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Trump glaubt, der Krieg "ist fast vorbei"

Live-Blog Iran-Krieg

Trump glaubt, der Krieg "ist fast vorbei"

Aktualisiert am 15.04.2026, 08:16 Uhr © Buzzwoo Lesedauer:5 Min. Ein Live-Blog von Philipp Scheiner
  • 08:15 Uhr: Unsicherheit in der Wirtschaft auf höchstem Wert seit zwei Jahren
  • 07:29 Uhr: Sri Lanka fliegt nach US-Angriff gestrandete iranische Marinesoldaten aus
  • 05:40 Uhr: ➤ Trump glaubt, der Krieg "ist fast vorbei"
  • 05:06 Uhr: US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt
  • 03:19 Uhr: Vance: Waffenruhe im Iran-Krieg hält

Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren

➤ Trump glaubt, der Krieg "ist fast vorbei"

  • 05:40 Uhr

US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan "könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", sagte er der "New York Post" am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen. (dpa/bearbeitet von phs)

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Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

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Vance sieht Feuerpause mit dem Iran als stabil an

Aktualisiert am 15.04.2026, 06:06 Uhr Die Waffenruhe im Konflikt mit dem Iran hält laut US-Vizepräsident JD Vance derzeit. Gleichzeitig drängt die US-Regierung auf ein umfassendes Abkommen.

Weitere News zum Iran-Krieg vom 15. April:

Unsicherheit in der Wirtschaft auf höchstem Wert seit zwei Jahren

  • 08:15 Uhr

Der Iran-Krieg hat die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft laut dem Münchner Ifo-Institut spürbar erhöht. Im März fiel es 78,6 Prozent der Firmen schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, wie aus der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage hervorgeht. Im Februar waren es noch 75,4 Prozent. Damit erreichte der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024, wie das Ifo am Mittwoch mitteilte.

Besonders ausgeprägt ist die Unsicherheit laut Umfrage in der Industrie, dort liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen bei 87,7 Prozent. Seit Oktober 2021 liege dieser Wert durchgehend über 80 Prozent und spiegele auch die anhaltenden strukturellen Herausforderungen der Branche wider, erläuterte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Vor allem in energieintensiven Industrien sei die Unsicherheit hoch: In der Chemiebranche liege sie bei rund 95 Prozent, bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bei 93,9 Prozent.

Im Dienstleistungssektor hat die Unsicherheit laut Ifo deutlich zugenommen. Der Anteil stieg demnach von 66,6 Prozent auf 72,0 Prozent. Besonders stark waren Transport und Logistik betroffen. Hier berichteten 88,1 Prozent der Unternehmen über Planungsschwierigkeiten.

Im Handel blieb die Unsicherheit auf einem hohen Niveau (84,4 Prozent nach 84,1 Prozent). Im Baugewerbe lag sie bei 73,4 Prozent, nach 71,9 Prozent im Vormonat.

"Die Unternehmen sehen sich derzeit einer Vielzahl von Risiken gegenüber – von steigenden Energiepreisen bis hin zu möglichen Störungen in den Lieferketten", erklärte Wohlrabe. "Je länger die Unsicherheit anhält, desto mehr geraten Investitionen und Wachstum unter Druck." (afp)

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Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Aktualisiert am 14.04.2026, 11:21 Uhr Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Israel und der Libanon direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

Sri Lanka fliegt nach US-Angriff gestrandete iranische Marinesoldaten aus

  • 07:29 Uhr

Rund sechs Wochen nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiff durch einen US-Angriff hat Sri Lanka 238 seither in dem Land gestrandete iranische Marinesoldaten in deren Heimat zurückgebracht. 32 von der versenkten "IRIS Dena" gerettete iranische Seeleute sowie 206 Besatzungsmitglieder der "IRIS Buschehr" seien mit einem Charterflug in den Iran zurückgekehrt, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Aruna Jayasekara am Mittwoch.

Die "IRIS Dena" war Anfang März zu Beginn des Iran-Kriegs durch einen Torpedo-Treffer eines US-U-Boots vor Sri Lanka versenkt worden. 104 Besatzungsmitglieder wurden nach iranischen Angaben bei dem Angriff getötet. Nach dem Angriff hatte die "IRIS Buschehr" Zuflucht in einem srilankischen Hafen gesucht. Sie ankert weiterhin vor der Nordostküste des Landes. (afp)

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US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt

  • 05:06 Uhr

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. "Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit.

Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.

Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin. (dpa/bearbeitet von phs)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Vance: Waffenruhe im Iran-Krieg hält

  • 03:19 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. "Derzeit hält die Waffenruhe", sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärte er.

Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. "Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt", sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch "das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen" können.

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Unterdessen berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass Vance auch in einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran die US-Delegation anführen dürfte, sollte es vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zu einem weiteren Treffen kommen. Zudem könnten demnach auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner an den Gesprächen teilnehmen.

Interview Politologe ordnet ein  "Am Ende war dieser Krieg für die USA umsonst"  vor 4 Tagen von Anne-Kathrin Hamilton

Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus. Unbestätigten Berichten zufolge steht der Donnerstag als möglicher Termin für weitere Gespräche im Raum. (dpa/bearbeitet von phs)

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Mit Material von AFP und dpa

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Teaserbild: © picture alliance/Captital Pictures/CNP/ADM Feedback an die Redaktion