Test für krisensicheres Glasfaser-Netz in Brandenburg
Test für krisensicheres Glasfaser-Netz in Brandenburg
Aktualisiert am 27.04.2026, 14:15 Uhr Symbolischer Spatenstich für den Bau einer Glasfaser-Teststrecke: Bundesminister Patrick Schnieder (zweiter von rechts) kam dazu nach Brandenburg. © dpa / Klaus-Dietmar Gabbert/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Mehr Sicherheit fürs Daten-Netz: Eine Teststrecke in Brandenburg soll zeigen, wie ein schnelles Glasfaser-Netz gegen Sabotage gewappnet sein soll. Angekündigt wird ein Milliardenprojekt.
Niedergörsdorf - Glasfaser sollen das Internet leistungsfähiger machen und die Datenübertragung künftig auch besser vor Sabotage und anderen Sicherheitsrisiken schützen. Jetzt baut das Unternehmen Netz 33 GmbH im brandenburgischen Niedergörsdorf rund 80 Kilometer südwestlich von Berlin eine 130 Kilometer lange Teststrecke für ein Hochgeschwindigkeits-Datennetz. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Patrick Schnieder (CDU), sagte beim Spatenstich für das Projekt: "Der Fortschritt nimmt Fahrt auf."
Die Versuchsstrecke ist laut Unternehmen Teil "eines der größten, privat finanzierten Infrastrukturvorhaben Deutschlands". Es soll ein bundesweites Glasfaser-Backbone-Netz mit rund 33.000 Kilometern Länge entlang von Bahnstecken entstehen. Dies soll laut Unternehmenschef Bruno Reufels binnen sieben bis acht Jahren gelingen.
Das hochleistungsfähige und sichere Glasfaser-Netz sei die Grundlage für Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und für vernetzte Industrie, sagte Minister Schnieder. Private Investoren würden sich in großem Umgang finanziell beteiligen. Das Unternehmen Netz 33, eine Tochter der Niedax Group, spricht von Investitionen in Höhe von insgesamt rund 10 Milliarden Euro.
"Als Wirtschaftsnation und strategische Drehscheibe steht Deutschland im Fokus von Cyberkriminellen", sagte Schnieder. Das betreffe alle Art von Infrastruktur. Redundanzen und Ausweichmöglichkeiten bei den Leitungen trügen dazu bei, dass auch bei Ausfällen, Störungen oder Sabotage jederzeit eine zuverlässige Verbindung bestehen bleibe. Die Versuchsstrecke biete in Deutschland und Europa einzigartige Möglichkeiten, um Technologien zu testen und zu entwickeln, so der Minister.
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Glasfaserkabel übertragen Daten als Lichtsignale. Kupferkabel gelten als anfälliger für Störungen, sind langsamer und technisch auf geringere Bandbreiten begrenzt. Sogenannte Backbones (deutsch: Rückgrat) sind zentrale Hauptstränge eines Telekommunikationsnetzes, die den Datenverkehr bündeln. © Deutsche Presse-Agentur
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