Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Trump geht auf Verbündete Meloni los

"Schockiert über sie"

Trump geht auf Verbündete Meloni los

Aktualisiert am 14.04.2026, 17:32 Uhr Giorgia Meloni wurde von US-Präsident Donald Trump verbal attackiert. (Archivbild) © picture alliance / ROPI/PCM Lesedauer:2 Min.

Der US-Präsident zeigt sich enttäuscht von seiner einstigen Verbündeten Giorgia Meloni, nachdem Italien die militärische Unterstützung im Iran-Krieg verweigert. Trumps Papst-Streit lässt die Emotionen zwischen Italien und den USA weiter hochkochen.

Angesichts ausbleibender Unterstützung Italiens im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fehlenden Mut vorgeworfen. "Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt", sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". Er sei "schockiert über sie" gewesen.

Meloni und Trump galten zuvor als enge Verbündete. © picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Suzanne Plunkett

Die seit Oktober 2022 regierende Rechtsaußenpolitikerin galt als eine der Verbündeten Trumps in Europa und versuchte in der Vergangenheit, zwischen dem Rechtspopulisten und Kritikern in der EU vermitteln. Italien wie auch andere europäische Nato-Partner weigern sich jedoch, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen.

Trump hatte die Nato-Partner dafür scharf kritisiert, die westliche Militärallianz als "Papiertiger" bezeichnet und gedroht, nach dem Ende des Krieges die Mitgliedschaft der USA in der Nato zu überdenken. Die Nato-Partner pochen darauf, dass der von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg keinen Bündnisfall darstelle, der ein Eintreten in den Konflikt erforderlich mache.

Meloni antwortete auf Trump-Kritik am Papst

Das Interview im "Corriere della Sera" wurde veröffentlicht, nachdem Meloni die Kritik Trumps an Papst Leo XIV. als "inakzeptabel" bezeichnet hatte. Der US-Präsident hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche als "sehr schwach" bezeichnet, nachdem dieser erklärt hatte, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die im Nahen Osten "heute Bomben abwerfen".

Vance mischt sich in Streit zwischen Vatikan und Trump ein

Aktualisiert am 14.04.2026, 09:28 Uhr Nach scharfer Kritik aus Rom und heftigen Reaktionen aus Washington meldet sich nun der US-Vizepräsident zu Wort – und sorgt mit seinen Aussagen für zusätzliche Brisanz.

Italien setzt Verteidigungsabkommen mit Israel aus

Unterdessen wurde bekannt, dass Italien sein Verteidigungsabkommen mit Israel ausgesetzt hat, das den Austausch von militärischer Ausrüstung sowie technologischer Erkenntnisse vorsieht. "Angesichts der aktuellen Lage hat die Regierung beschlossen, die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel auszusetzen", sagte Meloni am Rande einer Veranstaltung in Verona, wie die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und AGI berichteten.

Empfehlungen der Redaktion

  • Vance mischt sich in Streit zwischen Vatikan und Trump ein
  • Vance mischt sich in Streit zwischen Papst und Trump ein
  • Papst wehrt sich nach Trump-Attacke

Aus einer diplomatischen Quelle hieß es: "Es wäre politisch schwierig gewesen, es weiterlaufen zu lassen." Das Abkommen, das 2006 von Israel gebilligt wurde, wird alle fünf Jahre überprüft. Es sieht unter anderem eine Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie, bei Ausbildung und Schulung von Militärpersonal, Forschung und Entwicklung sowie Informationstechnologie vor.

Live-Blog Iran-Krieg IWF sagt Dämpfer für Weltwirtschaft voraus vor 41 Minuten von Philipp Scheiner, Merja Bogner und Amadeus Banerjee

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die gegenseitigen Angriffe gingen auch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran am Mittwoch vergangener Woche weiter. Israel verstärkte seine Angriffe sogar. (afp/bearbeitet von phs)

Feedback an die Redaktion