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Thomas Anders über das Musik-Business: "Das ist unser beschissenes Geschäft"

Neue Doku über Boney M.

Thomas Anders über das Musik-Business: "Das ist unser beschissenes Geschäft"

Aktualisiert am 11.05.2026, 13:08 Uhr Thomas Anders, selbst mit Modern Talking Millionär geworden, kennt sich aus mit den Tücken des Musikgeschäfts. © 2025 Getty Images/Andreas Rentz Lesedauer:2 Min.

In der neuen ARD-Doku "Boney M. - Disco. Macht. Legende." wird die Geschichte hinter dem Erfolg der Formation Boney M. erzählt. Sängerin Liz Mitchell erinnert sich darin an Höhen und Tiefen. Und auch Schlagerstar Thomas Anders teilt eine wichtige Erkenntnis über das Musik-Business.

Auch wenn sein Partner Dieter Bohlen als Komponist und Produzent noch deutlich mehr verdient hat: Mit Modern Talking ist Thomas Anders vermögend geworden. Davon können Liz Mitchell, Marcia Barrett und Maizie Williams nur träumen. Sie sind die drei noch lebenden Mitglieder eines noch größeren Pop-Phänomens: Boney M.

Namensänderung Thomas Anders heißt jetzt offiziell Anders 19. März 2026

Die Gruppe klang und sah exotisch aus, war aber "Made in Germany". Genauer gesagt "Made by Frank Farian". Er hatte die Vision. Er schrieb und produzierte die Songs, er bestimmte, wo und wie es langging. Und er verdiente. Boney M. verkauften zwischen 1975 und 1985 rund 150 Millionen Schallplatten.

In der neuen ARD-Dokumentation "Boney M. - Disco. Macht. Legende." (am Montag, 11. Mai, 23.30 Uhr im Ersten) wird klar: Die Gewinne wurden nicht wirklich fair geteilt. Das sagt in dem Film von Oliver Schwehm sogar Hans-Jörg Mayer, Farians Weggefährte und Projektbeteiligter bei Boney M.

Thomas Anders: "Wer nicht aufpasst, wird übers Ohr gehauen"

Sängerin Liz Mitchell umschreibt es so: "Wir waren nur Körper. Sie machten Geschäfte mit unserer Arbeit. Als wären wir tot." Das Geld verdiente Farian, und sogar die Studiomusiker verdienten mehr als die Künstler. Deshalb kam es Anfang der 80er-Jahre auch zum Zerwürfnis, als Tänzer Bobby Farrell auch wegen des finanziellen Ungleichgewichts aufbegehrte.

Für Thomas Anders keine Überraschung: "Das ist unser beschissenes Geschäft: Wer nicht aufpasst, wird übers Ohr gehauen." Wobei Boney M. keine Ausnahme war. Precious Wilson, Sängerin von Eruption, deren Hit "I Cant' Stand The Rain" von Frank Farian stammte, sagt in der Doku: "Das war normal, das war nicht nur Frank. Die Plattenfirmen und Produzenten wurden reich und die Künstler hatten oft zu kämpfen."

Frank Farian soll mit Boney M. 200 Millionen Euro verdient haben

Aber so lief das Geschäft. Frank Farian, so Thomas Anders, hatte mit Boney M., mit den vier Performern und tollen Songs, "die Druckmaschine" gefunden, "um mal eben die Scheine zu drucken". Es floss eine Menge Geld.

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Frank Farian, der 2024 im Alter von 82 Jahren in Miami starb, soll mit Boney M. und seinen Musikrechten ein Vermögen von 200 Millionen Euro angehäuft haben. Liz, Marcia, Maizie und der 2010 verstorbene Bobby bekamen vom großen Kuchen allenfalls Krümel ab.  © 1&1 Mail & Media/teleschau

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