Kunstsammlung: Julia Stoschek Foundation verlässt Berlin
Kunstsammlung: Julia Stoschek Foundation verlässt Berlin
Aktualisiert am 24.04.2026, 12:52 Uhr Der feste Standort in Berlin soll im Herbst aufgegeben werden. (Archivbild) © dpa / Julia Kilian/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Sie ist eine der bekanntesten Kunstsammlerinnen Deutschlands: Nun gibt Julia Stoscheks Stiftung ihren Standort in Berlin auf. Geplant sei eine "strategische Neuausrichtung".
Berlin - Kunstsammlerin Julia Stoschek gibt nach zehn Jahren ihren Berliner Standort auf. Das Ausstellungshaus in der Leipziger Straße werde Ende Oktober schließen, teilte die Julia Stoschek Foundation mit. "Künftig konzentriert sich die Stiftung auf ihr Düsseldorfer Stammhaus sowie auf temporäre Formate im In- und Ausland."
Die Ausstellungsräume in Berlin waren 2016 eröffnet worden. Die wechselnden Ausstellungen wurden nach Angaben der Stiftung von mehr als 450.000 Menschen besucht. Der Düsseldorfer Standort werde im April 2027 nach umfassender Renovierung wiedereröffnen.
Stoscheks Sammlung mit dem Schwerpunkt Videokunst zählt zu den bedeutenden privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland. Sie umfasst zum Beispiel Arbeiten von Marina Abramović, Monica Bonvicini, Ólafur Elíasson, Tracey Emin, Christoph Schlingensief und Katharina Sieverding.
"Strategische Neuausrichtung"
Mit der Schließung des Berliner Standorts verbinde die Stiftung eine "strategische Neuausrichtung": Künftig würden sie verstärkt Projekte international realisieren, um die Sammlung "einem weltweiten Publikum" zugänglich zu machen, hieß es in der Mitteilung.
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Eine jüngste Ausstellung in Los Angeles mit dem Titel "What a Wonderful World: An Audiovisual Poem" hatte laut Stiftung nach sechswöchiger Laufzeit mehr als 30.000 Besucher. Die Stiftung bleibe der Stadt Berlin aber auch ohne festen Standort verbunden und werde temporäre Formate organisieren, hieß es. © Deutsche Presse-Agentur
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