Kompost verrottet nicht? So kannst du ihn beschleunigen
Kompost verrottet nicht? So kannst du ihn beschleunigen
Aktualisiert am 13.05.2026, 08:45 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / Antranias Lesedauer:3 Min. UTOPIADieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Den Zersetzungsprozess von Kompost zu beschleunigen kann sinnvoll sein, wenn einige Abfälle nicht verrotten. Wir stellen dir mehrere wirksame Methoden dafür vor.
Mit einem Komposthaufen kannst du aus Bioabfällen wertvollen Kompost erzeugen, der sich gut als natürlicher Dünger für den Garten eignet. Beim Prozess des Kompostierens zersetzen Mikroorganismen und Kleinstlebewesen deine Abfälle in Komposterde.
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Das braucht allerdings seine Zeit: Es dauert üblicherweise ungefähr ein halbes Jahr, bis du aus dem unteren Bereich des Komposthaufens fertigen Kompost entnehmen kannst. Vielleicht möchtest du aber nicht ganz so lange warten oder hast den Eindruck, dass die Abfälle selbst nach einem halben Jahr noch nicht richtig verrottet sind. Für diese Fälle verraten wir dir einige Tipps, wie du die Zersetzung von Kompost beschleunigen kannst.
Kompost richtig anlegen
Wenn du den Zerfall von Kompost beschleunigen möchtest, solltest du darauf achten, den Kompostbehälter richtig aufzubauen. Denn beim Anlegen eines neuen Komposts kommt es auf die richtige Kombination aus Größe, Materialien und Aufbau an:
- Der richtige Standort für einen Kompost ist ein Platz im Halbschatten, der nicht austrocknet, aber auch nicht dauernd durchnässt wird. Ein Ort unter einer Hecke oder in einer etwas verwilderten Ecke deines Naturgartens kann zum Beispiel optimal sein. Wichtig: Der Kompost muss Bodenkontakt haben, also Kontakt mit der Erde, damit Regenwürmer und andere Bodenlebewesen herankommen.
- Ein größerer Kompost ist oft schneller als ein kleiner, da er weniger anfällig für Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ist. Deshalb sollte dein Kompostbehälter mindestens 90 mal 90 Zentimeter groß sein.
- Damit alles gut verrotten kann, muss der Kompost gut belüftet sein. Wenn du einen neuen Kompost anlegst, kannst du als unterste Lage eine Schicht Zweige nutzen. Die Luft dazwischen beschleunigt den Kompost beim Zersetzen. Zusätzlich helfen Zweige dabei, überschüssiges Wasser abzuleiten. Zu nasse Abfälle verrotten nicht gut und fangen schnell an zu stinken.
Kompost beschleunigen mit Wenden und Abfällen
Hat sich dein Kompost etabliert, kannst du den Zerfall mit einigen Tricks und Handgriffen beschleunigen:
- Du solltest deinen Kompost regelmäßig wenden. Grabe ihn also um, sodass die oberste Schicht nach unten kommt und die unterste nach oben. Das Wenden belüftet deinen Kompost und beschleunigt die Kompostierung dadurch.
- Zusätzlich kannst du auch mitten im Kompost luftigere Schichten einbauen. Dafür eignen sich beispielsweise große Holzspäne. Achte aber darauf, insgesamt nicht zu viel Holz einzubauen und ausschließlich unbehandeltes Holz zu verwenden. Holz verrottet relativ langsam undkann giftige Schadstoffe enthalten, wenn es behandelt ist.
- Zudem kannst du deinen Kompost beschleunigen, indem du ihm nur kleingeschnittene Abfälle hinzufügst. Sie werden viel schneller zersetzt als grobe Stücke. Kleine Abfallmengen kannst du gut mit einem Messer oder einer Gartenschere zerschneiden. Große Mengen, die kein besonders hartes Material enthalten, kannst du auch auf dem Boden verteilen und mit einem geschärften Rasenmäher darüberfahren, bevor du sie zum Kompost gibst.
Kompost: Zersetzung beschleunigen mit Hilfsmitteln
Einige Hilfsmittel können zusätzlich dazu beitragen, dass sich die Zersetzung deines Komposts beschleunigt:
- Beispielsweise kannst du etwas fertigen Kompost oder Erde in deinen Komposthaufen geben, um die Kompostierung voranzutreiben oder überhaupt erst zu starten. In der Erde oder dem Kompost stecken viele effektive Mikroorganismen, die gleich mit ihrer Arbeit beginnen können.
- Ein weiteres Hilfsmittel ist die Erhöhung der Temperatur. Dazu kannst du, je nach Größe deines Komposthaufens, eine oder mehrere Flaschen mit heißem Wasser füllen, sie schließen und in den Komposthaufen stecken. Alternativ oder zusätzlich zu den Flaschen kannst du den Kompost abdecken, um so die Wärme zu halten. Dafür geeignete Materialien sind zum Beispiel alte Decken oder Teppiche.
- Es kann auch sein, dass der Stickstoffgehalt in deinem Kompost zu niedrig ist. Dann dauert die Verrottung deutlich länger. Den Stickstoffgehalt kannst du erhöhen, indem du Rasenschnitt oder andere Grünabfälle, zum Beispiel Brennnesseln oder auch Mist, dazugibst.
- Dein Kompost sollte immer leicht feucht sein. Wenn er zu nass ist, kannst du trockene Materialien wie Stroh, Heu oder feine Holzspäne hinzufügen. Ein zu trockener Kompost ist aber auch nicht gut. Um Trockenheit zu beheben, kannst du ihn beim Wenden vorsichtig mit Wasser besprühen.
- Auch ein Kompostbeschleuniger kann dir natürlich helfen. Aus Hefe, Zucker und Wasser kannst du einen Kompostbeschleuniger selber machen und den Kompost damit gießen.
- Du kannst dir auch aktive Helfer:innen dazuholen, um deinen Kompost zu beschleunigen. Setze dafür ein paar Regenwürmer auf dem Komposthaufen aus. Mithilfe einer Wurmkiste kannst du übrigens auch ohne Garten ganz platzschonend deine biologischen Abfälle in wertvollen Kompost verwandeln.
Überarbeitet von Freya Petersen © UTOPIA
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