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Titanic-Weste sorgt für Auktions-Hammer

Erstmals versteigert

Über 600.000 Euro: Titanic-Weste sorgt für Auktions-Hammer

Aktualisiert am 19.04.2026, 11:29 Uhr Diese Rettungsweste (undatiertes Handout) der Titanic-Passagierin Laura Mabel Francatelli, die die Katastrophe 1912 überlebte, ist bei einer Auktion für umgerechnet mehr als 600.000 Euro versteigert worden. © Henry Aldridge & Son/dpa Lesedauer:2 Min.

Erstmals kommt in England die Rettungsweste einer Überlebenden des Titanic-Untergangs unter den Hammer. Wie sehr die Tragödie mehr als ein Jahrhundert später immer noch fasziniert, zeigt der Preis.

Die Rettungsweste einer Überlebenden des Titanic-Untergangs hat bei einer Versteigerung einen Preis von umgerechnet rund 609.000 Euro (530.000 Pfund) erzielt. Der Erlös lag damit weit über dem anvisierten Preis von bis zu 400.000 Euro. Zum Verkaufspreis kommen laut der Nachrichtenagentur PA noch Gebühren, sodass für den Käufer demnach sogar knapp 770.000 Euro (670.000 Pfund) fällig werden.

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Die besondere Geschichte hinter der Titanic-Weste

Laut dem auf Titanic-Andenken spezialisierten Auktionshaus Henry Aldridge & Son handelt es sich bei dem Sammler-Stück um die einzige Rettungsweste, die nach der Katastrophe 1912 je bei einer Auktion feilgeboten wurde.

Getragen hatte sie eine Passagierin der ersten Klasse, Laura Mabel Francatelli, auf dem Rettungsboot Nummer Eins. Francatelli und andere Überlebende, mit denen sie auf dem Boot ausgeharrt hatte, hatten die Weste nach ihrer Rettung am 15. April 1912 signiert. Sie war zuletzt im Titanic-Museum in Belfast ausgestellt.

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Überlebende war als Sekretärin auf dem Luxusliner unterwegs

Francatelli reiste laut dem Auktionshaus als Sekretärin der Modedesignerin Lady Lucy Duff Gordon auf dem wohl berühmtesten Schiff der Welt mit. Ihre Arbeitgeberin hatte die Überfahrt an Bord des brandneuen Luxusliners in Begleitung ihres Ehemanns im Rahmen einer Reise nach Chicago gebucht.

Gemeinsam mit Francatelli gelangte das Paar auf das Rettungsboot Nummer Eins, das den Angaben zufolge mit nur zwölf Personen an Bord zu Wasser gelassen wurde – obwohl es Platz für 40 Menschen bot. Trotzdem entschieden sich die Passagiere an Bord dagegen, zu der Stelle zurückzukehren, an der die Titanic gesunken war, um weitere Menschen aus dem eisigen Meer zu retten.

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Zahlreiche Titanic-Andenken versteigert

Auch andere Gegenstände von der Titanic kamen bei der Auktion am Samstag unter den Hammer, darunter etwa ein Sitzkissen aus einem Rettungsboot für umgerechnet rund 356.000 Euro ohne Gebühren. Versteigert wurden auch eine Brille, die der Erste-Klasse-Passagier Frederick Sutton an Bord des Schiffs getragen hatte, und Suttons goldene Uhr. Der Geschäftsmann war wie rund 1.500 andere Menschen beim Untergang der Titanic ums Leben gekommen.

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Ende 2025 hatte die goldene Taschenuhr des bei der Katastrophe ertrunkenen Paares Isidor und Ida Straus einen Rekordpreis von mehr als zwei Millionen Euro erzielt. Laut Auktionshaus war das der höchste Betrag, der jemals für ein Titanic-Andenken gezahlt wurde. Das Schicksal des Paares war durch James Camerons Titanic-Film von 1997 berühmt geworden. Darin ist das Paar Arm in Arm auf einem Bett liegend zu sehen, während das Schiff sinkt. (dpa/bearbeitet von ms)

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