Nachbarn retten Frau vor Angriff ihres Ehemanns
Nachbarn retten Frau vor Angriff ihres Ehemanns
Aktualisiert am 15.05.2026, 17:03 Uhr Noch bevor die Polizei eintraf, hatten Nachbarn den gewalttätigen Ehemann überwältigt. (Symbolbild) © dpa/Daniel Karmann Lesedauer:1 Min.In Kempten greifen mehrere Nachbarn beherzt ein, als ein Ehemann seine Frau attackiert. Ihr mutiges Handeln stoppt die Tat noch vor dem Eintreffen der Polizei.
Aufmerksame Nachbarn haben in Kempten im Allgäu einen Mann überwältigt, der gerade dabei war, seine Ehefrau zu würgen. Zuvor waren sie laut Polizei durch Schreie auf die Situation aufmerksam geworden und hätten beobachtet, wie der Mann die Frau an den Haaren in ein Zimmer zog. Mehrere Menschen verständigten daraufhin am Dienstag den Notruf.
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Ehemann vor Eintreffen der Polizei überwältigt
Noch bevor die Beamten eintrafen, sei jedoch einer der Nachbarn über ein Vordach und ein geöffnetes Fenster in die Wohnung im ersten Stock gestiegen. Dort habe er gemeinsam mit weiteren Nachbarn den 53-jährigen Ehemann überwältigt, als dieser gerade dabei war, die 52-jährige Ehefrau mit beiden Händen zu würgen. Laut Polizei konnten die Helfer den Ehemann bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Gleichzeitig kümmerte sich ein anwesender Arzt um die Ehefrau.
Wie die anderen Helfer in die Wohnung gelangten, teilte die Polizei nicht mit. Gegen den 53-jährigen Mann wurde mittlerweile Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Er sitzt im Gefängnis. Die weiteren Ermittlungen dauern an. (dpa/bearbeitet von amb)
Hilfsangebote
- Wenn Sie selbst von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich bitte an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (116 016 oder online), das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" (0800/1239900 oder online), das Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch" (0800/225 5530), in Österreich an die Beratungsstelle für misshandelte und sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Kinder (Tamar, 01/3340 437) und in der Schweiz an die Opferhilfe bei sexueller Gewalt (Lantana, 031/3131 400)
- Wenn Sie einen Verdacht oder gar Kenntnis von sexueller Gewalt gegen Dritte haben, wenden Sie sich bitte direkt an jede Polizeidienststelle.
- Falls Sie bei sich oder anderen pädophile Neigungen festgestellt haben, wenden Sie sich bitte an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden".
- Anlaufstellen für verschiedene Krisensituationen im Überblick finden Sie hier.
