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Salweide vermehren: So ziehst du neue Pflanzen aus Stecklingen

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Salweide vermehren: So ziehst du neue Pflanzen aus Stecklingen

Aktualisiert am 14.04.2026, 18:15 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / Jarmila Lesedauer:3 Min. UTOPIA

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Wenn du eine Salweide vermehren möchtest, musst du ein paar Besonderheiten beachten. Hier findest du alles Wissenswerte zur Vermehrung und hilfreiche Tipps, wie es dir mit Stecklingen gelingt.

Weiden zu vermehren ist in den meisten Fällen nicht schwer und funktioniert gut über Stecklinge: Die Ableger wurzeln sehr schnell und aus ihnen bilden sich neue Pflanzen. Von dieser Regel gibt es aber einige Ausnahmen, zu denen unter anderem die Salweide gehört.

In manchen Regionen ist die Salweide (Salix caprea), auch als Palmweide bekannt. Sie kann in Baum- oder Strauchform wachsen und wird bis zu sechs Meter hoch. In der Natur kommt sie vor allem an Wald- und Wegrändern vor und siedelt sich per Selbstaussaat zum Beispiel auch auf ungenutzten Landflächen wie Industriebrachen an.

Im Garten lässt sich die Salweide ebenfalls anpflanzen, am einfachsten in Form von Jungpflanzen aus dem Gartenfachhandel. Prinzipiell ist es zwar auch mithilfe von Saatgut oder Stecklingen möglich, die Salweide zu vermehren – beide Methoden haben allerdings ihre Schwierigkeiten.

Wie vermehrt sich die Salweide?

Wie die meisten Weiden ist auch die Salweide zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Folglich bilden sich im Frühjahr entweder männliche oder weibliche Blüten aus, meist zwischen Februar und April. Bei den männlichen Blüten handelt es sich um die typischen gelben Weidenkätzchen, die schnell ins Auge springen, während die weiblichen Blüten grünlich, unbehaart und optisch unauffälliger sind. Dafür werden sie länger als die männlichen Kätzchen.

Die weiblichen Blüten reifen zwischen Mai und Juni zu grünen Kapselfrüchten, die die Samen der Salweide enthalten. Salweiden lassen sich also auch gezielt über Samen vermehren. Dabei müssen Gärtner:innen allerdings schnell vorgehen, denn die Samen bleiben nur etwa zwei Wochen nach der Reife keimfähig.

Grundsätzlich ist es auch möglich, neue Salweiden aus Stecklingen heranzuzüchten. Das ist aber nicht ganz einfach, denn die Stecklinge der Salweide wurzeln weniger schnell und leicht als die anderer Weidenarten. In professionellen Baumschulen werden die Bäume meist über den Vorgang der Veredelung vermehrt. Dabei wird ein sogenanntes "Edelreis" (ein reifer einjähriger Trieb) auf eine Unterlage gesetzt, den bewurzelten Teil einer anderen Pflanze derselben Sorte. Auf diese Weise werden häufig auch Obstbäume vermehrt.

Hortensien vermehren: So gehts mit Stecklingen

Salweide vermehren mit Stecklingen: Worauf du achten musst

Die Vermehrung über Stecklinge ist prinzipiell sowohl bei der männlichen als auch bei der weiblichen Salweide möglich. Aus den Ablegern wachsen im Erfolgsfall dann neue Pflanzen, die wieder dasselbe Geschlecht haben wie die Elternpflanze.

Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Viele Weidenarten lassen sich rund ums Jahr, manche allerdings nicht im Winter vermehren. Bei der Salweide stehen die Chancen im Herbst am besten. Schneiden musst du die Stecklinge aber schon nach der Blüte, also im Frühjahr oder Frühsommer.

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Folgendermaßen kannst du vorgehen, um die Salweide zu vermehren:

  1. Schneide nach der Blüte einige Stecklinge von der Elternpflanze ab. Sie sollten eine Länge von etwa 30 bis 50 Zentimetern haben. Achte darauf, dass einige kleine Blattknospen am Steckling bleiben.
  2. Setze die Stecklinge zunächst in kleine Anzuchtgefäße, damit sie Wurzeln bilden können. Dafür kannst du zum Beispiel alte Joghurtbecher verwenden. Bohre Löcher in den Boden der Becher, damit sich keine Staunässe bilden kann.
  3. Suche dir im Herbst einen Tag mit feuchtem Wetter aus, um die Stecklinge einzupflanzen.
  4. Pflanze die Stecklinge etwa 20 Zentimeter tief in die Erde. Sie beginnen dann, am Standort zusätzlich neue Wurzeln zu bilden.

Gieße die Stecklinge nach dem Pflanzen gut an und achte sowohl bei den Stecklingen als auch in den ersten Wochen nach dem Pflanzen im Garten darauf, den Boden feucht genug zu halten.

Tipp: Pflegehinweise findest du auch hier: Weide pflanzen und pflegen: Was du beachten musst

Die Salweide als Insektenweide

Die buschigen gelben Kätzchen der Salweide sehen nicht nur schön aus, sondern bieten auch zahlreichen Insekten wertvolle Nahrung. Auch für die weniger auffälligen weiblichen Blüten gilt das. Laut der Deutschen Wildtierstiftung Bienen ist die Weidenart eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Bestäuberinsekten, die im Frühjahr blühen.

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Unter anderem versorgen die Blüten der Salweide viele Wildbienenarten, Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge – und sogar Vögel wie Meisen, Laubsänger und Grasmücken bedienen sich an ihrem Nektar. Indem du eine Salweide im Garten pflanzt oder vermehrst, trägst du also zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt bei. Für einen insektenfreundlichen Garten ist sie eine ausgezeichnete Wahl.   © UTOPIA

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