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IWF sagt Dämpfer für Weltwirtschaft voraus

Live-Blog Iran-Krieg

IWF sagt Dämpfer für Weltwirtschaft voraus

Aktualisiert am 14.04.2026, 17:46 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:10 Min. Ein Live-Blog von P. Scheiner M. Bogner A. Banerjee
  • 17:46 Uhr: ➤ IWF sagt Dämpfer für Weltwirtschaft voraus
  • 16:06 Uhr: Vance gibt Update zu Iran-Gesprächen
  • 14:19 Uhr: China will "konstruktive Rolle" bei Friedensbemühungen spielen
  • 13:57 Uhr: EU-Kommission warnt vor Kerosin-Engpässen "in naher Zukunft"
  • 11:36 Uhr: IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona

Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren

➤ IWF sagt Dämpfer für Weltwirtschaft voraus

  • 17:46 Uhr

Schwächeres Wachstum, höhere Inflation: Wegen des Iran-Kriegs und des Energiepreisschocks rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr mit einem Konjunkturdämpfer. Der IWF beziffert das weltweite Wachstum nach Angaben vom Dienstag nur noch auf 3,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar vorhergesagt. Für Deutschland sagt der Währungsfonds sogar nur noch ein Plus von 0,8 Prozent voraus, eine Verschlechterung um 0,3 Prozentpunkte. Das ist bereits das beste Szenario.

Deutschland liegt laut der IWF-Prognose unter dem Schnitt der Euro-Länder, deren Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent wachsen soll. Die USA bekommen die Folgen des Iran-Kriegs demnach vergleichsweise wenig zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt soll um 2,3 Prozent wachsen, 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen.

Pierre-Olivier Gourinchas zeichnete ein düsteres Bild für die nahe Zukunft. © picture alliance/NurPhoto/Lenin Nolly

"Ohne den Krieg hätten wir das globale Wachstum auf 3,4 Prozent nach oben revidiert", sagte IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas der Nachrichtenagentur AFP. Die Korrektur nach unten spiegele "weitgehend die durch den Konflikt verursachten Störungen wider", heißt es in dem Weltwirtschaftsausblick, der während der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank veröffentlicht wurde.

Dazu zählen massiv gestiegene Preise für Öl, Gas und Düngemittel, Kriegsschäden an der Infrastruktur im Nahen Osten und ein Vertrauensverlust an den Weltmärkten, wie IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Donnerstag in einer Rede ausgeführt hatte. Der IWF mache sich "sehr große Sorgen, dass sich daraus eine schwere Energiekrise entwickeln könnte", sagte Chefökonom Gourinchas.

Sollte der Krieg wiederaufflammen, könnte die Weltwirtschaft deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen werden, warnte der IWF. Sollte es zu "größeren Schäden an der Energieinfrastruktur in der Konfliktregion" kommen, wären laut IWF sogar nur 2,0 Prozent Wachstum möglich. Die USA und der Iran hatten gedroht, Kraftwerke und andere Energie-Infrastruktur im Nahen Osten anzugreifen.

Der Krieg heizt zudem die Inflation an: Die Verbraucherpreise dürften laut IWF in diesem Jahr im günstigsten Szenario um 4,4 Prozent im weltweiten Schnitt steigen. Im ungünstigsten Fall wäre demnach sogar eine Rate von mehr als 6,0 Prozent denkbar. (afp)

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Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

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Interview Politologe ordnet ein  "Am Ende war dieser Krieg für die USA umsonst"  vor 3 Tagen von Anne-Kathrin Hamilton

Weitere News zum Iran-Krieg vom 14. April:

Rotes Kreuz bringt erstmals seit Kriegsbeginn medizinische Hilfsgüter in den Iran

  • 16:51 Uhr

Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges hat das Rote Kreuz lebensrettende medizinische Hilfsgüter in den Iran gebracht. Die Lieferung habe den Iran bereits am Sonntag erreicht, teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) am Dienstag in Genf mit.

Der Lastwagenkonvoi, der am Freitag in der türkischen Hauptstadt Ankara aufgebrochen war, sei "eine der ersten grenzüberschreitenden Lieferungen medizinischer Hilfsgüter" durch eine Hilfsorganisation seit Kriegsbeginn Ende Februar, sagte der IFRC-Sprecher Tommaso Della Longa bei einer Pressekonferenz. Geliefert wurden seinen Angaben zufolge spezielle Erste-Hilfe-Sets, "die für die sofortige, lebensrettende Versorgung entwickelt wurden". Weitere Sets sollten in den kommenden drei Wochen geliefert werden.

Die Hilfslieferung sei "von entscheidender Bedeutung, da humanitäre Lieferketten in den Iran in den vergangenen Wochen aufgrund des Konflikts massiv gestört wurden", sagte Della Longa. Es werde daher "zunehmend schwieriger und kostspieliger", Bedürftige im Iran mit Hilfsgütern zu versorgen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) brachte nach eigenen Angaben am Montag ebenfalls eine erste Hilfslieferung über die iranische Grenze. Die 14 Lastwagen waren demnach in einem Lager in Jordanien mit 171 Tonnen Hilfsgütern beladen worden, darunter Decken, Matratzen, Wasserkanister, Küchensets, Planen und Solarlampen für mehr als 25.000 Menschen. Dem Iranischen Roten Halbmond (IRCS) wurden zudem 200 Generatoren und 100 Pumpen zur Verfügung gestellt.

"Wir wollen unsere Unterstützung in den kommenden Wochen ausweiten und die humanitären Bemühungen des IRCS weiter unterstützen", erklärte der Leiter der IKRK-Delegation im Iran, Vincent Cassard. (afp)

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"Schockiert über sie" Trump geht auf Verbündete Meloni los vor 54 Minuten

Vance gibt Update zu Iran-Gesprächen

  • 16:06 Uhr

In den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges sieht US-Vizepräsident JD Vance Teheran am Zug. Er glaube, "dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben", sagte Vance am Montag (Ortszeit). US-Berichten zufolge fordern die USA eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung, während Teheran vorschlägt, seine nuklearen Aktivitäten für fünf Jahre auszusetzen. Vermittler Pakistan bemühte sich unterdessen um eine zweite Verhandlungsrunde.

"Wir haben tatsächlich sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen", sagte Vance dem Sender Fox News. Besonders in zwei Punkten habe US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, "dass wir keinerlei Spielraum haben". Dies seien die US-Kontrolle über das angereicherte Uran des Iran und ein Überprüfungsmechanismus, um sicherzustellen, dass Teheran in Zukunft keine Atomwaffe entwickelt.

"Es ist das Eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen", sagte Vance. "Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird." (afp)

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Straße von Hormus: Paris und London planen Videokonferenz am Freitag

  • 14:46 Uhr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben für Freitag zu einer Videokonferenz eingeladen, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, "die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen", erklärte das französische Präsidialamt am Dienstag. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, "sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben".

Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Derzeit ist ein Ende des Iran-Kriegs allerdings nicht absehbar.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag nach US-iranischen Gesprächen in Pakistan zunächst eine bevorstehende Freigabe der Straße von Hormus verkündet. Einen Tag später verkündete er jedoch eine US-Blockade der Meerenge für alle Schiffe, die iranische Häfen ansteuern. Diese trat am Montag in Kraft. Als Grund für die Blockade nannte Trump die Weigerung Teherans, Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu machen. (afp)

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Trump: Könnten als Nächstes in Kuba "vorbeischauen"

Aktualisiert am 14.04.2026, 05:36 Uhr Trotz Iran-Krieg sorgt Donald Trump für neue Drohungen. Kuba rückt plötzlich in den Fokus. Havanna warnt vor Eskalation. (Bild: picture alliance / Newscom/Salwan Georges)

China will "konstruktive Rolle" bei Friedensbemühungen spielen

  • 14:19 Uhr

China wird nach den Worten von Präsident Xi Jinping eine "konstruktive Rolle" bei den Bemühungen um eine Friedenslösung für die Golfregion spielen. Die nationale Souveränität der Staaten im Nahen Osten und in der Golfregion müsse "respektiert" werden, forderte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag in Peking bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan.

"Die Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität der Golfstaaten im Nahen Osten sollten aufrichtig geachtet werden", sagte Xi laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV. "Die Sicherung der Autorität der internationalen Rechtsstaatlichkeit darf nicht bedeuten: 'Nutze sie, wenn es passt, lass' es, wenn es nicht passt'", fügte Xi hinzu.

Xi äußerte sich erstmals persönlich zum Iran-Krieg. Zuvor hatte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amir Saeid Iravani, die US-Blockade als "ernsthafte Verletzung" der nationalen Souveränität kritisiert.

Das chinesische Außenministerium kritisierte die US-Blockade iranischer Häfen als "gefährlich und unverantwortlich". Der verstärkte Militäreinsatz der USA und "die gezielte Blockadeaktion werden nur die Spannungen verschärfen und die ohnehin brüchige Waffenruhe untergraben", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, bei einer Pressekonferenz. (afp/bearbeitet von phs)

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EU-Kommission warnt vor Kerosin-Engpässen "in naher Zukunft"

  • 13:57 Uhr

Die EU-Kommission hat angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus vor Kerosin-Engpässen gewarnt. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf Treibstoffknappheit in der Europäischen Union, aber es könnte in naher Zukunft zu Engpässen kommen", sagte eine Kommissionssprecherin. Die Versorgung mit Kerosin sei dabei die "Hauptsorge".

Nach den Worten der Sprecherin decken Raffinerien innerhalb der EU derzeit rund 70 Prozent des Kerosin-Verbrauchs. Für den Rest ist die EU von Importen abhängig. Der Iran-Krieg hat einen sprunghaften Anstieg des Kerosinpreises ausgelöst, noch stärker als beim Rohöl. Auf allen Kontinenten haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Tarife erhöht und Flüge aus Sicherheits- oder Rentabilitätsgründen ausgesetzt.

Der europäische Dachverband für Flughafenbetreiber hatte vergangene Woche vor Kerosin-Engpässen gewarnt, sollte der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nicht wieder aufgenommen werden. Die Kommission müsse die Versorgung mit Kerosin für die kommenden sechs Monate eng überwachen, forderte der Verband in einem Brief nach Brüssel. (afp)

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Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro

  • 12:59 Uhr

Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.

Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. (dpa)

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Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Aktualisiert am 14.04.2026, 11:21 Uhr Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Israel und der Libanon direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona

  • 11:36 Uhr

Die Nachfrage nach Rohöl könnte im zweiten Quartal des Jahres nach Schätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) den stärksten Einbruch seit der Corona-Pandemie 2020 verzeichnen. Die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissteigerungen führten dazu, dass viele Länder und Branchen ihren Energieverbrauch drosselten, heißt es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. "Die Nachfrage reduziert sich, solange Knappheit und hohe Preise anhalten."

Die IEA geht in ihrer Prognose davon aus, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus im Mai wieder aufgenommen werden. In diesem Fall sei im zweiten Quartal des Jahres mit einem Rückgang um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu rechnen, "dem stärksten seit der Corona-Epidemie".

Falls die Meerenge, die seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar faktisch geschlossen ist, weiter gesperrt bleibe, dann dürfte die Nachfrage noch weiter sinken. "In diesem Fall müssen sich Energiemärkte und Volkswirtschaften weltweit in den kommenden Monaten auf erhebliche Störungen einstellen", warnte die IEA.

Die Agentur hatte bereits im März erklärt, dass die Versorgung des Weltmarkts mit Ölprodukten wegen der Blockade der Straße von Hormus so stark gestört sei wie nie zuvor. Durch die Meerenge verläuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. (afp)

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USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben

  • 09:25 Uhr
In Isfahan liegt das größte atomare Forschungszentrum des Iran. © AFP/-

Medienberichten zufolge haben die USA bei den Verhandlungen vom Iran gefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Das berichten das Nachrichtenportal Axios und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Quellen. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen: US-Präsident Donald Trump hatte erst jüngst betont, es werde gar keine Urananreicherung seitens des Iran mehr geben.

Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. "Axios" sprach von einem Zeitraum im einstelligen Bereich, das "Wall Street Journal" von wenigen Jahren.

Der Iran hatte zuvor eine Einschränkung seines Atomprogramms abgelehnt und auf seinem Recht beharrt, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Der Westen wirft dem Iran vor, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran weist ein derartiges Vorhaben zurück. (dpa/afp/bearbeitet von mbo)

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Vance: Haben in Iran-Gesprächen große Fortschritte gemacht

  • 06:26 Uhr

Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander.

US-Präsident Donald Trump verschärft derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran und verwehrt Schiffen in der Straße von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.

Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - dem Atomprogramm.

Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ er auf Nachfrage offen. (dpa)

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Trotz Differenzen lief laut Vance bei den Verhandlungen vieles in die richtige Richtung. © Jacquelyn Martin/AP Pool/AP/dpa

Börsen in Ostasien starten optimistisch in den Handelstag

  • 05:03 Uhr

Die Börsen in Ostasien sind nach Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der US-iranischen Friedensgespräche mit deutlichen Kursanstiegen in den Handelstag gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg bis zum Vormittag (Ortszeit) um 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag zum selben Zeitpunkt knapp 3,3 Prozent im Plus.

Der Hongkonger Hang Seng Index stieg unmittelbar nach Handelsstart um 1,1 Prozent. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 0,5 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag knapp 0,7 Prozent.

Damit scheinen die Märkte auf einen baldigen Deal zwischen Washington und Teheran zu setzen. Nach bisher unbestätigten US-Medienberichten soll Präsident Donald Trump zu einer Fortsetzung der vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereit sein. (dpa)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

  • 04:21 Uhr

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. (dpa)

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