Lecker, günstig und gut für den Darm: So machen Sie Kombucha selbst
Lecker, günstig und gut für den Darm: So machen Sie Kombucha selbst
Galerie Fermentierter Tee Kombucha ist ein traditionelles Getränk aus Ostasien, das dort seit Jahrhunderten zur Unterstützung der Darmflora getrunken wird und auch hierzulande mittlerweile sehr beliebt ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie makrobiotischen Kombucha ganz leicht selber machen können. 21 Bilder Aktualisiert am 23.04.2026, 14:29 Uhr Teaserbild: © iStock/alvarez 1 21 Kombucha findet als fermentierter Tee in der asiatischen Medizin schon seit Jahrhunderten Verwendung. So soll Kombucha dank seiner lebenden Bakterien und Enzyme die Verdauung unterstützen. Doch industriell hergestellte Kombucha-Getränke sind oft pasteurisiert und enthalten dann keine lebenden Kulturen mehr. © iStock/RamilF 2 21 Bei der Kombucha-Fermentierung wird meist schwarzer oder grüner Tee und Zucker mithilfe von Pilzen in Alkohol und Säuren umgewandelt. Deshalb schmeckt das Getränk süß-säuerlich und enthält am Ende einen Alkoholgehalt zwischen 0,1 und 2 Prozent. Der Alkoholgehalt kann durch die Menge an verwendetem Zucker aber minimiert werden. Je mehr Zucker Sie verwenden, desto höher ist der Alkoholgehalt. © iStock/SewcreamStudio 3 21 Auch eine schlechte Luftzirkulation während des Fermentierungsprozesses erhöht den Alkoholgehalt. Sorgen Sie deshalb für ausreichend Luftzirkulation, nutzen Sie ein großes Gefäß zur Herstellung sowie eine atmungsaktive Abdeckung, wie etwa ein Mulltuch. Auch hohe Temperaturen von über 28 Grad begünstigen die Produktion von Hefen und folglich Alkohol. © iStock/Matthew de Lange 4 21 Die Starter- oder Fermentationskultur für Kombucha wird SCOBY genannt und ist ein Zusammenschluss aus Bakterien und Hefen. Diese quallenartige Kultur können Sie immer wieder nutzen. Sie verwandelt den gezuckerten Tee in Gluconsäure, Essigsäure, Alkohol, Kohlensäure, Aminosäuren sowie Vitamine und Enzyme. Den sogenannten SCOBY samt Starterflüssigkeit können Sie im Fachhandel beziehen oder auch online bestellen. © iStock/GreenArtPhotography Anzeige 5 21 Zur Herstellung von Kombucha benötigen Sie gefiltertes Wasser, Tee, Zucker und den Kombucha-Pilz sowie ein großes Gärgefäß aus Glas mit einem Fassungsvermögen von mindestens eineinhalb Liter. Achten Sie bei der Zubereitung auf Sauberkeit und Hygiene, denn eine Verunreinigung kann schnell zu Schimmelbildung führen und gesundheitliche Folgen haben. © iStock/LightFieldStudios 6 21 Bringen Sie im ersten Schritt rund 300 Milliliter Wasser (am besten gefiltert oder Mineralwasser ohne Kohlensäure) zum Kochen und fügen Sie 12 Gramm losen Tee hinzu. Sie können entweder Schwarzen oder Grünen Tee oder eine Mischung aus beiden benutzen. Mischen Sie dazu je nach Belieben auch Kräuter- oder Früchtetee. Als Basis sind aber Grüner oder Schwarzer Tee unerlässlich. © iStock/Victor Ilin 7 21 Lassen Sie das Teegemisch rund zehn Minuten im heißen Wasser ziehen und sieben Sie den Tee dann ab. Verrühren Sie danach 100 Gramm Rohrohrzucker in dem noch heißen Tee, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Füllen Sie den Tee und einen weiteren Liter gefiltertes Wasser in das Gärgefäß. Dadurch kühlt das Gemisch ab und die Kombucha-Kultur wird nicht durch zu hohe Temperaturen zerstört. © iStock/Yulia_Davidovich 8 21 Natürlich können Sie gleich die ganze Menge an Wasser (also 1,3 Liter) erhitzen, um den Tee anzusetzen. Achten Sie dann aber darauf, dass der Tee auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, bevor Sie den SCOBY und die Starterflüssigkeit (200 Milliliter) hinzufügen. Nachdem alle Zutaten im Glas sind, decken Sie die Öffnung mit einem Geschirrtuch oder mit Küchenpapier ab und befestigen es mit einem Gummi. © iStock/Premyuda Yospim Anzeige 9 21 Nun stellen Sie das gefüllte Gärgefäß an einen warmen Ort (zwischen 21 und 27 Grad) mit Frischluft-Zirkulation und ohne direktes Sonnenlicht ab. Idealerweise suchen Sie einen dunklen, warmen Ort dafür. Nach etwa fünf Tagen können Sie den Kombucha probieren. Nutzen Sie hierfür am besten einen Strohhalm. Falls der fermentierte Tee noch nicht sauer genug ist, lassen Sie ihn insgesamt bis zu zehn Tage ziehen. © iStock/Premyuda Yospim 10 21 Während der Fermentation wird der Teepilz SCOBY dicker oder es bildet sich auch oft ein zweiter Pilz. Diesen können Sie weiter züchten oder im Kühlschrank aufbewahren. Bei der Aufbewahrung muss der SCOBY stets vollständig mit Kombucha (Starterflüssigkeit für den nächsten Kombucha) bedeckt sein, sonst droht Schimmelgefahr. © iStock/Matthew de Lange 11 21 Für bis zu 14 Tage kann der SCOBY, abgedeckt mit einem Baumwolltuch, bei Raumtemperatur und lichtgeschützt gelagert werden. Im Kühlschrank sollte das Gefäß einen Schraubdeckel haben. Hier hält sich der Pilz rund drei Monate. Nach rund 20 Brauvorgängen sollten Sie den SCOBY entsorgen. Aber da sich bei der Fermentation immer wieder neue Teepilze bilden, ist das kein Problem. © iStock/chomplearn 12 21 Sobald der Kombucha fertig ist, entfernen Sie den SCOBY und füllen das Getränk in dunkle Flaschen ab und verschließen diese luftdicht. Bewahren Sie dabei immer rund 200 bis 300 Milliliter als Starter für die nächste Kombucha-Produktion auf. Waschen Sie den SCOBY unter lauwarmem Wasser, entfernen Sie Hefe-Ablagerungen und legen Sie ihn in die Starter-Flüssigkeit. © iStock/Irina Knyazeva Anzeige 13 21 Unpasteurisierter Kombucha ist drei bis sechs Monate im Kühlschrank oder in einem dunklen Keller haltbar. Dabei wird die Fermentation durch die Kälte zwar gebremst, der Prozess geht aber weiter. Denn Kombucha fermentiert auch nach dem Entfernen des SCOBY weiter und wird mit der Zeit saurer. Der fermentierte Tee ist auch bei Raumtemperatur haltbar, wird dann aber schneller sauer und entwickelt mehr Kohlensäure. © iStock/Pornpimon Rodchua 14 21 Bei der Zweitfermentation, nachdem die Hauptkultur entfernt wurde und der Kombucha abgefüllt ist und bei Raumtemperatur langsam weiter fermentiert und Kohlensäure bildet, können Sie weitere Zutaten für mehr Geschmack hinzufügen. Dafür eigenen sich Kräuter wie Minze oder Rosmarin, Ingwer, Wacholderbeeren, Nelken, Hibiskusblüten, Lavendel oder auch Beeren oder andere Früchte. Nach zwei bis vier Tagen ist das Getränk fertig. © iStock/SewcreamStudio 15 21 Wer sich über den hohen Zuckergehalt wundert, muss wissen: Hefen und Bakterien brauchen Zucker als Nahrungsquelle. Dabei verwandeln sie im SCOBY während der Fermentation den Zucker zu einer Vielzahl organischer Säuren und Vitamine. Am Ende bleibt ein Zuckeranteil von rund fünf Gramm auf 100 Milliliter Kombucha zurück. © iStock/Cavan Images 16 21 Alkohol ist ein Nebenprodukt der Fermentation. In der Regel liegt der Alkoholgehalt von Kombucha bei rund 0,5 Prozent, diese Menge muss in Deutschland nicht als alkoholisch gekennzeichnet werden. Selbstgebrauter Kombucha enthält aber oft bis zu zwei Prozent Alkohol. Kinder, Menschen mit Alkoholproblemen und Schwangere sollten ihn daher nicht konsumieren. © iStock/ablokhin Anzeige 17 21 Auch wenn die gesundheitliche Wirkung von Kombucha noch nicht abschließend wissenschaftlich belegt ist, vertrauen Menschen seit Jahrtausenden auf die Nutzung von Kombucha. So soll das traditionelle Getränk eine antioxidative Wirkung haben und die Darmflora gesund halten. Dafür verantwortlich sind die Mikroorganismen, die auch in anderen fermentierten Lebensmitteln zu finden sind, wie Sauerkraut oder Joghurt. © iStock/thesomegirl 18 21 Die mikrobiologische Zusammensetzung von Kombucha ist abhängig von der Qualität der Starterkultur. Dementsprechend variiert der Gehalt an Essig- und Milchsäure, Gluconsäure, Aminosäuren wie zum Beispiel L-Theanin, Polyphenolen, wasserlöslichen Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können. © iStock/bhofack2 19 21 Vor allem der Gehalt an Polyphenolen bestimmt das antioxidative Potenzial von Kombucha. Die sekundären Pflanzenstoffe sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, den Cholesterinstoffwechsel regulieren und freie Radikale sowie Schwermetalle im Körper binden. © iStock/Thirawatana Phaisalratana 20 21 Auch die organischen Säuren und Enzyme im Kombucha sollen eine reinigende Wirkung besitzen und toxische Verbindungen wie Schwermetalle oder Umweltschadstoffe schneller aus dem Körper leiten. Dadurch wird die Entgiftungsfunktion der Leber und Bauchspeicheldrüse angekurbelt. Die lebenden Milchsäurebakterien wirken antimikrobiell, gleichen den Säurehaushalt im Darm aus und verbessern Stoffwechsel und Verdauung. © iStock/Meeko Media Anzeige 21 21 Da Kombucha mit Schwarzem oder Grünem Tee angesetzt wird, enthält das fermentierte Getränk alle positiven Eigenschaften des Tees – sowie Koffein. Deshalb steigert Kombucha auch das Energielevel und wirkt anregend. Auch die enthaltenen B-Vitamine tragen zur Steigerung des Energiestoffwechsels bei. © iStock/bhofack2 Feedback an die Redaktion Weitere Galerien Galerie Besser nicht anfassen Sind sie auch in Ihrem Garten? Diese Pflanzen sind giftig vor 4 Stunden von Sophie Bierent
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