Tierarzt beim Wal - Tier bewegt sich
Tierarzt beim Wal - Tier bewegt sich
Aktualisiert am 16.04.2026, 13:49 Uhr Lesedauer:4 Min. Ein Live-Blog von Sophie Bierent- 13:48 Uhr: ➤ Tierarzt beim Wal - Tier bewegt sich
- 13:17 Uhr: Umweltminister: Der Wal hat eine Chance
- 12:38 Uhr: Es geht los - Taucher nehmen Kontakt mit Wal auf
- 11:41 Uhr: Greenpeace: "Wir unterstützen die Rettungsaktion nicht"
- 09:52 Uhr: Umweltminister Backhaus: Wal ist ein schwer kranker Patient
- 08:29 Uhr: Wasserschutzpolizei nähert sich dem Wal
Hier Live-Blog zur Wal-Rettung aktualisieren
➤ Tierarzt beim Wal - Tier bewegt sich
- 13:48 Uhr
Wieder nähern sich Helfer dem Wal, wie im Livestream zu sehen ist.
Unter anderem spritzen sie Wasser auf das Tier - dieses Mal mit einem technischen Hilfsmittel. Bereits zuvor legten sie eine Art Tuch auf das Tier, das allerdings nur einen kleinen Teil von ihm bedeckt.
Laut.bild.de ist auch ein Tierarzt unter den Helfern. Der Buckelwal soll sich bewegt haben, als die Helfer ihn versorgt haben. (phs)
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Rettungsaktion für den Wal in der Ostsee
- Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs. Im Laufe des heutigen Tages soll versucht werden, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Das Tier solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
- Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet." Hinter dem Konzept steht neben Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist.
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Weitere News zur Walrettung vom 16. April:
Umweltminister: Der Wal hat eine Chance
- 13:17 Uhr
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Versuch einer privaten Initiative zur Rettung des gestrandeten Buckelwals verteidigt. Entscheidend sei, dass nun erstmals ein geeignetes ernstzunehmendes Konzept vorliege, das minimalinvasiv vorgehe. "Es darf dem Tier nicht geschadet werden." Der Wal dürfe nicht verletzt werden. "Solange das eingehalten wird, sehe ich keinen Grund, dass die Chance nicht genutzt wird", sagte Backhaus auf der Insel Poel (Kreis Nordwestmecklenburg).
Alle Beteiligten wüssten, dass der Wal sich in einem schwierigen Zustand befinde. "Aus meiner Sicht hat der Wal aber auch eine Chance." Er zeige nach wie vor Aktivitäten. Ab und zu bewege er die Flossen. Er hebe den Kopf aus dem Wasser und atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. "Und ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich."
Bei allem Wohlwollen finde er, dass auch die Wissenschaft sich mal irren könne, sagte er mit Blick auf kritische Stimmen zu dem Rettungsversuch, der von zwei Unternehmen initiiert wird. Die Verantwortung für den Gesamtprozess liege nun bei diesen Organisatoren. Es sei der 17. Tag, an dem der Wal dort liege, so Backhaus weiter. (dpa/bearbeitet von phs)
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Es geht los – Taucher nehmen Kontakt mit Wal auf
- 12:38 Uhr
Mitglieder des Rettungsteams nähern sich dem Wal. Insgesamt sind sechs Taucher mit Stand-up-Paddeln bei ihm. Unter anderem spritzten sie Wasser auf den Wal. Es ist zu sehen, dass das Tier auf die vorsichtige Annäherung des Teams reagiert.
Wie ein Sprecher im Live-Stream von News5 berichtet, werde nun wohl überprüft, wie es um die Gesundheit des Wals steht und dann abgewogen, wie in einem weiteren Schritt vorgegangen wird. (sbi)
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Greenpeace: "Wir unterstützen die Rettungsaktion nicht"
- 11:41 Uhr
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal: "Wir unterstützen die Rettungsaktion nicht, denn nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt", teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit.
Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung seien die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher.
Greenpeace habe sich in den vergangenen Tagen an den Rettungsversuchen beteiligt. "Jetzt konzentrieren wir unsere Arbeit darauf, den Schutz der Meere auch als Lebensraum der Wale voranzubringen."
Das Deutsche Meeresmuseum, das bislang eng in die Bewertung der Lage des Wals eingebunden war, hatte bereits am Mittwoch mitgeteilt, dass es "nicht in die Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel einbezogen wurde". Auch das gesamte Konzept liege dem Museum nicht vor. (dpa/bearbeitet von sbi)
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Start der Rettungsaktion verzögert sich
- 10:36 Uhr
Wie der NDR berichtet, verzögert sich der Start der geplanten Rettungsaktion für den Wal, der vor der Insel Poel liegt. Weshalb sich der Plan bereits um drei Stunden verzögere, sei nicht bekannt. Laut "Bild"-Zeitung beantwortet das Team um Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) Journalistenfragen nach den Gründen nicht.
Zuvor hieß es, gegen 8:00 Uhr sollten sich Taucher auf den Weg zum Wal machen, es gab auch bereits eine Lagebesprechung.
Der "Bild" sagte Backhaus, er habe lediglich zwei Stunden geschlafen und sei vorsichtig optimistisch. Der Wal atme relativ stabil.
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Vor Ort ist auch der Schriftsteller und Redner Sergio Bambarén, der sich für den Schutz der Meere engagiert. Er sagte dem NDR: "Wenn er gesund genug und ruhig ist, besteht eine Chance, das Tier aufs offene Meer zu bringen." (sbi)
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Umweltminister Backhaus: Wal ist ein schwer kranker Patient
- 09:52 Uhr
Der bei Wismar gestrandete Buckelwal hat eine weitere Nacht überlebt. Er atme relativ regelmäßig alle zwei bis fünf Minuten, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD), der sich erneut vor Ort ein Bild von der Lage machte. Wenn sich eine Fähre oder Personen näherten, werde die Frequenz niedriger. "Der Wal ist ein schwer kranker Patient", sagte der Minister im Livestream des Senders News5 live. (dpa/bearbeitet von sbi)
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Interview Gestrandeter Buckelwal Greenpeace: "Tragödie, die sich nicht hätte abspielen müssen" vor 6 Tagen von Thomas Krumenacker (RiffReporter)Wasserschutzpolizei nähert sich dem Wal
- 08:29 Uhr
Wie NDR-Reporter berichten, nähert sich die Wasserschutzpolizei "Uecker" dem Wal.
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Noch keine Aktion im Wasser zu sehen
- 08:00 Uhr
Am Morgen soll ein neuer Rettungsversuch für den gestrandeten Wal beginnen. Zunächst war allerdings noch keine Aktion im Wasser beim Wal zu sehen, beobachteten dpa-Reporter vor Ort.
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Mit Material von dpa
Teaserbild: © Philip Dulian/dpa Feedback an die Redaktion