Solarparks künftig nur noch auf mageren Böden
Solarparks künftig nur noch auf mageren Böden
Aktualisiert am 14.04.2026, 15:35 Uhr Mecklenburg-Vorpommern will ertragreiche Äcker nicht mehr mit Solaranlagen überbauen lassen. (Archivbild) © dpa / Bernd Wüstneck/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Ertragreiche Böden sollen für die Nahrungsmittelproduktion in MV gesichert werden.
Schwerin - Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Kontingent für Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf 10.000 Hektar verdoppelt. Zugleich wurden die Bedingungen für die Solarparks verschärft: Großflächenanlagen auf Äckern und Grünland dürfen künftig nur noch auf ertragsarmen Böden errichtet werden, wie aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht.
Durften bisher Landwirtschaftsflächen mit einer Fruchtbarkeit von bis zu 40 Bodenpunkten mit Solarparks überbaut werden, gilt künftig ein Durchschnittswert von maximal 25 Punkten bei Feldern und 30 Punkten bei Grünflächen. Die neuen Bodenwerte wurden den Angaben zufolge in enger Abstimmung mit dem Agrarministerium von Till Backhaus (SPD) festgelegt. "Mit den neuen Kriterien ist sichergestellt, dass hochwertige Böden in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen", erläuterte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Blank.
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Der Landesbauernverband sieht es seit längerem kritisch, wenn wertvolles Ackerland mit Solaranlagen überbaut wird. Er fordert, vorrangig Dachflächen, Industriebrachen und Konversionsflächen für Photovoltaik zu nutzen. Würden doch Landwirtschaftsflächen genutzt, müssten dafür ertragsschwache Äcker und Wiesen wie Trockenstandorte mit leichten und sehr sandigen Böden gewählt werden. © Deutsche Presse-Agentur
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