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London und Paris planen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus

Live-Blog Iran-Krieg

London und Paris planen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus

Aktualisiert am 13.04.2026, 14:42 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:7 Min. Ein Live-Blog von M. Bogner N. Grassinger J. Napirca
  • 14:42 Uhr: Deutsche Bundesregierung setzt auf diplomatische Lösung im Iran-Krieg
  • 12:58 Uhr: ➤ Hormus-Blockade: Paris und London planen internationale Mission
  • 11:29 Uhr: Merz: Iran-Verhandlungen nicht gut vorbereitet
  • 10:09 Uhr: Irans Militär bezeichnet US-Seeblockade als "Akt der Piraterie"
  • 05:35 Uhr: Trump: Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielen
  • 04:20 Uhr: Börsen in Ostasien sinken nach angekündigter US-Seeblockade
  • 00:53 Uhr: Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen

Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren

➤ Hormus-Blockade: Paris und London planen internationale Mission

  • 12:58 Uhr

Vor dem Hintergrund der angekündigten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die US-Armee wollen Frankreich und Großbritannien den Aufbau einer internationalen Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben. In den kommenden Tagen soll dazu eine internationale Konferenz in Paris stattfinden, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron via X ankündigte. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron.

Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen. "Frankreich ist bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten", sagte Macron. Es dürfe kein Aufwand gescheut werden, um "so schnell wie möglich auf diplomatischem Wege zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu gelangen".

Der britische Premierminister Keir Starmer betonte, dass Großbritannien die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Teil-Blockade nicht unterstütze. Alle diplomatischen, politischen und militärischen Maßnahmen seien darauf ausgerichtet, die Meerenge wieder zu öffnen, sagte Starmer. Ohne Details zu nennen, verwies er auf britische Kapazitäten zum Räumen von Minen. (afp/dpa/bearbeitet von ng)

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Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

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Interview Politologe ordnet ein  "Am Ende war dieser Krieg für die USA umsonst"  vor 2 Tagen von Anne-Kathrin Hamilton

Weitere News zum Iran-Krieg vom 13. April

Deutsche Bundesregierung setzt auf diplomatische Lösung im Iran-Krieg

  • 14:42 Uhr

Die Bundesregierung setzt nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen im Iran-Krieg und der angedrohten Teilblockade der Straße von Hormus durch die USA weiterhin auf eine Verhandlungslösung. "Diese diplomatische Lösung ist der einzige Weg, diesen Konflikt jetzt zu beruhigen und zu einem Ende zu führen", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. Er betont die Bereitschaft der Bundesregierung, sich an der Stabilisierung einer Friedenslösung unter Bedingungen zu beteiligen.

Für drei Elemente einer diplomatischen Lösung gebe es eine Verständigungspflicht, sagt Kornelius. Das betreffe die Straße von Hormus, das iranische Nuklear- und Raketenprogramm sowie die iranische Unterstützung von sogenannten Proxys in der Region wie etwa der Hisbollah-Miliz im Libanon. Deutschland habe angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Weltwirtschaft und etwa den Spritpreis ein fundamentales Interesse an einem diplomatischen Erfolg.

Die vermeintliche Blockade der Straße von Hormus beziehungsweise der iranischen Häfen durch die USA sei kein Ende des diplomatischen Prozesses, sagt Kornelius. Man interpretiere dies vielmehr als "Bewegung, den Druck zu erhöhen". Die Straße von Hormus diene offenbar nun als "eine Art Faustpfand" für beide Seiten - den Iran und die USA. (dpa/bearbeitet von nap)

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Merz: Iran-Verhandlungen nicht gut vorbereitet

  • 11:29 Uhr

Deutschlands Kanzler Friedrich Merz hat die Vorbereitung der vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kritisiert. "Ich bin von der Entscheidung, die Gespräche in Islamabad abzubrechen, nicht überrascht gewesen", sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin nach zweitägigen Beratungen der Spitzen der schwarz-roten Koalition.

"Ich hatte von Anfang an nicht den Eindruck, dass sie wirklich gut vorbereitet waren", fügte Merz hinzu. Wen er mit dieser Kritik meinte, erläuterte Merz nicht.

Der Kanzler ergänzte: "Insofern wird das jetzt ein längerer Prozess werden." Die Bundesregierung spreche mit den Konfliktparteien, der US-Regierung und Israel. "Das wird ein lang dauernder Prozess bleiben, und wir werden die Folgen dieses Krieges noch lange spüren, auch wenn er vorbei ist", sagte Merz. (dpa/bearbeitet von ng)

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Irans Militär bezeichnet US-Seeblockade als "Akt der Piraterie"

  • 10:09 Uhr

Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", sagte der Sprecher weiter.

Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren." Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es bereits Sonntagabend in einer Mitteilung.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf spottete auf X an die US-Bevölkerung gerichtet: "Habt Spaß mit den aktuellen Spritpreisen". Ghalibaf hatte die Verhandlungen im pakistanischen Islamabad für den Iran geleitet. Er deutete die amerikanischen Drohungen laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die die USA seit Ausbruch des von ihnen mit Israel begonnenen Krieges geraten seien. (dpa/bearbeitet von ng)

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Fragen und Antworten US-Seeblockade der Straße von Hormus – was haben die USA vor? vor 2 Stunden

UNDP: Eskalation am Golf könnte Millionen Menschen in Armut treiben

  • 09:52 Uhr

Die militärische Eskalation in der Golfregion könnte nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Auch wenn die direkten Folgen des Iran-Krieges vor allem Länder träfen, die von dem Konflikt betroffen seien oder stark von Energieimporten abhingen, zeigten neue Schätzungen, dass langfristig auch weit vom eigentlichen Konfliktgebiet entfernte wirtschaftlich schwächere Länder stark darunter leiden werden, teilte das UNDP am Montag mit.

Das UN-Entwicklungsprogramm veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel "Militärische Eskalation im Nahen Osten: Rückschritte in der globalen Entwicklung und politische Handlungsoptionen". Darin werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges untersucht - von den kurzfristigen Folgen des Krieges bis hin zu Auswirkungen, die bis zu acht Monate anhalten könnten.

Besonders anfällig seien Länder in der Golfregion, in Asien, afrikanischen Ländern südlich der Sahara sowie in kleinen Insel-Entwicklungsstaaten. Die neue Analyse zeige, dass die Auswirkungen des Iran-Krieges nicht nur auf die direkt betroffenen Länder beschränkt seien, "sondern besonders stark jene Länder treffen, die den geringsten finanzpolitischen Spielraum haben, steigende Energie- und Lebensmittelpreise abzufedern". (afp/bearbeitet von ng)

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Trump: Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielen

  • 05:35 Uhr

Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. "Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht", sagte Trump am Sonntag vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung", fügte er hinzu.

Zuvor hatte die US-Armee angekündigt, am Montagnachmittag mit ihrer Blockade der Straße von Hormus zu beginnen. Ab 16:00 Uhr MESZ werde allen Schiffen die Passage untersagt werden, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen", erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X.

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Erste direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über ein endgültiges Ende der Kämpfe fanden am Samstag in Pakistan statt, sie scheiterten aber. US-Vizepräsident JD Vance sagte, es seien gute Gespräche gewesen, es habe jedoch keine Einigung gegeben. Knackpunkt war laut Vance Teherans fehlende Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen. (afp)

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Börsenkurse in Ostasien sinken nach angekündigter US-Seeblockade

  • 04:20 Uhr

Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade der Straße von Hormus mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis zum Vormittag (Ortszeit) um knapp 0,9 Prozent, der südkoreanische Kospi rangierte zum selben Zeitpunkt rund ein Prozent im Minus.

Der Hongkonger Hang Seng gab im Morgenhandel ebenfalls um ein Prozent nach. Nahezu unverändert hielt sich der in Shanghai gehandelte CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, mit einem Plus von 0,1 Prozent. Der australische S&P ASX 200 sank um 0,5 Prozent.

Die Märkte reagieren damit auf die von US-Präsident Donald Trump nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen mit dem Iran angekündigte Blockade der Straße von Hormus. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen.

Der Ölpreis für ein Fass (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni ist daraufhin wieder leicht über die Marke von 100 Dollar gestiegen. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus vor Iran abhängig. (dpa)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

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Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen

  • 00:53 Uhr

Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht zum Montag (MESZ) lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar.

Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. (dpa)

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Mit Material von AFP und dpa

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