IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona
IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona
Aktualisiert am 14.04.2026, 13:32 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:5 Min. Ein Live-Blog von P. Scheiner M. Bogner A. Banerjee- 12:59 Uhr: Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
- 11:36 Uhr: ➤ IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona
- 09:25 Uhr: USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben
- 06:26 Uhr: Vance: Haben in Iran-Gesprächen große Fortschritte gemacht
Hier Live-Blog zum Iran-Krieg aktualisieren
➤ IEA warnt vor stärkstem Einbruch der Ölnachfrage seit Corona
- 11:36 Uhr
Die Nachfrage nach Rohöl könnte im zweiten Quartal des Jahres nach Schätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) den stärksten Einbruch seit der Corona-Pandemie 2020 verzeichnen. Die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissteigerungen führten dazu, dass viele Länder und Branchen ihren Energieverbrauch drosselten, heißt es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. "Die Nachfrage reduziert sich, solange Knappheit und hohe Preise anhalten."
Die IEA geht in ihrer Prognose davon aus, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus im Mai wieder aufgenommen werden. In diesem Fall sei im zweiten Quartal des Jahres mit einem Rückgang um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu rechnen, "dem stärksten seit der Corona-Epidemie".
Falls die Meerenge, die seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar faktisch geschlossen ist, weiter gesperrt bleibe, dann dürfte die Nachfrage noch weiter sinken. "In diesem Fall müssen sich Energiemärkte und Volkswirtschaften weltweit in den kommenden Monaten auf erhebliche Störungen einstellen", warnte die IEA.
Die Agentur hatte bereits im März erklärt, dass die Versorgung des Weltmarkts mit Ölprodukten wegen der Blockade der Straße von Hormus so stark gestört sei wie nie zuvor. Durch die Meerenge verläuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. (afp)
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Was passiert ist
- Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
- Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
- Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
- Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
- Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.
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Interview Politologe ordnet ein "Am Ende war dieser Krieg für die USA umsonst" vor 3 Tagen von Anne-Kathrin HamiltonWeitere News zum Iran-Krieg vom 14. April
Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
- 12:59 Uhr
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.
Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. (dpa)
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USA sollen Uran-Forderung an Iran aufgeweicht haben
- 09:25 Uhr
Medienberichten zufolge haben die USA bei den Verhandlungen vom Iran gefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Das berichten das Nachrichtenportal Axios und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Quellen. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen: US-Präsident Donald Trump hatte erst jüngst betont, es werde gar keine Urananreicherung seitens des Iran mehr geben.
Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. "Axios" sprach von einem Zeitraum im einstelligen Bereich, das "Wall Street Journal" von wenigen Jahren.
Der Iran hatte zuvor eine Einschränkung seines Atomprogramms abgelehnt und auf seinem Recht beharrt, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Der Westen wirft dem Iran vor, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran weist ein derartiges Vorhaben zurück. (dpa/afp/bearbeitet von mbo)
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Vance: Haben in Iran-Gesprächen große Fortschritte gemacht
- 06:26 Uhr
Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander.
US-Präsident Donald Trump verschärft derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran und verwehrt Schiffen in der Straße von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.
Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - dem Atomprogramm.
Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ er auf Nachfrage offen. (dpa)
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Börsen in Ostasien starten optimistisch in den Handelstag
- 05:03 Uhr
Die Börsen in Ostasien sind nach Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der US-iranischen Friedensgespräche mit deutlichen Kursanstiegen in den Handelstag gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg bis zum Vormittag (Ortszeit) um 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag zum selben Zeitpunkt knapp 3,3 Prozent im Plus.
Der Hongkonger Hang Seng Index stieg unmittelbar nach Handelsstart um 1,1 Prozent. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 0,5 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag knapp 0,7 Prozent.
Damit scheinen die Märkte auf einen baldigen Deal zwischen Washington und Teheran zu setzen. Nach bisher unbestätigten US-Medienberichten soll Präsident Donald Trump zu einer Fortsetzung der vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereit sein. (dpa)
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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor
- 04:21 Uhr
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. (dpa)
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