Rostocker IHK begrüßt geplanten Bau von Konverterplattformen
Rostocker IHK begrüßt geplanten Bau von Konverterplattformen
Aktualisiert am 16.04.2026, 10:33 Uhr In Rostock-Warnemünde sollen künftig Konverterplattformen gebaut werden. (Archivbild) © dpa / Bernd Wüstneck/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Konverterplattformen sind riesig und wandeln den Strom von Offshore-Windparks für den Weitertransport um. Beim geplanten Bau solcher Anlagen in MV will auch Bayern helfen.
Rostock - Der Präsident der IHK zu Rostock sieht große Chancen für Rostock durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und den Bau der dafür benötigten Konverterplattformen. "Hier reden wir über Hightech-Anlagen, die für die Anbindung von Offshore-Windparks unverzichtbar sind", erklärte Klaus-Jürgen Strupp. "Dass diese künftig wieder in Deutschland – konkret vor unserer Haustür – gebaut werden sollen, ist ein industriepolitischer Durchbruch."
Das Schweriner Wirtschaftsministerium bestätigte einen Bericht der "Ostsee-Zeitung", nach dem nicht nur die Schweriner Landesregierung, sondern auch Bayern den Bau von Konverterplattformen in MV mit Bürgschaften absichern will. Laut Ministerium werden sich auch noch andere Länder beteiligen.
"Nach einer Änderung des Werftenförderungsgesetzes im vergangenen Jahr kann Mecklenburg-Vorpommern für die Bauzeitfinanzierung von Konverterplattformen auf den Werften in MV Bürgschaften bis zu einer Gesamtobergrenze von 300 Millionen Euro gewähren", erklärte ein Ministeriumssprecher. Bedingung sei, dass auch der Bund beteiligt ist.
Strupp: "Offshore-Wind-Boom" bringt auch Herausforderungen
Dem Bericht zufolge wollen die Rostocker Neptun Werft, die zur Meyer-Gruppe aus dem niedersächsischen Papenburg gehört, mit Siemens Energy aus Bayern an den Plattformen arbeiten. Die Neptun Werft hatte zusammen mit dem belgischen Stahlkonzern Smulders ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Konverterplattformen gegründet.
In Konverterplattformen wird der von Windrädern auf See erzeugte Strom gebündelt und für den möglichst verlustfreien Weitertransport zur Küste in Gleichstrom umgewandelt.
Strupp spricht von einem "Offshore-Wind-Boom", der aber auch massive Herausforderungen bringe. "Fachkräfte fehlen, Flächen werden knapp, Infrastruktur stößt an Grenzen. Selbst bei den Konverterplattformen sehen wir: Genehmigungen, Flächensanierung und Abstimmungen dauern zu lange."
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