Neue Studie veröffentlicht : Forscher entdecken einen überraschenden Treiber für Radpendeln
Neue Studie veröffentlicht : Forscher entdecken einen überraschenden Treiber für Radpendeln
Aktualisiert am 21.04.2026, 16:50 Uhr © fhm / Getty Images Lesedauer:2 Min. Bike-XDieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Eine neue Studie zeigt: Ein bislang unterschätzter Faktor sorgt dafür, dass deutlich mehr Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Effekte auf das Pendelverhalten sind größer als erwartet – und könnten auch den Berufsverkehr spürbar verändern.
Stau, Verspätungen, Parkplatzsuche: Der tägliche Weg zur Arbeit ist für viele Menschen Routine. Durchschnittlich pendeln die Deutschen 28 Minuten pro Strecke. Je nach dem, ob diese Zeit in der Bahn, im Auto oder auf dem Rad verbracht wird, stehen die Pendlerinnen und Pendler vor anderen Herausforderungen.
Genau hier setzt eine aktuelle Untersuchung des T3 Transportation Think Tank an. Sie hat 3.600 Berufstätige zu ihrem Pendelverhalten befragt und einen überraschenden Faktor identifiziert, der mehr Menschen zum Pendeln mit dem Rad motiviert.
Mehr Radpendler durch Dienstrad-Angebote
Die Untersuchung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Active Travel Studies, kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Verfügbarkeit eines Dienstrads erhöht die Wahrscheinlichkeit, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, um 54 Prozent im Vergleich zu Personen ohne Dienstrad.
Besonders stark wirkt sich dabei die Kombination aus Dienstrad und E-Bike aus. Da ein großer Teil der geleasten Räder inzwischen elektrisch unterstützt ist, steigt die Nutzung nicht nur für sportliche Pendler, sondern auch für Gelegenheitsfahrer deutlich an – sowohl auf dem Arbeitsweg als auch im Alltag.
Kurze Pendelstrecken, großes Potenzial
Laut Bundesverkehrsministerium sind fast 40 Prozent aller Wege in Deutschland Pendelwege. Die mittlere Distanz liegt dabei bei nur 4,9 Kilometern pro Tag – eine Strecke, die für viele Menschen problemlos mit dem Fahrrad oder E-Bike bewältigt werden kann.
Genau hier setzt das Dienstrad an: Es senkt die Hürde für den Umstieg und macht das Fahrrad im Alltag attraktiver, auch bei längeren oder weniger regelmäßigen Strecken.
Entlastung für Straßen und ÖPNV
Die Folgen eines höheren Radanteils im Berufsverkehr gehen über individuelle Vorteile hinaus. Jeder Umstieg vom Auto aufs Fahrrad reduziert Verkehrsaufkommen – besonders zu Stoßzeiten, wenn Straßen und öffentliche Verkehrsmittel am stärksten belastet sind.
"Das Dienstrad ist ein Gamechanger für den täglichen Arbeitsweg", sagt Wasilis von Rauch, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad. Mehr Radpendler würden nicht nur die eigene Mobilität verbessern, sondern auch Staus reduzieren und damit alle Verkehrsteilnehmenden entlasten.
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Die Studie berücksichtigt neben der Dienstrad-Nutzung auch Faktoren wie Pendeldistanz, Wetterresistenz, Verkehrsmittelverfügbarkeit sowie die Infrastruktur am Arbeitsplatz – etwa Duschen oder sichere Fahrradabstellplätze.
Die Autoren betonen zudem, dass weitere Forschung nötig sei, um die langfristigen Effekte des Dienstradleasings genauer zu verstehen und politische sowie infrastrukturelle Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.
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Fazit: Dienstrad als Hebel für die Verkehrswende
Die Ergebnisse der T3-Studie zeigen deutlich: Diensträder sind mehr als ein Mitarbeiter-Benefit. Sie können ein zentraler Baustein sein, um den Berufsverkehr nachhaltiger zu gestalten und die Nutzung des Fahrrads im Alltag insgesamt zu erhöhen.
Wenn mehr Beschäftigte aufs Rad umsteigen, profitieren nicht nur sie selbst – sondern auch Städte, Verkehrssysteme und alle, die morgens im Stau stehen. © Bike-X
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