Reste aufwärmen? Nicht bei diesen Lebensmitteln
Diese Lebensmittel sollten Sie besser nicht wieder aufwärmen
Galerie Gesundheitsgefahr Zu viel gekocht? Kein Problem. Die meisten Speisen lassen sich problemlos aufwärmen. Doch manche Lebensmittel können beim Wiederaufwärmen gesundheitsschädlich werden. Welche Gerichte Sie besser nur frisch genießen sollten – und worauf Sie beim Erhitzen geeigneter Lebensmittel achten sollten. 23 Bilder Aktualisiert am 20.04.2026, 20:29 Uhr Teaserbild: © Getty Images/brizmaker 1 23 Grundsätzlich gilt: Die meisten Essensreste müssen nicht im Müll landen. Man kann die meisten Speisen am nächsten oder spätestens am übernächsten Tag erneut aufwärmen und verzehren. Dabei sollte man aber einige Regeln bei der Lagerung und Zubereitung beachten. Vor allem eiweißreiche, nitratreiche oder schlecht gekühlte Lebensmittel, die bereits gekocht wurden, sollte man am nächsten Tag nur mit Vorsicht genießen. © Getty Images/lucentius 2 23 Lassen Sie das Gekochte außerdem nicht allzu lange draußenstehen. Bei Zimmertemperatur fühlen sich Bakterien und Sporen außerordentlich wohl. Mögliche Folge: Magen-Darm-Beschwerden. Achten Sie vor allem im Sommer darauf, dass Speisen so schnell wie möglich gekühlt werden. © iStock / IriGri8 3 23 Erhitzen auf dem Herd oder in der Mikrowelle? Für alle empfindlichen Speisen gilt zudem: Das Erwärmen auf dem Herd ist die sicherste Methode. In der Mikrowelle ist ein gesundheitliches Risiko durch Bakterien nicht ganz auszuschließen. Häufig wird das Innere der Speisen dort nicht ausreichend erhitzt, selbst wenn es außen dampft. © iStock / Oksana Osypenko 4 23 Pilze Pilze sind reich an Proteinen und Wasser – und ein optimaler Nährboden für Mikroorganismen. Um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden, sollten zubereitete Pilze weder bei Zimmertemperatur gelagert noch auf dem Herd warmgehalten werden, sondern sofort in den Kühlschrank gestellt werden. Dort können Sie sie bis zu 24 Stunden aufbewahren. Um schädliche Keime abzutöten, müssen die Pilze dann auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden. Gekochte Pilze, die kühl gelagert wurden, können höchstens einmal wieder erhitzt werden, um das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden zu minimieren. © iStock/Angelika Heine Anzeige 5 23 Reis Auf bestimmten Speisen vermehren sich Keime besonders schnell. Reis gehört beispielsweise dazu. Er schaut zwar nicht verdorben aus und riecht auch nach Stunden im Topf unauffällig, doch tatsächlich muss Reis so früh wie möglich nach dem Zubereiten im Kühlschrank verstaut werden. Achten Sie beim erneuten Aufwärmen darauf, dass der Reis dampfend erhitzt wird, damit Keime abgetötet werden. © iStock / Amarita 6 23 Eier Ob Rührei, Spiegelei oder Omelette: Eier sollten Sie nicht erneut aufwärmen – schon gar nicht in der Mikrowelle. Die Proteinstruktur im Ei verändert sich beim Aufwärmen, was zu Magenbeschwerden führen kann. Außerdem besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen, wenn die Eierspeisen nicht lang genug erhitzt wurden. Daher gilt: Eier und Eierspeisen immer frisch zubereiten. © iStock / Maria_Lapina 7 23 Spinat Meist heißt es: Spinat soll man nicht aufwärmen. Diese Ernährungsregel stammt jedoch aus einer Zeit, als es noch keine Kühlschränke gab. Spinat enthält viel Nitrat. Mithilfe von Bakterien verwandeln sich die ursprünglich harmlosen Salze bei mittleren Temperaturen – etwa wenn der Topf längere Zeit bei Zimmertemperatur steht – in schädliches Nitrit. © iStock / barmalini 8 23 Tatsächlich ist nicht das Aufwärmen, sondern langsames Abkühlen ein Problem bei Spinatgerichten. Wenn Reste von nitratreichem Gemüse wie etwa Spinat erwärmt gegessen werden sollen, müssen diese beim ersten Kochen schnell abgekühlt und hygienisch im Kühlschrank gelagert werden. Sie können das Abkühlen mit einem kalten Wasserbad beschleunigen oder indem Sie den abgedeckten Topf im Winter auf den Balkon stellen. Am nächsten Tag kann der Spinat bei mindestens 75 Grad Celsius wieder erhitzt werden. Diese Vorgehensweise gilt jedoch nur für gesunde Erwachsene – und nicht für empfindliche oder kranke Menschen und Kleinkinder. © iStock / fermate Anzeige 9 23 Rote Bete, Sellerie, Mangold, Rettich und Radieschen Nicht nur Spinat hat von Natur aus einen hohen Nitratgehalt. Auch Rote Bete, Sellerie, Mangold, Rettich und Radieschen sind nitratreich und sollten nach dem Kochen schnell in den Kühlschrank wandern. Damit sich die Abkühlzeit verkürzt, empfiehlt es sich, größere Mengen auf kleine Behälter zu verteilen. Kleine Portionen können schneller abkühlen. © iStock / Ivan4es 10 23 Fleisch Um Bakterien abzutöten, muss Fleisch gleichmäßig erhitzt werden. Da das in der Mikrowelle schlecht möglich ist, sollten Sie zur Pfanne greifen oder den Backofen nutzen. Mindestens zwei Minuten sollte Fleisch eine Kerntemperatur von 75 Grad Celsius erreichen, bevor Sie es bedenkenlos verzehren können. Wurde Fleisch bei der Zubereitung nicht komplett durchgegart, sollten Sie es nicht aufwärmen. © iStock / fotek 11 23 So erhitzen Sie Fleisch am sichersten: Schneiden Sie das Stück klein, das Sie erwärmen möchten, und braten Sie es bei mittlerer Hitze in einer Pfanne mit Öl oder ein wenig Wasser an. Alternativ können Sie das Fleisch auch im Backofen auf einem Backblech erwärmen. Dafür stellen Sie den Ofen auf etwa 160 Grad Celsius. © iStock / fermate 12 23 Gekochtes Fleisch sollte aber nur einmal aufgewärmt werden. Hitze verändert die Proteinstruktur im Fleisch. Bei mehrmaligem Erhitzen verlieren Lebensmittel außerdem Wasser, wodurch das Fleisch trocken und zäh wird. Die veränderte Proteinstruktur kann auch zu Magenproblemen und Verdauungsbeschwerden führen. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit empfindlichem Magen sollten daher erneut erwärmtes Fleisch möglichst nicht verzehren. © iStock/BAMM-BAMM Anzeige 13 23 Fisch und Meeresfrüchte Auch Fisch und Meeresfrüchte gehören zu den empfindlichen Lebensmitteln, die bei falscher Lagerung schnell mit Keimen belastet sein können. Gekochter Fisch sollte daher nach dem Abkühlen zügig in einem sauberen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag können Sie gekochten Fisch noch einmal aufwärmen und vollständig durchgaren – darunter wird aber der Geschmack deutlich leiden. Fisch sollte nur einmal aufgewärmt und anschließend sofort verzehrt werden. © iStock/ALLEKO/ALLEKO 14 23 Nitratarmes Gemüse Nitratarmes Gemüse wie Paprika oder Zucchini können Sie ohne Bedenken am nächsten Tag noch mal erwärmen – hier besteht kein Risiko einer Nitritbildung. Vitamine sind allerdings empfindlich gegenüber Hitze und Wasser. Am besten gelingt schonendes Aufwärmen daher, wenn das Gemüse kurz und bei niedriger Temperatur erhitzt wird. © iStock/nerudol 15 23 Ideal ist Dämpfen oder Erwärmen in wenig Wasser. Auch die Mikrowelle kann genutzt werden, allerdings nur kurz und mit Deckel, damit der Dampf das Gemüse gleichmäßig erwärmt. Wichtig ist außerdem, das Gemüse nur einmal aufzuwärmen und nicht mehrfach erneut zu erhitzen. Je kürzer die Erwärmungszeit und je weniger Wasser verwendet wird, desto mehr Vitamine bleiben erhalten. © iStock/luana rigolli 16 23 Gemüseauflauf Auch bei einem Gemüseauflauf bedeutet das: Je länger Sie den Auflauf aufbewahren, desto mehr wertvolle Vitamine gehen verloren. Mit jedem Aufwärmen zerstören Sie Vitamine und Nährstoffe. Auch langes Warmhalten im Topf kann sich negativ auf den Vitamin- und Nährstoffgehalt auswirken. © iStock / rlat Anzeige 17 23 Soßen, Suppen und Eintöpfe Gestern noch Suppe, heute dicke Soße: Flüssige Speisen dicken im Kühlschrank etwas nach. Wenn Sie die Konsistenz vom Vortag bevorzugen, können Sie den Soßen, Suppen und Eintöpfen beim Erwärmen etwas Wasser, Brühe oder Sahne hinzufügen. © iStock / OksanaKiian 18 23 Achtung: Milch- und Sahnesoßen sind besonders empfindlich und können beim erneuten Aufwärmen schnell kippen. Durch die Kombination aus Wärme und Eiweiß besteht dabei ein erhöhtes Risiko für Keimbildung. Aus diesem Grund sollten die Soßen möglichst immer frisch zubereitet und nicht mehrfach erhitzt werden. © iStock/karimitsu 19 23 Nudeln Nudeln ohne Soße erwärmen Sie am besten in kochendem Wasser. Holen Sie die Nudeln bereits nach circa 30 Sekunden wieder heraus. © iStock / nitrub 20 23 Take-away-Speisen Fertiggerichte und Take-away-Speisen werden häufig mehrfach erhitzt, zunächst während der Produktion und später erneut zu Hause. Das birgt einige Gefahren – zumindest, wenn die Gerichte empfindliche Zutaten wie Ei, Fleisch oder Soßen enthalten, die besonders anfällig für Keimbildung sind. Aus hygienischen Gründen sollten Reste solcher Speisen daher besser entsorgt und nicht erneut aufgewärmt werden. © iStock/lithiumcloud Anzeige 21 23 Ölhaltige Speisen Ölhaltige Speisen, insbesondere frittierte Lebensmittel, sollten nicht erneut erhitzt werden. Beim Wiederaufwärmen können sich im Öl schädliche Abbauprodukte bilden, die die Gesundheit belasten können. Zudem werden solche Speisen durch das erneute Erhitzen oft schwerer verdaulich. Daher empfiehlt es sich, ölhaltige Gerichte entweder kalt zu verzehren oder frisch zuzubereiten. © iStock/AlenaAV 22 23Speiseöl
Speiseöl sollte ebenfalls nicht wiederholt erwärmt werden. Denn wird Öl mehrfach oder sehr stark erhitzt, entstehen Transfette, Aldehyde und andere reaktive Verbindungen. Abhängig von der aufgenommenen Menge und der Häufigkeit können diese Stoffe Zellen im Körper schädigen und gesundheitlich bedenklich sein. Achten Sie deshalb auch darauf, Ihre Pfanne nach jedem Einsatz von alten Ölresten zu reinigen.
© iStock/Igor Ploskin
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Was passiert bei falschem Aufwärmen?
Die falsche Aufwärmmethode kann nicht nur Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben, sondern schadet auch der Konsistenz und dem Geschmack mancher Speisen. Würzen Sie am besten immer etwas nach, wenn Sie abgekühltes Essen wieder erwärmen, denn unter dem Abkühlen leidet auch der Geschmack.
© iStock / BartekSzewczyk
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