 Menschen ums Leben kamen, darunter 1.030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit nicht. (dpa/bearbeitet von tas)

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Irans Präsident fordert Diplomatie trotz Misstrauens

  • 09:48 Uhr

Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich trotz großen Misstrauens gegenüber den USA für Diplomatie ausgesprochen. Krieg sei für niemanden von Vorteil, sagte der Regierungschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bei einer Sitzung. "Während man gleichzeitig gegenüber Bedrohungen standhaft bleibt, muss man jeden rationalen und diplomatischen Weg nutzen, um Spannungen zu reduzieren", sagte Peseschkian. "Gleichzeitig ist Misstrauen gegenüber dem Feind und Wachsamkeit in den Interaktionen eine unvermeidliche Notwendigkeit."

Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen an. Seine Vertreter werden demnach am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen. Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein weiteres Treffen mit US-Vertretern unterdessen ab. Zur Begründung hieß es am Sonntagabend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen".

Im Iran ist der Präsident, anders als in vielen Ländern, nicht Staatsoberhaupt, sondern Regierungschef. Peseschkian gilt im Iran als verhältnismäßig moderater Politiker. Seine Macht gilt als äußerst begrenzt. (dpa)

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Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab

  • 08:32 Uhr

Wenige Tage vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat Teheran einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA vorerst eine Absage erteilt.

"Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen", berichtete der staatliche TV-Sender Irib am Sonntag unter Berufung auf iranische Quellen. Teheran sieht laut der Staatsagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen".

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, die US-Armee habe einen iranischen Frachter im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Teheran kündigte daraufhin Vergeltung an. Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf Washington Vertragsbruch vor. (afp/dpa/bearbeitet von mbo)

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Iranische Armee: Werden nach US-Angriff auf iranischen Frachter "zurückschlagen"

  • 05:25 Uhr

Nach dem Beschuss eines iranischen Frachtschiffs im Golf von Oman durch die US-Marine hat die iranische Armee Vergeltung angekündigt. "Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen", erklärte der Sprecher des iranischen Generalstabs am Montag im Onlinedienst Telegram. Er warf den USA vor, den bis Mittwoch laufenden Waffenstillstand verletzt zu haben.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social mitgeteilt, dass die US-Marine auf den Frachter "Touska", der unter iranischer Flagge fährt und mit US-Sanktionen belegt ist, geschossen und das Schiff unter ihre Kontrolle gebracht habe. Zuvor hatte er Teheran bereits vorgeworfen, den seit dem 8. April geltenden, zweiwöchigen Waffenstillstand verletzt zu haben, indem es am Samstag Angriffe in der Straße von Hormus gestartet habe, die sich seinen Angaben zufolge gegen ein französisches und ein britisches Schiff richteten.

Die Lage rund um die Straße von Hormus ist weiterhin äußerst angespannt. Der Iran hatte am Samstag seine Öffnung der Meerenge nach nur einem Tag wieder rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. (AFP)

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Spannungen in Straße von Hormus: Ölpreise steigen wieder deutlich

  • 05:01 Uhr

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar. (dpa)

Such- und Rettungsteams des Iranischen Roten Halbmonds nehmen am 19. April 2026 in einem Lager im Südwesten von Teheran (Iran) an einer Übung teil. © picture alliance / NurPhoto/Morteza Nikoubazl

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US-Delegation mit Vance zu Iran-Verhandlungen in Islamabad erwartet

  • 04:32 Uhr

Vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird eine US-Delegation mit Vizepräsident JD Vance an der Spitze ab Montag zu neuen Verhandlungen in Pakistan sein. US-Präsident Donald Trump will dem Iran nach eigenen Angaben einen "vernünftigen Deal" anbieten. Teheran plant iranischen Staatsmedien zufolge jedoch vorerst keine Teilnahme an neuen Verhandlungen.

Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien unlängst auf eine zweiwöchige Feuerpause, die am Mittwoch auslaufen würde. Während der Waffenruhe sollte unter Vermittlung Pakistans eine dauerhafte Friedenslösung ausgehandelt werden. Die erste Gesprächsrunde vor rund einer Woche ging allerdings ohne Ergebnis zu Ende. Die zweite Verhandlungsrunde in Islamabad wird durch die erneute iranische Sperrung der für den Welthandel immens wichtigen Straße von Hormus erschwert. Teheran begründete dies mit der US-Blockade iranischer Häfen. (AFP)

Nach US-Angriff auf iranischen Frachter: Ölpreise steigen deutlich

Aktualisiert am 20.04.2026, 05:49 Uhr Neue Spannungen im Nahen Osten treiben die Preise für Rohöl spürbar nach oben. Hintergrund ist eine Militäraktion der USA gegen ein iranisches Schiff in der Straße von Hormus. An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

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Teaserbild: © dpa/Alex Brandon/AP Feedback an die Redaktion