Radler kennen die meisten - doch was kommt in eine Goaßmaß?
Wie sich Biersorten voneinander unterscheiden
Galerie Unterschiede bei Bieren Pils, Helles, Weizen, Lager – die Namen der bekanntesten Biersorten sind uns allen ein Begriff. Aber was unterscheidet sie eigentlich genau? Wie entstehen die verschiedenen Geschmäcker und Farben der Biere? Und was ist eigentlich ein IPA, ein Bockbier oder ein Russ? Werden Sie vom Bierliebhaber zum Bierkenner. 20 Bilder Aktualisiert am 23.04.2026, 19:04 Uhr Teaserbild: © Getty Images/SolidMaks 1 20 Bier ist nicht gleich Bier. Das sieht man oft schon am Aussehen der unterschiedlichen Hopfengetränke, aber teilweise auch an den Gläsern, in denen sie serviert werden. Erst recht unterscheiden sich die Geschmäcker des Malzgetränks: Von spritzig-leicht bis vollmundig-malzig ist für jede Vorliebe etwas dabei. © iStock/monticelllo 2 20 Das Faszinierende: Die unterschiedlichen Biersorten entstehen aus den immer gleichen Zutaten - Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Das deutsche Reinheitsgebot von 1516 besagt, dass nichts außer diesen vier Inhaltsstoffen ins Bier darf. Mengenverhältnis, Herkunft und Verarbeitung dieser Rohstoffe sowie die Brauweise eröffnen dennoch unzählige Möglichkeiten, Geschmack und Aussehen des Bieres zu variieren. © IStock/FotoLesnik 3 20 Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Bieren ist die Art der Gärung, wobei die verwendete Hefe entscheidend ist. Während obergärige Hefe eine wärmere Umgebung benötigt und eher fruchtige Aromen ausbildet, gären Biere mit untergäriger Hefe bei niedrigeren Temperaturen, wobei sie einen eher vollmundigen Geschmack entwickeln. Untergärige Biere sind länger haltbar als obergärige. © iStock/Fenton Roman 4 20 Neben der Gärung spielen Farbe, Schaum und Kohlensäure eine Rolle für die Biererfahrung. Die Farbpalette reicht von blassem Gold bis hin zu tiefem Braun. Geschmacklich bewegen sich Biere zwischen herb, fruchtig und malzig. Auch die Schaumkrone und der Kohlensäuregehalt prägen das sensorische Erlebnis. Sie bestimmen, wie erfrischend, cremig oder vollmundig das Bier beim Trinken wirkt. © iStock/Aziz Shamuratov Anzeige 5 20 Helles Wer in Bayern "ein Bier" bestellt, bekommt ein Helles serviert. Das Helle ist im Süden Deutschlands äußerst beliebt – egal, ob in der Kneipe, im Bierzelt oder im Biergarten. Es wird untergärig gebraut, ist hell in der Farbe und angenehm mild im Geschmack. Der Hopfen tritt dezent in den Hintergrund, was das Bier süffig, weich und für jedermann zugänglich macht. © iStock/GANNAMARTYSHEVA 6 20 Export Das Export ist eng mit dem Hellen verwandt, jedoch stärker und haltbarer gebraut. Es wurde im 19. Jahrhundert erstmals in Dortmund gebraut und war für längere Transportwege bestimmt – daher der Name "Export". Geschmacklich zeigt es sich etwas malziger und vollmundiger, bleibt dabei aber dennoch süffig. Das Bier gilt als bodenständige Sorte und ist in vielen Regionen die beliebteste Wahl. © iStock/Bavorndej 7 20 Pils Pils oder Pilsner Bier zählt zu den bekanntesten Biersorten Deutschlands und wird untergärig gebraut. Es hat eine helle Farbe und besticht durch seinen herben, trockenen Geschmack. Der hohe Hopfenanteil sorgt für eine ausgeprägte Bitterkeit. Besonders im Norden Deutschlands erfreut sich Pils großer Beliebtheit. Das Pils wurde nach seiner Herkunftsstadt Pilsen benannt. © iStock/monticelllo 8 20 Dunkles Bier Dunkles Bier hat eine tiefbraune Farbe, die durch die Verwendung von dunklem Malz entsteht. Das sorgt nicht nur für die dunkle Farbe, sondern auch für karamell-, nuss- und schokoladenartige Aromen. Dunkle Biere sind meist weniger bitter und eher malzbetont. Besonders in Bayern und Franken genießen sie eine lange Tradition. © iStock/filipfoto Anzeige 9 20 Weißbier Weizen, auch Weißbier genannt, wird obergärig gebraut und enthält einen hohen Anteil an Weizenmalz. Typisch ist seine hefetrübe Optik und der fruchtig-malzige, nur mäßig bittere Geschmack. Weizen ist erfrischend, leicht spritzig und besonders im Süden Deutschlands beliebt und traditionsreich. Man trinkt dieses Bier aus dem sogenannten Weizenstutzen, der nach oben hin breiter wird. © iStock/kzenon 10 20 Dunkles Weißbier Weizenbier gibt es in verschiedenen Variationen: Leichtes Weizen hat weniger Alkohol und ist besonders erfrischend. Dunkles Weizen hingegen überzeugt durch einen intensiveren Malzgeschmack. Alkoholfreies Weizen ist die richtige Wahl für alle, die den fruchtig-hefigen Weizengeschmack lieben, aber nüchtern bleiben wollen. © iStock/Robert Way 11 20 Ales Ales sind traditionell obergärige Biere aus Großbritannien, die eine große Vielfalt bieten. Typisch sind fruchtige, malzige und würzige Aromen, die je nach Sorte variieren. Pale Ales sind besonders bekannt: Sie haben eine goldene Farbe, sind moderat bitter und angenehm leicht. Generell wird der Begriff "Ale" auf den Britischen Inseln auch einfach als Synonym für Bier verwendet. Auf dem Bild sind von links nach rechts das Summer Ale Colonia, das Indian Pale Ale Progusta, das Brown Ale The Brale und das Schwarzbier Darkon zu sehen. © picture alliance / dpa Themendienst | Franziska Gabbert 12 20 India Pale Ale Das India Pale Ale, kurz IPA, stammt ursprünglich aus England und wurde stark gehopft, um lange Seereisen zu überstehen. Heute ist es vor allem in der Craft-Bier-Szene beliebt. IPAs zeichnen sich durch intensive Hopfenaromen aus, die fruchtig, harzig oder blumig sein können. Sie bieten eine breite Palette an Geschmacksnuancen und sprechen experimentierfreudige Bierfreunde an. © iStock/bhofack2 Anzeige 13 20 Starkbiere Bei Starkbieren liegt der Stammwürzgehalt bei über 16 Prozent, was einen höheren Alkoholgehalt zur Folge hat. Starkbiere schmecken süßlich, malzig und vollmundig. Sie tragen oft Namen, die mit "-ator" enden, wie etwa Salvator, und begleiten in Bayern traditionell die Fastenzeit, wie beispielsweise das beliebte Starkbierfest am Nockherberg in München. Übrigens: Auch (Doppel-)Bockbiere sind meist Starkbiere. © iStock/Dirk von Mallinckrodt 14 20 Kölsch Kölsch ist ein obergäriges Bier, das ausschließlich in Köln und Umgebung gebraut werden darf. Es ist hell, klar und wird in schlanken, zylinderförmigen Gläsern serviert, den sogenannten Kölschstangen, die nur 0,2 Liter fassen. Geschmacklich ist Kölsch mild, etwas fruchtig und nur leicht bitter. Kölsch ist ein Stück rheinischen Lebenskultur und steht für Geselligkeit, welche der Bierkranz ebenso zum Ausdruck bringt. © iStock/Bjoern Wylezich 15 20 Kellerbier Kellerbier ist ein unfiltriertes, naturtrübes Bier mit ursprünglichem Charakter. Durch den Verzicht auf Filtration bleiben Hefepartikel und Schwebstoffe im Bier, was für eine trübe Optik und ein vollmundiges, weiches Mundgefühl sorgt. Das "Zwickelbier" oder Zoigl, wie man das Kellerbier auch nennt, schmeckt malzig, mild gehopft und angenehm süffig. © iStock/Alphotographic 16 20 Altbier Altbier, kurz "Alt" genannt, ist eine obergärige Bierspezialität aus dem Großraum Düsseldorf. Trotz obergäriger Hefe wird es kühl gelagert, was ihm eine klare Struktur und milde Kohlensäure verleiht. Altbier hat eine kupferbraune bis dunkelrote Farbe und schmeckt ausgewogen: malzig-würzig mit einer feinen, aber deutlichen Bitterkeit. © iStock/bhofack2 Anzeige 17 20 Lagerbier Lagerbier ist ein Oberbegriff für untergärige, lagerungsfähige Biere. Sie sind in der Regel hell bis goldgelb, klar und weniger hopfenbetont als Pils. Sie schmecken dezent malzig, weich und sind sehr süffig. Ob als klassisches Helles, Export oder als internationale Variante – Lagerbier überzeugt durch seine Vielseitigkeit. © iStock/Anton Vierietin 18 20 Mehr als nur Radler oder Alster Bier mit Zitronenlimonade wird als Radler oder Alster bezeichnet und ist weithin bekannt. Aber kennen Sie auch Russ (Weizen mit Limo), Diesel (Cola mit Bier), Cola-Weizen, Berliner Weisse (Bier mit Himbeer- oder Waldmeister-Sirup) oder Goaßmaß (eine Maß Bier mit halb Cola, halb Dunkles und 4 CL Kirschlikör)? Je nach Region sind unterschiedliche Bier-Mischgetränke verbreitet. © iStock/Roman Ivanenko 19 20 Alkoholfreies Bier Last but not least wollen wir auch den alkoholfreien Bieren etwas Aufmerksamkeit schenken. Sie stehen den "normalen" Bieren geschmacklich in nichts nach und sind eine hervorragende Alternative. Ob Pils, Weizen, Helles, Export oder Radler – es gibt sie alle auch ohne Promille. Allerdings sollten vor allem Schwangere darauf achten, dass tatsächlich 0,0 Prozent auf dem Alkoholfreien steht. Es gibt nämlich auch einige, bei denen zwar "alkoholfrei" draufsteht, jedoch eigentlich noch 0,5 Prozent enthalten. © iStock/Robert Ruidl 20 20 Fest steht: Ganz gleich, ob experimentelles IPA, süffiges Export oder herbes Pils, jede Sorte hat ihre eigene Geschichte und bringt zugleich ein Lebensgefühl mit sich. © iStock/agrobacter Feedback an die Redaktion Weitere Galerien Galerie Überreife Bananen, Brot & Eis Vorsicht, diese Lebensmittel enthalten Alkohol 16. April 2025
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