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Machtkampf um FDP-Vorsitz ist entschieden

Überraschender Rückzug

Machtkampf um FDP-Vorsitz ist entschieden

Aktualisiert am 15.05.2026, 17:43 Uhr Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne (l.) zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Damit bleibt nur Wolfgang Kubicki übrig. © picture alliance/Jörg Carstensen Lesedauer:1 Min.

In der angeschlagenen FDP gibt es eine personelle Weichenstellung. Landeschef Henning Höne kandidiert nicht mehr für den Bundesvorsitz und unterstützt damit Wolfgang Kubicki. Beide sprechen von einem abgestimmten Schritt zur Stärkung der Partei.

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Höne werde nur noch als erster stellvertretender Bundesvorsitzender kandidieren, bestätigte ein Sprecher der FDP NRW der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Damit bleibt zunächst nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz.

"Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist", sagte Höne der "FAZ" in einem Doppelinterview mit Kubicki. "Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung." Beide Politiker betonten, dass sie den Schritt in den vergangenen Tagen gemeinsam geplant hätten. Ziel sei es, dass die FDP Kräfte bündele. Kubicki stellte demnach in Aussicht, Höne eng einzubinden.

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FDP steckt in tiefer Krise

Der 39-jährige Höne ist Chef des größten FDP-Landesverbands und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen die FDP noch vertreten ist. Aktuell ist Höne - wie auch der 74-jährige Kubicki - Vizevorsitzender der Bundes-FDP.

Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

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Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete. (dpa/bearbeitet von amb)

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