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Oberbürgermeister kritisiert Biontech-Rückzug in Marburg

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Oberbürgermeister kritisiert Biontech-Rückzug in Marburg

Aktualisiert am 06.05.2026, 12:48 Uhr Rund 540 Arbeitsplätze könnten in Marburg wegfallen. (Archivbild) © dpa / Nadine Weigel/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Rund 540 Arbeitsplätze in Marburg stehen vor dem Aus, nachdem Biontech das Ende der Impfstoff-Produktion am Standort angekündigt hat. Die Stadtspitze reagiert deutlich.

Marburg - Der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) hat die angekündigte Schließung des Biontech-Werks in Marburg scharf kritisiert. "Wir halten diese Entscheidung für falsch und haben kein Verständnis für den Umgang mit den Beschäftigten, die diesem Unternehmen am Standort mit der Produktion des Covid-Impfstoffs horrende Gewinne beschert haben", sagte er einer Mitteilung zufolge.

Es gebe auch eine Verantwortung gegenüber der Region und der Öffentlichkeit insgesamt, sagte Spies. Zudem sei das Unternehmen mit hunderten Millionen Euro Fördermitteln aufgebaut worden. Trotz des Biontech-Rückzugs bleibe der Standort Marburg weiterhin attraktiv. "Unsere Region bietet auch weiterhin exzellente Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Unternehmen."

Rund 540 Arbeitsplätze könnten in Marburg betroffen sein

Die geplante Schließung mehrerer Produktionsstandorte des Impfstoffherstellers Biontech kostet in Marburg rund 540 Arbeitsplätze. Der Abbau soll laut einer Unternehmenssprecherin sozialverträglich ablaufen. Biontech hatte die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen begründet.

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Das Werk in Marburg war 2021 während der Corona-Pandemie eröffnet worden, bis heute wird dort der Covid-19-Impfstoff hergestellt, mit dem Biontech einst Milliarden verdient hatte. Noch in diesem Jahr solle die letzte Charge in dem mittelhessischen Werk gefertigt werden, danach stehe noch der Rückbau an, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und lote auch Verkaufsoptionen aus.  © Deutsche Presse-Agentur

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