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Studie deckt starke Grundwasser-Belastung am Oberrhein auf

Straßburg

Studie deckt starke Grundwasser-Belastung am Oberrhein auf

Aktualisiert am 07.05.2026, 12:49 Uhr Das Grundwasser entlang des Oberrheins ist nach einer Studie erheblich mit Schadstoffen belastet (Archivbild). © dpa / Jens Büttner/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Pestizide, Arzneimittelreste und PFAS belasten das Grundwasser am Oberrhein. Was die Studie empfiehlt, um die Wasserqualität für Millionen Menschen zu sichern.

Straßburg - Das Grundwasser im Einzugsgebiets des Oberrheins ist nach einer Studie durch Pestizide, Arzneimittelrückstände und sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) erheblich belastet. Das hat das Oberrhein-Projekt "ERMES-ii Rhein" ergeben, wofür das Grundwasser an 1.497 Messstellen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass bis zur Schweizer Grenze untersucht wurde.

Praktisch überall wurden im Grundwasser belastende Stoffe festgestellt und an 59 Prozent der Messstellen wurde mindestens ein Trinkwassergrenzwert überschritten, hieß es bei der Vorstellung der Studie in Straßburg. Die Schadstoffe stammen demnach aus der Industrie, der Landwirtschaft, aus Privathaushalten und dem Gesundheitswesen. Betont wurde, dass sich die Ergebnisse auf Grundwasser und nicht auf Trinkwasser beziehen. Trinkwasser werde zunächst aufbereitet und nach strengen Normen kontrolliert.

Studie soll gute Wasserqualität für die Zukunft ermöglichen

Ziel der vor drei Jahren gestarteten Untersuchung ist es, die Gründe für die Verschlechterung der Grundwasserqualität zu untersuchen und zu analysieren, wie belastende Stoffe im Wasser landen. Dies soll es ermöglichen, eine gute Wasserqualität für künftige Generationen zu gewährleisten.

Der Oberrheingraben ist einer der bedeutendsten Grundwasserspeicher Westeuropas. Er erstreckt sich von Basel bis Mainz über eine Länge von 300 Kilometern und versorgt rund fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser. Zugleich gehört die Region zu einem durch Industrie, Landwirtschaft und Ballungsgebiete am intensivsten genutzten Regionen Westeuropas.

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Schadstoffe müssen an der Quelle reduziert werden

Die Studie empfiehlt, schon an der Quelle für weniger Einträge von Schadstoffen zu sorgen. Dies erfordere eine Verringerung der landwirtschaftlichen, industriellen und häuslichen Verwendung problematischer Stoffe. Außerdem müssten Kläranlagen für die Beseitigung bestimmter Schadstoffe ausgerüstet werden, die bisher noch nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden. Zudem raten die Experten, die Überwachung von Fließgewässern und Grundwasser zu verbessern.  © Deutsche Presse-Agentur

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