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Motorrad in der Ampelanlage – Wie geht das?: Stoppie rettet Biker

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Motorrad in der Ampelanlage – Wie geht das?: Stoppie rettet Biker

Aktualisiert am 14.05.2026, 06:50 Uhr © Delta Firefighters IAFF Local 1763 / Facebook Lesedauer:2 Min. Motorrad-Online

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Kein Fake, keine KI, sondern leider schreckliche Realität. MOTORRAD erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass ein Motorrad in der Ampelanlage hängt.

So schrecklich dieser Unfall auf einer Kreuzung in North Delta, Kanada, so glücklich der Ausgang: Zwar mit schweren Verletzungen und im Krankenhaus, dennoch ist der Fahrer der wohl nagelneuen Suzuki GSX-R 1000 R in der 40-Jahre-Edition am Leben. Und laut ersten Meldungen nicht in Lebensgefahr.

Stoppie rettet Fahrer

Wer die Aufnahme der Verkehrsüberwachung genau ansieht, erkennt wohl den größten Faktor, der diesen Unfall so besonders macht:

Offensichtlich erkannte der Suzuki-Fahrer den abbiegenden BMW deutlich vor Einfahrt in die Kreuzung, denn ins Bild fährt die Gixxer auf dem Vorderrad. Dieser Stoppie kann nur durch eine Vollbremsung entstehen.

Diese Lageänderung des Fahrers in Relation zur Straße und zum Pkw könnte den verhältnismäßig glücklichen Unfallausgang erklären. Nach dem Aufprall schleudert es den Motorradfahrer, nach nur wenig frontalem Kontakt mit dem Auto oder einem anderen Hindernis, recht flach weiter und er landet auf der Straße.

Ohne den Stoppie hätte der Fahrer wohl zum einen die volle Kraft der plötzlichen Verzögerung aufnehmen müssen und zum anderen hätte er infolgedessen mindestens eines der beiden Fahrzeuge frontal mit seinem Körper getroffen.

Die starke Radlastverteilung beim Bremsen Richtung Vorderrad führte zum abgehobenen Hinterrad – dem Stoppie – und erklärt wohl auch das Landen der Suzuki in der Ampelanlage.

Video: Im Video: Suzuki hängt nach Unfall an der Ampel

Stoppie lässt Gixxer fliegen

Nicht nur "rettet" der Stoppie vermeintlich den Fahrer vor finalen Folgen, sondern er ist quasi der Boost für den Flug der Suzuki hoch in die Luft.

Mit beiden Rädern am Boden, also ohne Stoppie, hätte dieser Unfall auch für die Suzuki völlig anders geendet. Sie wäre am Pkw eingeschlagen, hätte unter Umständen leicht das Heck gehoben und wäre dann zur Seite umgefallen.

Doch das bereits hocherhobene Heck ändert den gesamten Kraftverlauf im Moment des Einschlags in die Front des Autos. Kraft geht nicht verloren, sie muss irgendwo hin. Und ein Körper ist träge. In diesem Fall bewegt sich das Heck in Fahrtrichtung weiter, die Restgeschwindigkeit des Motorrads wird nicht in Verformung umgewandelt, sondern wirkt weiter als Bewegung.

So "zieht" das Heck weiter in die Bewegungsrichtung das gesamte Motorrad mit, was die Drehbewegung über die Hochachse auslöst, die Suzuki über den BMW fliegen und durch Zufall mit der Gabel in den Trageholm der Ampel einhaken lässt.

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Noch ein Faktor: Pkw bremst abrupt

Ebenfalls großen Anteil am vermeintlich glimpflichen Ende dieses Unfalls hat der Fahrer des BMWs. Natürlich ist er wohl zunächst Hauptauslöser, doch als der Fahrer das nahende Motorrad erkennt, bremst der BMW abrupt zum Stillstand.

So trifft das Motorrad den Kotflügel vorn und der Fahrer geht über die flache Motorhaube ab. Wäre der Pkw nur gut einen Meter weitergefahren, hätten wir eine völlig andere Lage. Die Seitentür auf Höhe der A- oder B-Säule wäre womöglich der Kontaktpunkt geworden. Ob der Motorradfahrer dann trotz erhöhter Lage durch den Stoppie ohne Kontakt zum Auto aus diesem Unfall herausgekommen wäre, ist allerdings fraglich.

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Fazit

Ein Unfall in North Delta, Kanada, endet einigermaßen glimpflich für den Fahrer einer Suzuki GSX-R. Wohl dank eines Stoppies durch die Vollbremsung wird der Fahrer vor der schwersten Folge bewahrt. Die Suzuki fliegt über einen BMW und landet in einer Ampelanlage. Der Fahrer überlebt mit schweren Verletzungen, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.  © Motorrad-Online

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