ÖPNV-Streik: Regionalverkehr soll am Morgen wieder fahren
ÖPNV-Streik: Regionalverkehr soll am Morgen wieder fahren
Aktualisiert am 18.04.2026, 03:33 Uhr Nach einem dreitägigen Warnstreik im Regionalverkehr sollen die Busse ab dem frühen Samstagmorgen wieder rollen. © dpa / Sebastian Kahnert/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Nach drei Tagen Stillstand sollen Busse, Straßenbahnen und Fähren wieder planmäßig fahren. Doch weiterhin ist keine Einigung in dem Tarifstreit in Sicht. Bis Mai könnten neue Streiks drohen.
Dresden - Nach einem dreitägigen Streik im sächsischen Regionalverkehr fahren Busse, Straßenbahnen und Elbfähren am Samstagmorgen voraussichtlich wieder planmäßig. "Nach Ende der Nachtschichten gehen wir davon aus, dass der Verkehr regulär wieder anläuft", sagte der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Sven Vogel der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Warnstreiks bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Mai seien aber möglich. Es gebe nach wie vor kein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite.
Seit Mittwochmorgen hatten Beschäftigte der Regionalverkehrsunternehmen in mehreren Landkreisen und in den Städten Dresden und Chemnitz - mit Ausnahme der städtischen Verkehrsbetriebe - ihre Arbeit niedergelegt. Pendlerinnen und Pendler mussten vor allem in ländlichen Regionen mit Ausfällen rechnen, einige Betriebe legten Notfahrpläne auf.
Einigung in Bayern als Vorbild?
In dem Tarifkonflikt fordert Verdi neben höheren Löhnen bessere Regelungen für die Arbeitszeit im Schichtdienst und mehr Freizeitausgleich. Die Arbeitgeber haben unter anderem Entgelterhöhungen von jeweils zwei Prozent in diesem und im kommenden Jahr angeboten und verweisen auf enge finanzielle Spielräume der kommunalen Haushalte. Aus Sicht der Gewerkschaft reicht das nicht aus, um Reallohnverluste zu verhindern.
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Verdi-Verhandler Vogel verwies auf die am Donnerstag erzielte Tarifeinigung in Bayern und forderte die Arbeitgeber auf, sich daran zu orientieren. In Sachsens Nachbarbundesland haben sich die Gewerkschaft und der Kommunale Arbeitgeberverband für den kommunalen Nahverkehr auf eine Entgelterhöhung von insgesamt sieben Prozent in diesem und dem nächsten Jahr verständigt.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) in Sachsen ist für den 12. Mai angesetzt. © Deutsche Presse-Agentur
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