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Netflix Aktie: Bernstein sieht EPS-Verdopplung bis 2030

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Netflix Aktie: Bernstein sieht EPS-Verdopplung bis 2030

05.06.2026 - 21:45:00 | boerse-global.de

Bernstein prognostiziert eine EPS-Verdopplung bei Netflix bis 2030, getrieben durch das Werbegeschäft und Aktienrückkäufe.

Netflix - Grafik, die eine Verdopplung des EPS-Wachstums symbolisiert, mit verschwommenem Netflix-Hintergrund. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nach einem schwachen Monat stabilisiert sich die Netflix-Aktie. Analyst-Upgrades, institutionelle Käufe und ein klarer Wachstumspfad beim Werbegeschäft liefern die Argumente — während der Kurs noch immer unter Druck steht.

Bernstein sieht EPS-Verdopplung bis 2030

Bernstein-SocGen-Analyst Laurent Yoon hat sein „Outperform"-Rating bekräftigt und ein Kursziel von 110 Dollar verteidigt. Der Kern seiner These: Netflix kann den Gewinn je Aktie von rund 3,15 Dollar im Jahr 2026 auf über 6 Dollar bis 2030 steigern — eine Verdopplung innerhalb von vier Jahren.

Der Haupttreiber ist das Werbegeschäft. Die Einnahmen aus dem werbefinanzierten Tier sollen von geschätzten 3 Milliarden Dollar im laufenden Jahr auf 7,6 bis 8,3 Milliarden Dollar bis 2030 klettern. Netflix selbst hält an seiner Jahresprognose fest: 12 bis 14 Prozent Umsatzwachstum und eine operative Marge von 31,5 Prozent. Die Plattform zählt aktuell mehr als 325 Millionen zahlende Mitglieder.

Preiserhöhungen und Milliarden-Rückkäufe

Rosenblatt Securities bleibt mit „Neutral" zurückhaltender, hob das Kursziel aber leicht auf 96 Dollar an. Die Analysten verweisen auf die US-Preiserhöhungen vom März: Das Standard-Abo mit Werbung kostet nun 8,99 Dollar, das Premium-Paket 26,99 Dollar monatlich.

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Hinzu kommt ein struktureller Rückenwind für das Rückkaufprogramm: Netflix erhielt 2,8 Milliarden Dollar als Vertragsauflösungsgebühr von Warner Bros./HBO. Diese Mittel fließen laut Rosenblatt verstärkt in Aktienrückkäufe. Das EBITDA-Ziel für 2026 schraubt die Bank um zwei Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar nach oben.

Institutionelle Käufer als Kurspuffer

Aktuelle SEC-Meldungen zeigen eine ungewöhnlich starke institutionelle Nachfrage im vergangenen Quartal. Westfield Capital Management erhöhte seine Position um knapp 593 Prozent auf rund 1,6 Millionen Aktien. Vise Technologies meldete sogar einen Anstieg von über 1.260 Prozent. Vanguard, Norges Bank und Prudential PLC bauten ihre Bestände ebenfalls aus. Institutionelle Investoren halten damit zusammen rund 81 Prozent der ausstehenden Aktien.

Ein Gegengewicht setzt Mitgründer Reed Hastings: Er verkaufte Anfang April im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans gut 420.000 Aktien.

KI-Integration und Content-Erfolge

Operativ treibt Netflix die Einbindung generativer KI in die Produktionsstrategie voran. Konkrete Leitlinien sollen KI-gestützte Werkzeuge ermöglichen, ohne Kreativrechte zu beschneiden — flankiert vom neu ratifizierten SAG-AFTRA-Abkommen für 2026, das erstmals Branchenstandards für synthetische Inhalte definiert.

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Auf der Inhaltsseite liefert die südkoreanische Horrorserie „If Wishes Could Kill" den aktuellen Beweis für die Stärke des internationalen Katalogs: Sie führte in der Woche bis zum 5. Juni die Non-English-Charts an. Die Animationsserie „Devil May Cry" erhält eine dritte und abschließende Staffel — die erste Staffel kam auf 21,7 Millionen Aufrufe.

Der Kurs notiert aktuell bei 70,74 Euro, ein Plus von 0,64 Prozent auf Tagesbasis. Der RSI liegt bei 31,5 — ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt und auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet, sofern die fundamentalen Argumente der Analysten bei Investoren verfangen.

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