Landesamt stärkt Schule nach Eklat den Rücken
Landesamt stärkt Schule nach Eklat den Rücken
Aktualisiert am 16.04.2026, 13:28 Uhr Nach dem Abbruch einer Projektwoche an einer Oberschule in der sächsischen Lausitz ermittelt die Polizei, ob im Klassenzimmer strafbare pornografische Inhalte gezeigt wurden. (Symbolbild) © dpa / Arne Dedert/dpa Lesedauer:1 Min.Pornografische Bilder im Klassenzimmer? Warum das sächsische Landesamt für Bildung der Schulleitung keinen Vorwurf macht, den Umgang mit externen Anbietern aber auf den Prüfstand stellen will.
Nach dem Stopp eines umstrittenen Theaterprojekts an einer Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz sieht das sächsische Landesamt für Schule und Bildung (LASUB) kein Fehlverhalten bei der Schulleitung. Das Projekt, bei dem den Neuntklässlern pornografische Bilder und Inhalte im Klassenzimmer präsentiert worden sein sollen, war der Deutsch-Sorbischen Oberschule den Angaben zufolge im Januar 2026 per E-Mail angeboten worden. Die tatsächliche Umsetzung am ersten Tag habe "in eklatanter Weise" den zuvor skizzierten Zielen und Methoden widersprochen. Aus Sicht der Schule habe es "keinen Anlass zu der Vermutung" gegeben, dass Medien mit potenziell pornografischem Inhalt eingesetzt würden.
14-Jähriger klaut Bus zum zweiten Mal – und fährt über Landesgrenze
Aktualisiert am 16.04.2026, 12:22 Uhr 231 Kilometer legte ein 14-Jähriger in Norwegen mit einem gestohlenen Linienbus zurück, bevor er hinter der schwedischen Grenze gestoppt wurde. Das ist nicht das erste Mal, dass der Jugendliche in Kontakt mit der Polizei kommt.Amadeu Antonio Stiftung beendet Förderung für Theaterprojekt
Zu Beginn der Woche war der Fall, der sich bereits im März ereignet hat, bekanntgeworden. Im Rahmen der Projektwoche sollten sich die Neuntklässler mit verschiedenen Materialien zum Thema "Mut" und zu "aktuellen politischen Themen" beschäftigen, hieß es offenbar im Vorfeld. Teil dieser Sammlung sei "offenbar auch ein Heft mit sensiblem, potenziell pornografischem Bildmaterial" gewesen, teilte das LASUB mit. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Bilder zweier Männer bei verschiedenen Sexpraktiken gehandelt haben. Mehrere Eltern hatten nach dem Vorfall Strafanzeige gestellt.
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Die Schulleitung brach das Projekt nach Behördenangaben noch am selben Tag ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Projektverantwortlichen. Auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt, hat die Förderung für das Theaterprojekt mittlerweile eingestellt, sagte Pressesprecher Lorenz Blumenthaler der Deutschen Presse-Agentur. Es seien noch weitere Workshops geplant gewesen. Die Grundlage einer Förderung sei aus Sicht der Stiftung aber nicht mehr gegeben.
Für die Zukunft will die Schulaufsicht gemeinsam mit dem Kultusministerium den Umgang mit externen Anbietern prüfen, heißt es auf Anfrage. Parallel dazu ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige. (dpa/bearbeitet von skr)
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