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Neuer spielt "Schweineball"

Patzer im CL-Viertelfinale

"Schweineball": Neuer erklärt seinen folgenschweren Patzer

Aktualisiert am 16.04.2026, 10:07 Uhr © SID Lesedauer:2 Min.

Im Hinspiel bei Real Madrid war Manuel Neuer noch der gefeierte Held, im Rückspiel dann plötzlich ein Unsicherheitsfaktor. Beim ersten Tor patzt Neuer fatal und auch beim zweiten Tor hat man ihn schon stärker gesehen. Er selbst spricht nach dem Spiel von einem "Schweineball".

Es war ein früher Schock für die Bayern: Ohne Gegnerdruck hatte Manuel Neuer im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid den Ball mit Links direkt auf den Fuß von Arda Güler geschlagen, der nach nur 35 Sekunden zum 1:0 für die Spanier traf.

"Für mich war es schwierig in der Situation, weil ich den Ball zu Stani spielen wollte auf die rechte Seite, ich treffe ihn sehr schlecht. Es war einfach ein Schweineball, den ich gespielt habe", beschrieb Neuer den folgenschweren Patzer beim Versuch des Zuspiels auf Außenverteidiger Josip Stanisic.

Und auch beim 2:1-Treffer von Real Madrid durch einen Freistoß von Arda Güler hatte Neuer zwar die Hand am Ball, konnte das Tor jedoch nicht verhindern. Kein klarer Torwart-Fehler, aber doch eine kleine Schwäche.

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Neuers Patzer als "Hallo-wach-Moment"

Zu Neuers Glück zeigten sich die Bayern in diesem Spiel als wahre Mentalitätsmonster. Am Ende stand es 4:3 und Bayern im Halbfinale der Champions League. Und auch Neuer zeigte sich in Halbzeit zwei deutlich stabiler. Er hatte sich von den eigenen Patzern nicht aus der Ruhe bringen lassen.

"Es war ein Hallo-wach-Moment für alle im Stadion, dass man gegen Real Madrid spielt und dass hier alles passieren kann. Das ist natürlich ein blöder Start für mich. Aber ich muss auch versuchen, das wegzustecken und weiterzuspielen, so wie wir es immer machen. Dann waren wir auch da", sagte Neuer, der beim 2:1 im Hinspiel in Madrid noch überragend gehalten hatte und als "Man of the Match" ausgezeichnet worden war.

Der mittlerweile 40-Jährige sprach von einer "Drama-Nacht" gegen Madrid. "Das hat keiner so vorhersagen können."

Die Führungsetage des deutschen Rekordmeisters war erleichtert, dass der Aussetzer Neuers am Ende folgenlos blieb. "Ich dachte nur: Bitte nicht!", äußerte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. "Zum Glück hat die Mannschaft ganz schnell das 1:1 geschafft."

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Sportvorstand Max Eberl sprach davon, dass die Mannschaft nach dem frühen Rückstand das Duell mit Real "mit einem Rucksack begonnen" habe. "Du musst in so einem Viertelfinale nach so einem Fehler erst wieder zurückkommen", lobte Eberl und sagte über Neuer: "An einem Tag bist du der Hero, im anderen Spiel machst du den Fehler, der alles etwas schwerer macht."

Hängt Neuer noch ein Jahr dran?

Neuers Licht- und Schatten-Spiele kommen zu einer Zeit, in der seine Zukunft bei den Bayern noch nicht geklärt ist und auch das Thema Nationalmannschaft nicht so richtig verstummen will. So oft es Neuer auch schon ausgeschlossen hat.

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Bei den Bayern hat er jedenfalls auch noch "kein Angebot vorliegen", wie Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel bei DAZN verriet. Doch der Sportvorstand ließ auch durchblicken, dass der Rekordmeister Neuers Vertrag wohl noch einmal verlängern würde. "Die Fitness, geistige Frische, die Lust auf ein weiteres Jahr – das muss er ein Stück weit symbolisieren und dann werden wir die Dinge übereinander legen und dann würde es auch wahrscheinlich eine Lösung geben", sagte Eberl. "Es sei denn, die Forderungen sind utopischer Art und Weise. Aber das kann ich mir ehrlicherweise nicht vorstellen." (ska)

Verwendete Quellen

  • dpa
  • sid
Teaserbild: © IMAGO/kolbert-press/IMAGO/kolbert-press/Markus Verwimp Feedback an die Redaktion