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Rattenbefall rechtzeitig erkennen: Das sind die Warnzeichen

Kotspuren und Nageschäden

Rattenbefall rechtzeitig erkennen: Das sind die Warnzeichen

Aktualisiert am 23.04.2026, 12:48 Uhr Ratten können gefährliche Krankheiten übertragen. © Getty Images/iStockphoto/Peter Clayton Photography Lesedauer:2 Min.

Verdacht auf Ratten im Haus? Von Kotspuren und Nageschäden bis hin zu nächtlichen Geräuschen: Bei diesen Warnzeichen sollte man aufmerksam werden.

Ein Rattenbefall im Haus oder Garten ist mehr als ein Hygieneproblem: Die Tiere übertragen Krankheiten und können durch Nagen große Schäden anrichten. Schätzungen zufolge leben in Deutschland 300 bis 350 Millionen Ratten. Dabei handelt es sich überwiegend um die Wanderratte, die vor allem in Städten und in der Kanalisation vorkommt.

Da Ratten überwiegend nachtaktiv sind, bleibt ihre Anwesenheit oft lange unbemerkt. Häufig wird ein Befall erst erkannt, wenn sich die Population bereits deutlich vergrößert hat. Umso wichtiger ist es, typische Warnzeichen frühzeitig zu erkennen.

Die wichtigsten Anzeichen für einen Rattenbefall

Das deutlichste Indiz ist Rattenkot. Bei der Wanderratte sind die Kotballen etwa ein bis zwei Zentimeter groß und spindelförmig. Frischer Kot ist weich und glänzend, während ältere Hinterlassenschaften trocken und hart sind.

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Auch Trittsiegel und Laufspuren geben Hinweise. In staubigen Bereichen wie Kellern oder Dachböden lassen sich Pfotenabdrücke oft gut erkennen. Charakteristisch ist, dass die Vorderfüße vier Zehen und die Hinterfüße fünf Zehen besitzen. Häufig ist zusätzlich eine Schleifspur des Schwanzes sichtbar.

Typisch sind außerdem Nagespuren. Da die Schneidezähne ständig wachsen, müssen Ratten sie an harten Materialien abnutzen. Fraßspuren finden sich daher häufig an Lebensmittelverpackungen, Müllsäcken oder elektrischen Kabeln – was eine Brandgefahr darstellt. Oft werden auch angeknabberte Lebensmittelreste an versteckten Orten gefunden.

Kann man Ratten auch riechen und hören?

Da Ratten vor allem nachts aktiv sind, sind Geräusche wie Trippeln, Rascheln in Wänden oder Kratzen auf dem Dachboden wichtige Hinweise. Bei stärkerem Befall entsteht zudem ein stechender, ammoniakartiger Geruch durch den Urin der Tiere.

Entlang häufig genutzter Laufwege entstehen durch Körperfett und Schmutz dunkle Schmierspuren, meist entlang von Wänden oder Fußleisten. Diese Wege führen oft zu Nestern, die sich an geschützten Orten befinden, etwa in Zwischendecken, hinter Wandverkleidungen, in Gartenhäusern oder Komposthaufen. Die Nester bestehen meist aus zerkleinertem Papier, Textilien oder Dämmmaterial.

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Vorbeugung und Maßnahmen

Um einem Befall vorzubeugen, sollten Ratten keinen Zugang zu Nahrung oder Unterschlupf erhalten. Lebensmittel und Tierfutter gehören in fest verschließbare Behälter aus Metall oder Glas. Speisereste sollten weder über die Toilette noch auf offenem Kompost entsorgt werden.

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Bei einem Verdacht empfiehlt es sich, gründlich zu reinigen, angebrochene Lebensmittel zu entsorgen und mögliche Zugänge konsequent zu verschließen. In vielen Regionen besteht zudem eine Meldepflicht für Rattenbefall. Bei einem Befall in Wohnräumen sollte in jedem Fall ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. (ncz)

Verwendete Quellen

  • Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V.: Wanderratte
  • Chip: Ungebetene Gäste: 8 Warnzeichen, dass Ratten bei Ihnen wohnen

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