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Hohe Bußgelder drohen: So entsorgen Sie Feuerzeuge richtig

Bis zu 2.500 Euro Strafe

Hohe Bußgelder drohen: So entsorgen Sie Feuerzeuge richtig

Aktualisiert am 13.04.2026, 17:12 Uhr Feuerzeuge müssen richtig entsorgt werden, sonst drohen Bußgelder. (Symbolbild) © Getty Images/iStockphoto/Dewitt Lesedauer:2 Min.

Gas, Benzin oder Akku: Die richtige Entsorgung eines Feuerzeugs hängt vom Modell ab. Wer sich nicht informiert und falsch entsorgt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Was es zu beachten gilt.

Millionen Einwegfeuerzeuge landen jährlich im Müll. Was kaum jemand weiß: Wer beim Entsorgen die falsche Tonne wählt oder ein noch befülltes Feuerzeug hineinwirft, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Folge kann ein empfindliches Bußgeld sein, das je nach Bundesland und Art des Geräts bis zu 2.500 Euro betragen kann.

Laut Bußgeldkatalog drohen in einzelnen Bundesländern sogar bis zu 10.000 Euro, wenn mehrere Elektrogeräte – zu denen auch elektronische Feuerzeuge zählen (siehe unten) – illegal entsorgt werden. Mit ein wenig Grundwissen lässt sich das aber vermeiden und zudem die Umwelt schützen. Entscheidend ist zunächst, um welches Feuerzeug-Modell es sich handelt.

Einwegfeuerzeug: Erst entleeren, dann in die Restmülltonne

Das klassische Einwegfeuerzeug aus Kunststoff darf nach seiner vollständigen Entleerung in die Restmülltonne. Vollständig entleert bedeutet dabei: Die Zündung wird so oft betätigt, bis kein Gas mehr entweicht und kein Zischen mehr zu hören ist. Nur dann ist eine sichere Entsorgung über den Hausmüll möglich, da sich ein noch gefülltes Feuerzeug bei der Abfallpressung entzünden kann. In der gelben Tonne hat das leere Feuerzeug nicht verloren, obwohl es überwiegend aus Kunststoff besteht.

Was ist mit Mehrweg- und Benzinfeuerzeugen?

Robuste Benzin- oder Sturmfeuerzeuge – etwa das klassische Zippo – bestehen hingegen zu großen Teilen aus Metall. Auch sie dürfen aber im völlig entleerten Zustand in den Restmüll. Wer sichergehen will, gibt sie beim örtlichen Wertstoffhof oder beim Schadstoffmobil ab.

Anders ist es bei defekten Mehrwegfeuerzeugen, die sich nicht mehr auffüllen lassen: Sie gelten als Sondermüll und müssen entsprechend behandelt werden. Viele Wertstoffhöfe halten eigene Sammelbehälter für alte Feuerzeuge bereit.

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Elektronische Feuerzeuge: Kein Fall für den Hausmüll

Eine eigene Kategorie sind akkubetriebene Feuerzeuge, die statt Flamme einen Lichtbogen erzeugen. Sie enthalten Akkus mit zum Teil gefährlichen Inhaltsstoffen wie Cadmium, Blei oder Quecksilber – und gelten deshalb als Elektroschrott. In den Restmüll gehören sie daher auf keinen Fall.

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Theoretisch müsste man solche Geräte auseinanderbauen, den Akku entnehmen und separat bei einer Batteriesammelstelle abgeben. Da der Akku jedoch meist fest verbaut ist und sich kaum ohne Werkzeug lösen lässt, empfiehlt sich die einfachere Lösung: das gesamte Gerät als Elektroschrott bei einem entsprechenden Sammelbehälter – etwa im Elektrofachmarkt – abgeben. Händler, die Elektrogeräte verkaufen, sind gesetzlich verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. (eyn)

Verwendete Quellen

  • Entsorgen.org: Feuerzeug entsorgen
  • Bußgeldkatalog 2026: Entsorgung von Elektroschrott: Wo ist dies möglich?
  • Berlin Recycling: Feuerzeug entsorgen

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