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Sarah Engels: "Es hieß: 'Iss nicht so viel, du wirst immer dicker'"

Sehr persönliche Einblicke

Sarah Engels: "Es hieß: 'Iss nicht so viel, du wirst immer dicker'"

Aktualisiert am 17.04.2026, 12:07 Uhr Sarah Engels tritt beim ESC in Wien für Deutschland an. © IMAGO/Future Image/Christopher Adolph Lesedauer:2 Min.

Sarah Engels gibt in einer ARD-Talkshow sehr persönliche Einblicke in ihr Leben. Die 33-Jährige berichtet von Selbstzweifeln, einer Lebenskrise als alleinerziehende Mutter und erklärt, warum sie dem Eurovision Song Contest heute angstfrei entgegenblickt.

Auf der Bühne strahlt Sarah Engels Selbstsicherheit aus, doch hinter der Fassade der Sängerin verbirgt sich eine Geschichte voller Unsicherheiten. Im ARD-Talkformat "Deep und deutlich" sprach die 33-Jährige nun sehr offen über ihre Vergangenheit – über Körperkritik in der Kindheit, die Überforderung als junge Mutter und den langen Weg zu sich selbst. Bereits als Mädchen habe sie mit ihrem Körperbild gehadert. "Ich war in dem Alter ein bisschen moppelig. Ich habe mich nie wirklich wohl in meinem Körper gefühlt", sagte Engels in der Sendung.

Verschärft wurde dieses Empfinden durch Bemerkungen aus ihrem direkten Umfeld. "Es hieß: 'Iss nicht so viel, du wirst immer dicker' oder 'Zeig doch mal deine Brust, wie die wächst. Ist da denn schon etwas?' Das ist für ein junges Mädchen total unangenehm." Obwohl ihre Mutter stets ihr "sicherer Hafen" und ihre "beste Freundin" gewesen sei, habe sie sich grundsätzlich nicht wohlgefühlt: "Ich hatte nie das Gefühl, dass ich genug bin."

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Bei DSDS spielte Sarah Engels die Starke

Als Engels mit gerade einmal 18 Jahren durch ihre Teilnahme an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt wurde, habe sich ihre Verunsicherung durch ständige Vergleiche mit anderen Kandidatinnen noch verstärkt. "Die anderen sehen immer so toll aus und ich habe ein paar Kilo mehr", habe sie damals gedacht. Sie habe damals versucht, nach außen total stark zu wirken. "Ich glaube, das ist bei ganz vielen jungen Mädels so. Gerade die, die arrogant wirken, sind eigentlich die, die am unsichersten sind. Ich war eben eine davon."

Die tiefste Krise erlebte Engels nach der Trennung von ihrem damaligen Ehemann Pietro Lombardi. Die beiden hatten 2013 geheiratet und 2015 Sohn Alessio bekommen. Als sie sich 2016 trennten, stand Engels plötzlich als alleinerziehende Mutter da – mit Anfang zwanzig. Ihre frühe Mutterschaft bezeichnete sie als "das schönste Geschenk", aber "es war in dem Moment auch eine absolute Überforderung. Das hätte ich mir damals niemals eingestanden, aber heute kann ich und darf ich das. Ich war total überfordert".

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Engels: "Es war ein Gefühl von Scheitern, von Verlieren"

Damals habe sie sich "innerlich gefühlt wie die 10-jährige Sarah, die eigentlich ihrer Mama in den Arm fallen will". Sie habe in ihrer Küche gestanden mit ihrem schreienden Sohn und Wäschebergen, "und ich wusste einfach nicht mehr, wo vorne und wo hinten ist". Parallel dazu habe sie ein Haus gebaut, ohne zu wissen, wie sie das alles bewältigen solle.

Die Sängerin habe versucht, zwischen dem inneren Chaos und dem "perfekten" Bild in der Öffentlichkeit zu balancieren. Auf der Bühne habe alles "für alle total toll" ausgesehen – doch die Realität sei eine völlig andere gewesen. "Es war wie so ein ganzes Haus, das über mir zusammengekracht ist. Es war ein Gefühl von Scheitern, von Verlieren."

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Erst als sie an einem absoluten Tiefpunkt angelangt sei, habe sich Engels mit ihren Problemen beschäftigt. Das Jahr 2018 markierte dabei einen Wendepunkt: "Ich musste ganz tief fallen, sehr viel Schmerz empfinden und wirklich an einem Punkt sein, wo ich mir dann gesagt habe: Ich möchte das verstehen."

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Dem bevorstehenden ESC-Auftritt, bei dem sie Deutschland vertreten wird, sieht sie mit Gelassenheit entgegen: "Ich hatte schon so viel Angst in meinem Leben, dass ich sagen kann: Ich möchte es einfach genießen. Ich bin mittlerweile so angstfrei, dass ich mich so freue, dort hinzugehen." (bearbeitet von vit)

Verwendete Quelle

  • ardmediathek.de: "Deep und deutlich": Sarah Engels über ihre dunkelste Zeit
  • Transparenzhinweis

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