Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Land will Mittel für Bildung und Beamte aufstocken

Kiel

Land will Mittel für Bildung und Beamte aufstocken

Aktualisiert am 07.05.2026, 12:26 Uhr "Wir haben weiterhin einen nicht unerheblichen Handlungsbedarf im laufenden Haushalt", sagte Finanzminister Silke Schneider (Grüne). (Archivbild) © dpa / Frank Molter/dpa Lesedauer:2 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Schleswig-Holstein plant mit dem zweiten Nachtragshaushalt für 2026, gezielt in Bildung und die verfassungsgemäße Besoldung von Beamten zu investieren. Gleichzeitig bleiben die Handlungsbedarfe hoch.

Kiel - Schleswig-Holsteins Landtag berät über den zweiten Nachtragshaushalt für das laufende Jahr. Damit will die schwarz-grüne Landesregierung unter anderem die finanziellen Voraussetzungen für eine verfassungsgemäße Besoldung von Beamtinnen und Beamten sowie Investitionen in die Bildung schaffen.

So werde etwa für Mehrausgaben nach dem jüngsten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder der entsprechende Ansatz um rund 332 Millionen Euro erhöht, sagte Finanzministerin Silke Schneider (Grüne). "Einen großen Teil davon decken wir aus Rücklagen."

Das Bundesverfassungsgericht hatte im November entschieden, dass das Land Berlin seine Beamtinnen und Beamte teils jahrelang zu schlecht bezahlt hatte. Die entsprechenden Regelungen im Berliner Besoldungsrecht waren von 2008 bis 2020 mit wenigen Ausnahmen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Land Berlin muss bis Ende März 2027 eine Neuregelung schaffen. Auch für andere Bundesländer könnte das Urteil Folgen haben - darunter Schleswig-Holstein, denn auch die Besoldung des nördlichsten Bundeslandes wird überprüft.

Unterrichtsversorgung als Schwerpunkt

Zudem werden zum Schuljahr 2026/27 insgesamt 254 neue Lehrerstellen geschaffen. Dafür entstehen nach Angaben des Finanzministeriums zusätzliche Personalausgaben von rund 5 Millionen Euro im Jahr 2026 und rund 13 Millionen Euro jährlich ab 2027.

"Besonders wichtig ist uns auch der Ausbau des Ganztags", führte Schneider aus. So habe sich die schwarz-grüne Landesregierung gegenüber den Kommunen verpflichtet, 85 Prozent der erforderlichen Investitionen zu finanzieren. Die Finanzministerin erklärte: "Dafür stellen wir aus dem Landesanteil des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität 280 Millionen Euro bereit."

Nach Prüfung der Anträge habe sich zudem ein zusätzlicher Bedarf von rund 250 Millionen Euro ergeben. Diese Mittel würden zunächst aus dem Sondervermögen Impuls vorfinanziert - in dem Topf liegen den Angaben nach derzeit rund 818 Millionen Euro. Überdies würden für erste kommunale Maßnahmen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität rund 279 Millionen Euro veranschlagt.

Empfehlungen der Redaktion

  • Schulze kämpft um Sachsen‑Anhalt – und gegen die AfD
  • Warkens Pflegereform kostet Heimbewohner 976 Euro im Monat
  • Grün-Schwarz in Stuttgart setzt auf Stabilität in unsicheren Zeiten

Finanzministerin sieht erheblichen Handlungsbedarf

Trotz aller Ausgaben sinken die Finanzbedarfe auf 191,8 Millionen Euro. Dies liege an Minderbedarfen und Mehreinnahmen, hieß es vom Ministerium. Finanzministerin Schneider betonte in ihrer Rede: "Wir haben weiterhin einen nicht unerheblichen Handlungsbedarf im laufenden Haushalt. Und wir werden ihn verantwortlich lösen."  © Deutsche Presse-Agentur

Nachrichten aus anderen Regionen Barsbüttel Erdbeersaison im Norden ist gestartet vor 1 Minuten Wewelsfleth Suedlink-Elbtunnel soll etwa im Juli fertig gebohrt sein vor 1 Stunde Feedback an die Redaktion