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Nach Crans-Montana bangt der Bund ums Image der Schweiz

«Möglicherweise eine Zäsur» Nach Crans-Montana bangt der Bund ums Schweiz-Image

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS hat 41 Menschen das Leben gekostet, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Und sie könnte das Bild der Schweiz im Ausland beschädigt haben: Selbst das Aussendepartement spricht inzwischen von einer möglichen «Zäsur».Publiziert: 10.04.2026 um 16:04 Uhr|Aktualisiert: 11.04.2026 um 10:32 Uhr Teilen Anhören Kommentieren1/6Katastrophe in der Bar Le Constellation, hier eine Aufnahme aus der Ermittlung: Die Brandtragödie von Crans-Montana hallt nach.Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweiz schnitt 2025 international gut ab, trotz Krisen und Katastrophen
  • Dass 41 junge Menschen wegen des Brandes in Crans-Montana sterben mussten, beeinflusst das Image erheblich
  • Das EDA prüft die Auswirkungen auch mittels Umfragen, die Resultate werden Ende 2026 erwartet
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Sicher, stabil, schön! Die Schweiz gilt im Ausland als Erfolgsmodell. Als Land, in dem die Züge fahren, die Behörden funktionieren und selbst Krisen souverän bewältigt werden. Doch nun scheint man sich selbst in Bundesbern nicht mehr ganz sicher, ob dieses Bild langsam Risse bekommt.

In seinem aktuellen Bericht zur Wahrnehmung der Schweiz im Ausland zieht das Aussendepartement (EDA) von Bundesrat Ignazio Cassis (64) zwar eine erfreuliche Bilanz für 2025. Die Schweiz schneide erneut sehr gut ab. Auch Grossanlässe wie der Eurovision Song Contest oder die Frauen-EM hätten das positive Bild gestärkt. Und selbst die Wirren um den US-Zolldeal dürften dem Ruf der Schweiz nicht nachhaltig geschadet haben.

Das EDA spricht von «Kontinuität in einer sich wandelnden Welt». Doch dann folgt ein dickes Aber: Die Bilanz 2025 stehe «unter einem gewichtigen Vorbehalt», schreiben die Imagewächter des Bundes. Denn in der Silvesternacht wurde das Land von einer verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana VS erschüttert. 41 junge Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt.

«Das tragische Ereignis löste international nicht nur grosse Betroffenheit, sondern auch ein ausserordentlich grosses mediales Echo aus, das die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland beeinflusst haben dürfte», analysiert das EDA. Es bezeichnet die Tragödie als «Einschnitt» – und legt nach: «Auch für die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland war dies möglicherweise eine Zäsur.»

Risse im heilen «Heidiland»

Wegen des Zeitpunkts kurz nach dem Jahreswechsel seien die Image-Folgen noch nicht in den Bericht eingeflossen. Dieser könnte damit aber zu einer Art Vergleichswert werden – zum Bild der Schweiz vor der Tragödie.

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Dass ein einzelnes Ereignis international derart stark nachhallt, ist in der jüngeren Geschichte einmalig. Nach dem fatalen Brand folgte wenige Wochen später das Postauto-Inferno in Kerzers FR. Und wenige Tage danach stürzte in Engelberg OW eine Gondel der Titlis-Bahnen ab. In einem Bericht der deutschen Nachrichtenagentur DPA war bereits von grossen Rissen im einst so heilen «Heidiland» die Rede.

Gibt es eine Schweiz vor Crans-Montana – und eine danach? Noch ist unklar, wie tief die Spuren tatsächlich sein werden.

Die Befragung wird zeigen, was hängen bleibt

Auch beim EDA will man sich noch nicht genauer festlegen. Ein Sprecher sagt zu Blick: «Ob es nachhaltige Veränderungen in der Wahrnehmung der Schweiz bei der breiten Bevölkerung im Ausland gegeben hat, wird sich gegen Jahresende anhand der Resultate der regelmässig durchgeführten Bevölkerungsbefragungen zeigen.»

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Konkrete Massnahmen plant das EDA derzeit nicht. Vorrang hätten im Moment die Ermittlungen sowie die Information der Betroffenen, so der Sprecher. Dafür seien die entsprechenden Behörden zuständig. «Je nachdem, wie sich die Wahrnehmung im Ausland entwickelt, können bei Bedarf gezielte Kommunikationsmassnahmen ergriffen werden.»

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