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Huthi-Miliz droht weitere Meerenge zu blockieren

Live-Blog Iran-Krieg

Huthi-Miliz droht weitere Meerenge zu blockieren

Aktualisiert am 19.04.2026, 12:09 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:4 Min. Ein Live-Blog von Philipp Scheiner
  • 12:09 Uhr: ➤ Huthi-Miliz droht weitere Meerenge zu blockieren
  • 10:58 Uhr: Israel teilt Südlibanon offenbar in drei Zonen auf
  • 09:48 Uhr: Gestrandete Kreuzfahrtschiffe durchqueren Straße von Hormus
  • 09:21 Uhr: Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt
  • 08:07 Uhr: Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA

Live-Blog zum Iran-Krieg hier aktualisieren

➤ Huthi-Miliz droht weitere Meerenge zu blockieren

  • 12:09 Uhr

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat mit neuen Angriffen auf Handelsschiffe gedroht. Der ranghohe Huthi-Vertreter Hussein al-Essi sprach dabei heute auch von einer möglichen Schließung der Meerenge Bab al-Mandab, die den Suezkanal und Europa vom Indischen Ozean und Asien trennt. US-Präsident Donald Trump rief er auf, den "Frieden" in der Region nicht weiter zu behindern.

Vor dem Hintergrund eines LPG-Tankers (Flüssiggas) fährt ein jemenitischer Soldat in den Gewässern nördlich der Straße von Bab el-Mandeb. © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

Der Iran und die USA sind von einer Beilegung ihres Konflikts weit entfernt. Teheran kontrolliert nach eigenen Angaben den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, zudem gilt weiterhin eine Blockade iranischer Häfen durch die USA. Die Huthi-Miliz zählt wie die Hisbollah im Libanon zur sogenannten iranischen "Achse des Widerstands" gegen die USA und Israel.

Seit der Schließung der Straße von Hormus ist die Bedeutung des Roten Meeres als Handelsweg noch gestiegen. Saudi-Arabien nutzt etwa eine Pipeline zum Hafen Janbu, um täglich mehrere Millionen Barrel Rohöl zu exportieren, die eigentlich über die Straße von Hormus verschifft werden würden. Damit kann das Königreich zumindest einen Teil der Ölexporte im Krieg aufrechterhalten.

Die Huthi haben bereits im Zuge des Gaza-Kriegs Dutzende Schiffe vor allem im Roten Meer angegriffen und den maritimen Handel dadurch massiv beeinträchtigt. Vergangenen Monat griffen sie als Verbündeter Teherans erneut auch Israel direkt an. Im jüngsten Krieg halten sie sich bisher aber zurück, wohl auch aus Sorge vor Vergeltungsangriffen der USA und Israels im Jemen. (dpa/bearbeitet von phs)

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Was passiert ist

  • Am 28. Februar begannen die USA und Israel koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran, bei denen unter anderem der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
  • Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Modschtaba Chamenei ist zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran ernannt worden.
  • Am 8. April einigten sich die USA und Iran auf eine vorübergehende Waffenruhe.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran endeten am 12. April ohne eine Einigung.

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Weitere News zum Iran-Krieg vom 19. April:

Israel teilt Südlibanon offenbar in drei Zonen auf

  • 10:58 Uhr

Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung "Jediot Achronot". Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Die "gelbe Linie" - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe.

Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch "Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen". (dpa/bearbeitet von phs)

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Gestrandete Kreuzfahrtschiffe durchqueren Straße von Hormus

  • 09:48 Uhr

Die durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandeten europäischen Kreuzfahrtschiffe haben die Straße von Hormus durchquert. Sie befinden sich auf dem Weg nach Europa. "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" von TUI Cruises sind genauso darunter wie die "MSC Euribia" der Schweizer Gesellschaft MSC.

Ein MSC-Sprecher teilte mit, die Kreuzer seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge gefahren. "Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden", sagte er weiter. (phs)

"Mein Schiff 5" befindet sich nun auf dem Weg zurück nach Europa. (Archivbild) © picture alliance/PIXSELL/Goran Kovacic

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Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt

  • 09:21 Uhr

Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten. In Kiriat Schmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem heute geschlossen, wie der israelische Kan-Sender berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant, die auch während des jüngsten Kriegs immer wieder von der Hisbollah beschossen worden war. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

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Wie andere Einwohner des israelischen Nordens fordern auch Repräsentanten von Kiriat Schmona eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz in dem Grenzort. Dies gelte besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Einwohner die besonders betroffene Stadt Kiriat Schmona verlassen. (dpa/bearbeitet von phs)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA

  • 08:07 Uhr

Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt."

Mohammed Bagher Ghalibaf Irans Parlamentspräsident: Weit "von endgültiger Einigung" mit USA entfernt vor 5 Stunden

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf. (dpa/bearbeitet von phs)

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Mit Material von AFP und dpa

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Teaserbild: © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa Feedback an die Redaktion