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Rhabarber Erntezeit: Wie lange darf das saure Gemüse geerntet werden?

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Rhabarber Erntezeit: Wie lange darf das saure Gemüse geerntet werden?

Aktualisiert am 20.04.2026, 14:00 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / Hans Lesedauer:3 Min. UTOPIA

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Die Rhabarber-Erntezeit beginnt im April und ist von relativ kurzer Dauer. Hier erfährst du, wie lange Rhabarber geerntet werden kann und was der Johannistag damit zu tun hat.

Das saure Gemüse ist vielseitig einsetzbar und wegen seiner Vitamine und Mineralstoffe ist Rhabarber besonders gesund. Doch es gibt einen Wermutstropfen für alle, die ihn lieben: Rhabarber hat nur eine kurze Erntezeit. Sie beginnt im April und endet bereits Mitte Juni, traditionell spätestens am 24. Juni, dem Johannistag. Die Stangen wachsen und reifen auch noch danach, aber diese solltest du dann nicht mehr ernten.

Warum ist die Rhabarber-Erntezeit so kurz?

Das hat zwei Gründe:

1. Der Gehalt an Oxalsäure im Rhabarber steigt an

Rhabarber enthält eine Menge Oxalsäure. An sich ist diese nicht ungesund. Der menschliche Körper produziert Oxalsäure selbst und sie steckt in einer Vielzahl pflanzlicher Lebensmittel, zum Beispiel Spinat. Zu viel Oxalsäure kann dem Körper allerdings schaden: Sie vermindert die Nährstoffaufnahme und fördert die Bildung von Nierensteinen. Je länger du mit der Rhabarberernte wartest, desto mehr Oxalsäure produziert das saure Gemüse. Deswegen solltest du die Rhabarber-Erntezeit von April bis Ende Juni einhalten.

2. Die Pflanze muss sich regenerieren können

Ende Juni kommt es beim Rhabarber zu einem Wachstumsschub, einem zweiten Austrieb. Die Pflanze benötigt diesen, um sich zu regenerieren. Rhabarber sollte dann nicht mehr geerntet werden, damit er im nächsten Jahr gut gedeihen kann.

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Rhabarber-Ernte: Warum der 24. Juni/Johannistag?

Der Stichtag für das Ende der Rhabarber-Erntezeit ist traditionell der 24. Juni beziehungsweise der Johannistag: Im Kirchenjahr wird die Geburt von Johannes dem Täufer gefeiert.

Der Johannistag spielt ebenso für die Landwirtschaft und das Wetter eine wichtige Rolle. Es gibt viele Ernteregeln und Erntetraditionen für diesen Tag – unter anderem, dass die Erntezeit von Rhabarber endet, außerdem auch die Spargelzeit. Am 24. Juni geht laut dieser Tradition die sogenannte Schafskälte zu Ende und viele Pflanzen werden reif. Auch beim Rhabarber bedeutet dies einen Wachstumsschub, aber auch einen Anstieg des Oxalsäuregehalts in der Pflanze.

Natürlich kann man das Ende der Rhabarber-Erntezeit nicht an einem einzigen Tag festmachen. Falls du das saure Gemüse noch am 25. Juni erntest, wird das nicht gleich negative Auswirkungen auf deinen Körper haben. Trotzdem gilt: Gegen Ende Juni sollte wirklich Schluss sein mit der Rhabarberernte.

Wenn du das saure Gemüse gerne nach der Erntezeit isst, kannst du Rhabarber einfrieren. So kannst du leckere Rhabarber-Rezepte ebenso im Sommer, Herbst oder Winter zubereiten.

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Der richtige Zeitpunkt für die Rhabarber-Ernte

Die Rhabarber-Erntezeit beginnt normalerweise im April. Ob die einzelnen Rhabarberstangen reif sind, erkennst du

  • an den glatten, nicht mehr gewellten Stangen. Auch die Blätter sollten nicht mehr wellig, sondern ausgebreitet sein, wie die Experten der Bayerischen Gartenakademie beschreiben.
  • Die Stangen haben dann in etwa eine Dicke von 1,5 bis 2,5 Zentimetern und fühlen sich fest an.
  • Die Farbe der Stängel kann zwischen einem frischen Grün bis zu einem kräftigen Rot variieren.

Wichtig: Du solltest keinen Rhabarber ernten, der sich in seinem ersten Anbaujahr befindet. Ansonsten ist sein Wachstum gefährdet. Du kannst Rhabarber selbst im Garten anpflanzen.

Rhabarber richtig ernten

Beim Rhabarber werden die Stängel geerntet, die Blätter sind ungenießbar. Diese kannst du aber noch verwenden, zum Beispiel als Dünger: Nicht wegwerfen! So kannst du Rhabarberblätter verwenden. Die Wurzeln sind zwar essbar, werden hierzulande aber in der Küche meist nicht verwendet. Allerdings finden sie Anwendung in der Medizin.

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So erntest du Rhabarber:

  1. Umfasse den Stängel am unteren Ende und drehe ihn vorsichtig heraus. Schneide ihn nicht ab, denn dadurch wird zum einen das Wachstum der Pflanze gestört und zum anderen droht das verbleibende Stück des Stängels zu faulen, so die Experten der Bayerischen Gartenakademie.
  2. Schneide danach die Blätter und das untere, weiße Ende des Rhabarbers direkt ab. Beide Teile enthalten viel Oxalsäure, und durch das Abschneiden bleiben die Stängel knackig und frisch. Der grüne Blattansatz ist für die Lagerung ohnehin unpraktisch. Tipp: Die Verbraucherzentrale rät außerdem dazu, die Rhabarberstangen in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufzubewahren.
  3. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch die Blüten des Rhabarbers entfernen, das fördert das Wachstum. Dabei kannst du sie abschneiden oder abbrechen.
  4. Damit sich die Pflanze erholen kann, solltest du außerdem nicht alle Stangen auf einmal ernten. Rund zwei Drittel der Stiele sollten übrig bleiben. So strapazierst du die Pflanze nicht zu sehr und sie ist auch im nächsten Jahr kräftig.

Mit Material der dpa.  © UTOPIA

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