Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Senat: Hinrichtungsszenen bei Demonstrationen verbieten

Berlin

Senat: Hinrichtungsszenen bei Demonstrationen verbieten

Aktualisiert am 20.04.2026, 10:38 Uhr Am 8. April wurden laut Hochgrebe bei einer propalästinensischen Demonstration gefesselte Menschen in Gefangenenkleidung unter einer Art Galgen aufgestellt. (Archivbild) © dpa / Sebastian Gollnow/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Eine Demonstration auf dem Alexanderplatz sorgte für Aufsehen: Gefesselte Menschen und ein Galgen waren zu sehen. Senat und Polizei wollen solche Darstellungen verhindern.

Berlin - Der Berliner Senat und die Polizei wollen die Darstellung oder Andeutung von Hinrichtungsszenen bei Demonstrationen nicht hinnehmen. Mit jeweiligen Auflagen und Beschränkungen für Demonstrationen solle das künftig unterbunden werden, kündigte Innen-Staatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an.

Am 8. April wurden laut Hochgrebe bei einer propalästinensischen Demonstration auf dem Alexanderplatz gefesselte Menschen in Gefangenenkleidung unter einer Art Galgen aufgestellt. Das konkrete Erhängen sei nicht gezeigt worden.

Schutz von Kindern und Jugendlichen

So eine szenische Darstellung sei nicht nur höchst "geschmacklos", sondern habe eine "erhebliche Einschüchterungswirkung auf Dritte", sagte Hochgrebe. Gerade beim Schutz von Kindern und Jugendlichen komme es auf die Art und Weise von Darstellungen an, unabhängig vom eigentlichen Inhalt.

Empfehlungen der Redaktion

  • Erneuter Stromausfall in Berlin – das ist die Ursache
  • Wirtschaftsweise warnt: "Die schlimmen Zeiten kommen erst noch"
  • Israelischer Soldat schlägt auf Jesus-Figur im Libanon ein

Allerdings sei so eine Darstellung nicht strafbar, die Handlungsmöglichkeiten der Polizei seien begrenzt. Die Demonstrationsfreiheit gelte aber nicht schrankenlos, sondern habe Grenzen, sagte Hochgrebe. Die Polizei habe daher bereits für eine weitere Demonstration eine Beschränkung erlassen, um öffentliche Darstellung von Tötungshandlungen zu untersagen. Das gelte auch für Fesseln oder Gegenstände zur unmittelbaren Tötung von Menschen. Auch bei künftigen Demonstrationen solle das Thema geprüft werden.  © Deutsche Presse-Agentur

Nachrichten aus anderen Regionen Berlin/Düsseldorf Vermieter beklagen ausbleibende Mietzahlungen von Galeria vor 40 Minuten Köln/Berlin Andersson feiert Füchse-Pokalsieg: "Bedeutet mir ganz viel" vor 1 Stunde Feedback an die Redaktion