"Null Toleranz": DFB verurteilt Sexismus gegen Eta
"Null Toleranz": DFB verurteilt Sexismus gegen Marie-Louise Eta
Aktualisiert am 19.04.2026, 12:05 Uhr In den sozialen Medien gibt es einige sexistische Kommentare gegen Union-Trainerin Marie-Louise Eta. © Andreas Gora/dpa Lesedauer:1 Min.Die Anfeindungen gegen Union Berlins Trainerin Marie-Louise Eta beschäftigen auch den Deutschen Fußball-Bund. Die frühere Nationalspielerin Celia Sasic äußert sich klar.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die sexistischen Kommentare gegen Union Berlins Trainerin Marie-Louise Eta verurteilt.
"Diese Kommentare sind inakzeptabel. Sie richten sich nicht nur gegen eine einzelne Person, sondern stellen Werte infrage, die für unseren Sport zentral sind: Respekt, Fairness und Gleichwertigkeit", hatte die frühere deutsche Nationalspielerin Celia Sasic dem Nachrichtenportal "t-online" noch vor Etas Debüt-Spiel gegen Wolfsburg gesagt. Sasic ist DFB-Vizepräsidentin für Diversität und Vielfalt.
Seit ihrer historischen Beförderung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga erhielt Eta extrem viel Zuspruch – zugleich wird sie im Netz mit Hasskommentaren konfrontiert. Auch nach dem 1:2 bei ihrem Debüt gegen den VfL gab es entsprechende Beiträge. Der Klub reagiert auf einige Äußerungen in den sozialen Medien direkt. Es sei "absolut richtig", dass die Berliner klare Haltung zeigten, befand Sasic.
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Eta: "Es beschäftigt mich nicht"
Auch für den Fall von Beleidigungen gegen Eta während eines Spiels ist der DFB gewappnet. Sasic verwies darauf, dass der Verband klare Abläufe habe, um beleidigende oder strafbare Kommentare auszublenden, zu melden und, wenn nötig, auch an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben. "Grundsätzlich schaut der DFB bei jedem Spiel sehr genau hin, wenn es um Diskriminierung oder Grenzüberschreitungen geht. Es gibt null Toleranz gegenüber sexistischen oder diskriminierenden Vorfällen", sagte Sasic.
So reagiert Eta auf Hasskommentare und Sexismus
Aktualisiert am 17.04.2026, 07:43 Uhr Marie-Louise Eta misst den Hasskommentaren und sexistischen Äußerungen im Internet zu ihrer Beförderung als Trainerin bei Fußball-Bundesligist Union Berlin wenig Bedeutung bei. Die 34-Jährige erhofft sich, Türen für junge Mädchen und Frauen durch ihre neue Rolle zu öffnen.Union Berlins Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, hatte die Anfeindungen gegen Eta ebenfalls scharf kritisiert. "Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen in der heutigen Zeit, uns rechtfertigen müssen. Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit", sagte Heldt.
Die 34-Jährige selbst erklärte: "Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird". (dpa/bearbeitet von ms)
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