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Nobelpreisträgerin Nüsslein-Volhard: "In Bio nur eine Zwei"

München/Tübingen

Nobelpreisträgerin Nüsslein-Volhard: "In Bio nur eine Zwei"

Aktualisiert am 22.04.2026, 07:57 Uhr Christiane Nüsslein-Volhard wünscht sich mehr Wertschätzung für Naturwissenschaften. (Archivbild) © dpa / Marijan Murat/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Nobelpreisträgerin Nüsslein-Volhard bekam bei der Abi-Prüfung in Biologie "nur eine Zwei". Warum sie das bis heute erstaunt – und was sie über die Wertschätzung der Naturwissenschaften denkt.

München/Tübingen - Deutschlands erste und bislang einzige Wissenschaftlerin, die einen Nobelpreis in Naturwissenschaften erhielt, ist mit ihrem Abschneiden bei der Abiprüfung im Fach Biologie nicht wirklich zufrieden. "Ach, da war ich nicht so besonders gut. Ich habe halt nur eine Zwei gekriegt, obwohl ich eigentlich so viel gemacht hatte im Unterricht, dass ich fand, ich hätte eine Eins verdient", sagte Christiane Nüsslein-Volhard dem Bayerischen Rundfunk.

Mit dem Fach Biologie startet heute der erste Jahrgang des neuen neunjährigen Gymnasiums (G9) in Bayern in die Abiturprüfungen. Nach Ansicht der Biochemikerin, emeritierte Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, werden naturwissenschaftliche Fächer zu wenig wertgeschätzt. "Das war schon immer so, dass das von der Gesellschaft aus nicht besonders hochwertig angesehen wird."

Bei Autos kennen sich Kinder aus, bei Pflanzen nicht

Es sei Tradition in Deutschland, "dass man eigentlich eher auf die geisteswissenschaftlichen Fertigkeiten der Leute hinweist, dass sie Latein können oder Griechisch, aber in Mathe haben sie dann gerne eine Fünf". Diese Haltung beginne ihrer Einschätzung nach früh: "Auch bei Kindern zählt es ja viel mehr, wenn die die Autos unterscheiden können, aber die Pflanzen im Vorgarten, die können sie nicht auseinanderhalten."

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Mit der Taufliege zum Erfolg

Die Forscherin, die 1942 in Magdeburg geboren wurde, verdankt der Taufliege Drosophila melanogaster viel von ihrem Ruhm. Zusammen mit zwei amerikanischen Entwicklungsbiologen fand die Biologin heraus, welche genetischen Mechanismen die frühe Entwicklung der Fliegenembryos steuern. Das Stockholmer Komitee ehrte die drei Wissenschaftler dafür 1995 mit dem Medizin-Nobelpreis.  © Deutsche Presse-Agentur

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