Tarifeinigung im öffentlichen Nahverkehr in MV
Tarifeinigung im öffentlichen Nahverkehr in MV
Aktualisiert am 13.04.2026, 23:44 Uhr Ende Februar streikten Beschäftige des öffentlichen Personennahverkehrs in MV landesweit. (Archivbild) © dpa / Jens Büttner/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband haben im Tarifstreit eine Einigung erzielt. Was bedeutet das für die 2.800 Beschäftigen im öffentlichen Nahverkehr?
Schwerin - 38-Stunden-Woche und eine höhere Jahressonderzahlung: Unter anderem darauf haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) für die 2.800 Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern geeinigt. Die fünfte Verhandlungsrunde sei mit einer Einigung beendet worden, teilten Verdi und der KAV am Abend mit.
Demnach wird für die Beschäftigten im Rahmen der Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 die Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 38 Stunden reduziert. Die Vergütungen erhöhen sich in Jahren den 2028 und 2029 um jeweils 2,5 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Zudem steigt die Jahressonderzahlung im nächsten Jahr auf 92,5 Prozent. Sie lag bisher bei 85 Prozent. Die Beschäftigten erhalten im August die von der schwarz-roten Koalition geplante sogenannte Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro.
Verdi hatte unter anderem eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich und eine Jahressonderzahlung in voller Höhe (100 Prozent) gefordert. Ende Februar hatten die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr den Forderungen mit landesweiten Warnstreiks Nachdruck verliehen. Busse mehrerer kommunaler Verkehrsbetriebe fuhren nicht. In Schwerin blieben auch die Straßenbahnen in den Depots.
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Man habe "hart um ein Ergebnis gerungen", sagte Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring nun zu der Einigung. "Das Ergebnis ist gut, und für beide Seiten vertretbar." Verbandsgeschäftsführerin Carola Freier erklärte, die Einigung gehe "an die absolute Grenze dessen, was für die Arbeitgeber" im öffentlichen Nahverkehr machbar sei, bringe den Unternehmen durch die lange Laufzeit aber Planungssicherheit. © Deutsche Presse-Agentur
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