Kreuzfahrtschiff nach Krankheitsausbruch vor Bordeaux unter Quarantäne
Kreuzfahrtschiff nach Krankheitsausbruch vor Bordeaux unter Quarantäne
Aktualisiert am 13.05.2026, 19:43 Uhr Passagiere und Crew müssen auf dem Kreuzfahrtschiff ausharren. © picture alliance / SIPA/UGO AMEZ Lesedauer:2 Min.Vor Bordeaux ist das Kreuzfahrtschiff "Ambition" nach dem Tod einer 92-jährigen Britin und zahlreichen Magen-Darm-Erkrankungen an Bord unter Quarantäne gestellt worden.
Nach dem Tod einer 92 Jahre alten Passagierin und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 Passagieren ist ein Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux unter Quarantäne gestellt worden. Die Passagierin aus Großbritannien starb an einem Herzinfarkt, wie die Gesundheitsbehörden am Mittwochnachmittag mitteilten.
Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus, das zuvor auf einem anderen Kreuzfahrtschiff zu drei Todesfällen geführt hatte, schlossen die französischen Behörden aus.
An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 1.700 Menschen, unter ihnen gut 1.200 überwiegend britische und irische Passagiere sowie 514 indische Besatzungsmitglieder. Die Erkrankten wurden vom Schiffsarzt versorgt und in ihren Kabinen isoliert.
Hantavirus: Darum droht keine weitere Pandemie
Aktualisiert am 13.05.2026, 08:22 Uhr Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff sehen manche in sozialen Netzwerken den Ausbruch einer neuen Pandemie. Warum der Vergleich mit Corona überhaupt nicht passt.Verdorbene Lebensmittel als mögliche Auslöser
Das Schiff "Ambition" der Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren. Zuvor hatte es Stopps in Belfast, Liverpool und Brest in Frankreich eingelegt.
Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen. Die Gesundheitsbehörden kündigten aber weitere Untersuchungen an. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben.
Ein 52-jähriger Passagier aus Belfast teilte der Nachrichtenagentur AFP in einer Facebook-Nachricht mit: "Wir halten uns an die Hygienevorschriften. Es ist nicht so schlimm wie während Covid. Die Leute machen einfach, was sie normalerweise tun."
Masken und Schutzanzüge: So lief die Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs "Hondius"
Aktualisiert am 11.05.2026, 14:25 Uhr Aufnahmen zeigen den Moment der Evakuierung des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs vor der Küste von Teneriffa. Der Evakuierung waren zahlreiche spezielle Schutzmaßnahmen vorausgegangen.Passagierin starb an Herzstillstand
Die Symptome der Passagiere - Erbrechen und Durchfall - begannen am Montag, als das Schiff vor Brest vor Anker lag. Dort starb auch die 92-Jährige an einem Herzstillstand. Ihr Tod stehe nicht in Verbindung mit den Magen-Darm-Beschwerden der anderen Passagiere, erklärten die Behörden.
Die Reederei des auf den Bahamas registrierten Schiffes teilte am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit, sie sei über "einen Anstieg der Infektionsfälle nach dem Einschiffen in Liverpool" am 9. Mai informiert worden.
Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.(AFP/bearbeitet von ank/fra)
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